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22.7.2019

Aus der Kita Petrusheim

Das Ungeheuer von Baitz

Auf einem Vormittagsspaziergang mit den Kindern haben wir Wörter und Gegenstände aus der Natur gesammelt. Als wir uns am Nachmittag zusammen auf die Picknickdecke setzten, lagen die Gegenstände auf einer großen Decke und es entstand eine Geschichte, die die Kinder am Ende selbst nachspielten (die Wörter und Gegenstände sind dick markiert):

Es war einmal ein Tor, dahinter ein geheimer Platz. An dem geheimen Platz waren Ritter, verstorbene Leute. Die hatten ein Haus. Die Ritter und andere Menschen hatten Waffen und haben geschossen. Das Haus steht hinter dem Tor und dort stehen auch die Ritter. Es gibt ein Ungeheuer, das gehört den Rittern. Es lebt auf dem Dach damit es alles sehen kann, denn in dem Haus hatten die Ritter ihre Waffen versteckt. Die Ritter haben mit 2 Pistolen geschossen, die nicht im Haus waren.

Eines Tages kommt ein Trecker und hat Steine hoch geschoben und vor das Tor gestellt. Die Ritter sollten nämlich nicht aus dem Tor raus kommen. Der Trecker ist schnell wieder weg gefahren. Die Ritter hatten noch einen kleinen Ausgang. Sie haben noch ein anderes Haus hinter dem Nebel, man konnte es nicht sehen. Dort gehen sie hin.

Dafür kam eine Schnecke zum Haus mit dem Ungeheuer und versteckte sich hinter dem Haus. Sie wollte dann aber zu dem anderen Haus von den Rittern gehen und verschwand wieder. Jetzt haben alle das Haus verlassen, nur noch das Ungeheuer ist auf dem Haus und passt auf die Pistolen auf.

Das Ungeheuer hat mit den Hörnern die Steine kaputt gemacht damit man wieder durch das Tor kommt. Dann ist der Trecker wieder gekommen und hat Kohle weg gemacht, denn aus den Steinen ist Kohle geworden.

Nun kommen die Ritter zurück und alles ist noch da. Sie fliegen jetzt mit dem Ungeheuer weg. Es fliegt immer langsamer, denn es ist alt und krank. Bald kann es nicht mehr und landet. Nun sagen die Ritter, dass sie ein neues Auto brauchen. Sie haben aber kein Geld! Sie verkaufen ihre vielen Pistolen an den Treckerführer und bekommen ein grünes Auto. Der Drache ist so alt, dass er stirbt und beerdigt wird. Die Ritter sind traurig und legen Blumen auf das Grab. Nun fahren die Ritter mit ihrem Auto ganz schnell umher …

Zeichnungen fotografiert von Silke Flügge

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Hanan Callejas im Gespräch

11.000 km ist La Paz (Bolivien) ihr Zuhause entfernt. Noch bis August macht Hanan ihren internationalen Freiwilligendienst in der Krippe der Kita Petrusheim. Die Zeit in Berlin möchte die 26-jährige neben dem Sprachenerwerb nutzen, um die pädagogische Arbeit in Deutschland kennenzulernen.

Warum hast Du Dich entschieden, Deinen Freiwilligendienst in Deutschland und nicht in einem anderen europäischen Land zu machen?

Hanan: Nach meinem sozialwissenschaftlichen Bachelorstudium habe ich 2½ Jahre in verschiedenen Projekten der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) gearbeitet, insofern war es naheliegend nach Deutschland zu gehen.

Was gefällt Dir an Berlin?

Hanan: Die Leute sind sehr offen gegenüber Fremden, das finde ich gut. Die ersten Wochen meines Freiwilligendienstes habe ich in Stuttgart verbracht. Ich war beeindruckt, wie sauber die Stadt ist. Hier in Berlin liegt jedoch mehr Müll rum.

Wenn Du Kitas in Bolivien und Deutschland vergleichst. Wo siehst Du Gemeinsamkeiten oder Unterschiede?

Hanan: Auch bei uns zu Hause gehen die Kinder mit einem Jahr in die Kita. Allerdings wechseln sie schon mit vier oder fünf Jahren in die Vorschule. Dann bleibt wenig Zeit für das freie Spiel. Das ist schade. Außerdem wird in der Kita hier schon früh die Selbstständigkeit der Kinder gefördert, auch bei den Jüngsten. Das ist in Bolivien nicht der Fall. Bei uns werden sogar Dreijährige noch gefüttert! Mir ist es wichtig, die Idee der frühen Selbstständigkeit zu Hause zu vermitteln.

Im August kehrst Du nach Bolivien zurück. Was möchtest Du dann machen?

Hanan: Zunächst möchte ich mich für ein DAAD-Stipendium (Deutscher Akademischer Austauschdienst) bewerben und dann nach Deutschland zurückkehren, um meinen Master in Public Policy (Staatstätigkeit) zu machen.

Das Gespräch führte Corina Schukraft-Wadle

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