Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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24.2.2020

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus


Bild: pixabay.com

Der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" am 27. Januar gehört seit 2019 zu den offiziellen Gedenktagen der Evangelischen Kirchen in Deutschland. An diesem Tag wird der über sechs Millionen Juden und der vielen anderen Opfer gedacht, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden.

Das Datum richtet sich an der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz aus. Am Morgen des 27. Januar 1945 hatten die ersten Soldaten der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkrieges das Vernichtungslager Auschwitz III Monowitz erreicht. Die Rotarmisten stießen auf ausgemergelte Menschen und Hunderte Leichen. Insgesamt fielen rund sechs Millionen Juden der so genannten Shoa zum Opfer – in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, aber auch in Folge der schlechten Lebensbedingungen in den Ghettos, bei Massenerschießungen und auf Todesmärschen.

Zu den Menschen die unter dem Naziregime litten, gehörten auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Kommunisten, einige Pfarrer, Systemkritiker, geistig Behinderte und sozial "Auffällige" sowie russische Kriegsgefangene. Sie wurden entrechtet, verfolgt und ermordet.

Bundes- und weltweiter Gedenktag

Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag in Deutschland, den der damalige Bundespräsident Roman Herzog eingeführt hatte. Die Initiative dafür hatte der damalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, ergriffen.

Um der Opfer des Holocaust zu gedenken und um weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern, hatten 2005 die Vereinten Nationen den Tag als "Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" erklärt. Zuvor hatte neben Deutschland auch Groß-Britannien am 27. Januar einen Gedenktag eingeführt. In Israel wird in diesem Jahr am 24. April 2017 an die Opfer der Shoa und des jüdischen Widerstandes an dem nationalen Feiertag "Jom haScho'a" gedacht. Der nationale Feiertag wurde in den 50er Jahren eingeführt.

Auch evangelische Kirchengemeinden unterstützen die Erinnerungskultur mit besonderen Gottesdiensten und Veranstaltungen.

So lädt die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Steglitz unter dem Titel "Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Vergessen" zu einen Gedenkgottesdienst:

Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Vergessen

Gedenkgottesdienst am Montag, 27. Januar um 18:00 Uhr in der Evangelischen Paulus-Kirche, Hindenburgdamm 101

Durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit lernen wir für Gegenwart und Zukunft. Die Zukunft wird maßgeblich von den heutigen Jugendlichen gestaltet. Sie in die Erinnerungskultur einzuführen, ist daher wichtig. Einige Konfirmandinnen und Konfirmanden im Kirchenkreis Steglitz haben sich mit dem Thema "Ausgrenzung und Vergessen" auseinandergesetzt. Gemeinsam mit ihnen werden wir ein Zeichen setzen gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen.

Aber es werden auch Fragen gestellt:

Wie wollen wir gemeinsam leben? Wie können wir als Christen und Christinnen gegen Ausgrenzung eintreten?

Herzliche Einladung zu diesem Gottesdienst.

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