Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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18.8.2019

Rund um die Petruskirche

Oberhofer Platz


Foto: mediaray

Der Standort unserer denkmalgeschützten Petruskirche ist der Oberhofer Platz. Das Kircheneigentum endet an den Grundmauern des Gebäudes, so dass der Platz insgesamt ausschließlich der Bezirksverwaltung Steglitz-Zehlendorf untersteht, dies beinhaltet alle Rechte (auch auf der gepflasterten Fläche vor der Kirche) aber ebenso die Pflege des gesamten Platzes.

Nach langen Gesprächen mit dem zuständigen Grünflächenamt wurde einvernehmlich eine Grundpflege des Platzes vereinbart, die am 29. Januar 2019 begonnen wurde. Einige Arbeiten stehen noch aus:

Ersatzpflanzung von Bäumen, Unterbringung der BSR-Tonnen, die Aufstellung von Fahrradbügeln, die Restaurierung des Tiergartengitters, Reinigung und Pflege der Auffahrt.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass die Auffahrt, versehen mit einem historischen Berneburger Pflaster, kein öffentlicher Straßenraum ist – aber eben auch nicht der Gemeinde Petrus-Giesensdorf gehört. Sie wurde in der Vergangenheit zeitweilig durch parkende PKW überbelastet; die kostspieligen Tiergartengitter wurden zerstört.

Wir bitten also um Verständnis, dass das Abstellen von Fahrzeugen uns als Kirchengemeinde nur in Ausnahmefällen erlaubt ist und nur in Absprache mit den Verantwortlichen der Gemeinde erfolgen darf. So ist es jetzt mit dem Bezirksamt vereinbart.

Wir schätzen die Bemühungen des Bezirksamtes, den Standort unserer Kirche wieder herzurichten und zu pflegen und wollen daher alles dafür tun, dass auch von unserer Seite ein gutes Zusammenwirken stattfindet.

Hans-Joachim Jantke im Auftrag des Gemeindekirchenrats

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Glocken ... Erinnerung an Gottes Gegenwart und Mahnung zum Frieden

Das Angelusläuten ist ein 1859 vollendetes Ölgemälde des französischen Malers Jean-François Millet. Das Bild stellt einen Mann und eine Frau dar, die sich in einem Feld über einen Korb mit Kartoffeln beugen, um den Engel des Herrn zu beten. – Bild: gemeinfrei

Nun sind die Glocken der Petruskirche dringend reparaturbedürftig. Im Augenblick darf aus Sicherheitsgründen nur noch eine Glocke geläutet werden. Wir starten jetzt eine Spendenaktion, und freuen uns über jeden Betrag, mit dem Sie uns hier unterstützen wollen. Gern können Sie nach dem Gottesdienst zusätzlich einen Betrag für die Glockenreparatur geben.

Auch über zweckgebundene Überweisungen unter dem Stichwort "Glocken Petruskirche" freuen wir uns.

Wenn Sie hier helfen wollen, überweisen Sie bitte an folgende Kontoverbindung:

Empfänger: KKV / Petrus-Giesensdorf,
IBAN: DE47 5206 0410 6903 9663 99, BIC: GENODEF1EK1 (Evangelische Bank eG)

Für eine Spendenbescheinigung bitte Adresse angeben!

Glocken gelten als die ältesten Musikinstrumente unserer Kulturgeschichte. Schon vor über 5000 Jahren gab es Glocken in China, zunächst waren dies allerdings Klangschalen. Die eigentliche Glockenform entwickelte sich erst später. In unseren Breiten sind Glocken besonders durch die irischen Mönche verbreitet worden. Glocken läuten zum Beginn des Gottesdienstes, an vielen Stellen aber auch heute noch dreimal am Tag – morgens, mittags, abends (das sogenannte Angelus-Läuten) – und an mancher Kirchturmuhr sind sie sogar alle viertel Stunde zu hören.

Dieses regelmäßige Läuten fordert uns auf, mitten im Alltag achtsam zu bleiben, wie wir mit unserer Zeit umgehen. Zugleich verweisen sie uns darauf, dass uns unsere Zeit von Gott geschenkt wird und unser Tun und Machen nicht alles sind. Wir leben in der Gegenwart Gottes und sollen dies – bei aller Geschäftigkeit – nicht vergessen!

Glocken mahnen aber auch zum Frieden. Im vergangenen Jahr wurden so zum Beispiel am 11. November weltweit Glocken geläutet, um an das Ende des 1. Weltkrieges zu erinnern. Während der beiden Weltkriege wurden zudem viele Glocken zerstört und eingeschmolzen, um daraus Waffen herzustellen: Eine der traurigsten Zeiten in der "Glockengeschichte" und eine perverse Umnutzung von diesen "klingenden Friedensmahnern" sondersgleichen! Im 1. Weltkrieg wurden auf diese Weise die Hälfte aller Kirchenglocken vernichtet, im 2. Weltkrieg waren es rund 50 000! Bereits 1936 hatte der Schriftsteller Reinhold Schneider gewarnt: "Verlieren die Glocken ihre Gewalt über den Lärm (...), so ist keine Hoffnung und kein Leben mehr!"

Vielleicht geben auch wir den Glocken und ihrem Erklingen am Tag wieder mehr Bedeutung in unserem Alltag. Zu einem kurzen (Stoß-)Gebet könnten sie uns einladen oder einfach nur zu einem kurzen Gedanken, dass unsere Zeit in Gottes Gegenwart steht.

Pfarrer Björn Sellin-Reschke

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