ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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13.12.2018

Kältehilfe
Berliner Stadtmission

"Wenn ich etwas Warmes gegessen und getrunken habe, fühle ich mich ganz langsam wieder wie ein Mensch. Die Kälte friert einfach alles ein, jedes Gefühl, auch den Mut, auf ein anderes Leben zu hoffen ..."

Otto S., 67 Jahre, wohnungsloser Gast der Notübernachtung

Foto: Jon-Adrie Hoekstra / Berliner Stadtmission

Am 1. November startete die Kältehilfe-Saison als Hilfe für wohnungslose Menschen im Winter. Für die Berliner Stadtmission heißt das, dass unser Kältebus im Einsatz ist und unsere Notübernachtungen jede Nacht die Türen für Menschen ohne Obdach öffnen. Denn was für uns oft nur eine Gewöhnung ist – Winterschuhe, Schal und Handschuhe raus – kann für Menschen, die auf der Straße leben, lebensgefährlich sein.

Der Kältebus der Berliner Stadtmission bringt die Hilfsbedürftigen zu einer der Notunterkünfte Berlins. Dort bekommen die Obdachlosen – zusätzlich zu einer warmen Mahlzeit und einem Schlafplatz - die Möglichkeit, eine medizinische Betreuung und ein Beratungsangebot wahrzunehmen. Jeder soll sich willkommen fühlen. Deshalb sind immer Mitarbeiter vor Ort, die ein offenes Ohr für die Schicksale der Obdachlosen haben.

Wollen die Menschen nicht mit in die Notübernachtung kommen, versorgt das Kältebus-Team sie wenigstens mit einem warmen Getränk und warmen Worten. Neben diesen "Hausbesuchen" ist der Kältebus zudem immer auf Abruf bereit. Auslöser für die Idee des Kältebusses war der Tod eines Obdachlosen 1994 in Berlin. Er hatte keine Kraft mehr, den eisigen Temperaturen zu trotzen oder Hilfe aufzusuchen.

Luisa Lepski, Berliner Stadtmission

Kältehilfe-App

Wird ein Schlafplatz gesucht oder nur eine warme Mahlzeit, eine Notunterkunft nur für Frauen oder eine, wo der Hund mit rein darf, ganzjährig, in einem bestimmten Bezirk – in der Kältehilfe-App ist nicht nur das gesamte Berliner Kältenetz zu finden, sondern sie erleichtert das Suchen nach dem Passenden.

Zahlreiche Träger, das heißt verschiedene Kirchengemeinden, Verbände, Vereine und Initiativen beteiligen sich jeweils mit eigenen Angeboten am Kältehilfeprogramm, wie z. B. Beratungsstellen, Notübernachtungen, Nachtcafés, Suppenküchen, Treffpunkten. Mit der Berliner Kältehilfe soll verhindert werden, dass Menschen ohne Unterkunft in Berlin erfrieren müssen.

Um das dieses Jahr noch zu erleichtern, hat das Sozialunternehmen Gebewo gemeinsam mit dem Berliner Start-up "BIM Zweipunktnull" eine Kältehilfe-App entwickelt, die seit dem 1. November kostenlos erhältlich ist. Die Gebewo ist zuständig für das Kältehilfetelefon und sammelt, aktualisiert und veröffentlicht die Angebote nahezu tagesaktuell und bemüht sich aktuelle Daten bereitzustellen.

Eine tolle Sache, schnell an Informationen zu kommen und zu helfen. Installieren und immer auskunftsfähig sein - für andere oder wenn man selbst mal in Not gerät.

Kältehilfe-App: App Store für Android, App Store IOS, oder einfach "Kältehilfe-App" eingeben.