Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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13.12.2019

Berliner Kältehilfe


Bild: Stadtmission

Etwa 40.000 wohnungslose Menschen leben in Berlin, um die 4.000–6.000 Menschen davon sind schätzungsweise obdachlos. Wer obdachlos ist, Mangel und Gewalt erlebt, ist an Leib und Leben gefährdet.

Ärzte, Zahnärzte und Pflegekräfte in medizinischen Anlaufstellen haben 2016 in Berlin in fast 27.000 Fällen obdachlose Menschen medizinisch und hygienisch versorgt. Die Tendenz ist steigend!

Viele dieser Menschen sind geschwächt und verwahrlost. Die vorhandene ambulante medizinische Versorgung reicht oft nicht aus, um Erkrankungen nachhaltig zu heilen. Die Praxen und Ambulanzen für obdachlose Menschen sind i. d. R. ohne sichere Perspektiven finanziert, mäßig ausgestattet und ohne das Engagement von ehrenamtlich tätigen Ärzten und Zahnärzten nicht arbeitsfähig.

Alle Ambulanzen und Praxen der medizinischen Versorgung für obdachlose Menschen haben im Jahr 2013 gemeinsam einen "Runden Tisch" gegründet, um sich fachlich auszutauschen und gemeinsame Strategien zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in Berlin zu entwickeln.

Der "Runde Tisch" hat 2014 ein Positionspapier zur medizinischen Versorgung obdachloser Menschen erarbeitet.

Acht beteiligte Trägerorganisationen haben dieses Positionspapier unterzeichnet und Ende 2014 an den Senator für Gesundheit und Soziales gesendet.

Sie können die Arbeit der Kältehilfe unterstützen

Geldspenden: Die Berliner Stadtmission ist in ihrer Kältehilfearbeit auf Ihre Unterstützung angewiesen. Einen Großteil der Arbeit müssen wir über Spenden finanzieren. So finanziert das Bezirksamt Tiergarten 121 Übernachtungsplätze pro Nacht in der Kältehilfesaison. Durchschnittlich nehmen wir hier pro Nacht 150 Menschen in Not auf. Niemand wird abgewiesen. Ab dem 122. Gast finanziert die Berliner Stadtmission die Aufnahme über Spendengelder. Verein für Berliner Stadtmission: IBAN:DE63 1002 0500 0003 1555 00 BIC: BFSWDE33BER Bank für Sozialwirtschaft

Obdachlose Personen brauchen Ihre Hilfe!

Wenn Sie einen Menschen sehen, der ungewollt und ungeschützt im Freien schläft, dann helfen Sie! Egal zu welcher Jahreszeit!

Wenn Sie vermuten, dass eine Person unter Kälte und Witterung leidet, sprechen Sie sie höflich an und fragen, ob sie etwas braucht oder ob sie Hilfe annehmen will. Besonders im Winter kann es lebensgefährlich werden, auf der Straße zu schlafen. Sehen Sie bitte nicht weg, wenn Sie eine Erfrierungsgefahr vermuten.

Von November bis März sind jeden Abend bis in die Nachtstunden ein Kälte- und ein Wärmebus in Berlin unterwegs, um Menschen ohne Unterkunft aufzusuchen, zu versorgen und kostenfrei in Notunterkünfte zu bringen. Wenn die betroffene Person Hilfe annehmen möchte, rufen Sie ab 18:00 Uhr den Wärmebus des Berliner Deutschen Roten Kreuzes (60 03 00 10 10) an und ab 21:00 Uhr den Kältebus der Berliner Stadtmission (523 58 38).

Wenn die Person hilflos wirkt, nicht ansprechbar ist oder sich oder andere möglicherweise in eine akute Gefahrensituation bringt, kann von einer Notfallsituation ausgegangen werden.

Im Notfall wählen Sie:

Tagsüber haben wohnungslose Menschen ganzjährig die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Tagesstätten und Treffpunkten aufzuhalten und mit Essen versorgt zu werden.

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