ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > April 2018

19.9.2018

"I've been to the Mountaintop"
Martin Luther King Jr. wurde vor 50 Jahren ermordet

von E-Mail


Foto: gemeinfrei

"Well, I don't know what will happen now. We've got some difficult days ahead. But it really doesn't matter with me now, because I've been to the mountaintop.

And I don't mind.

Like anybody, I would like to live a long life. Longevity has its place. But I'm not concerned about that now. I just want to do God's will. And He's allowed me to go up to the mountain. And I've looked over. And I've seen the Promised Land. I may not get there with you. But I want you to know tonight, that we, as a people, will get to the promised land! And so I'm happy, tonight. I'm not worried about anything. I'm not fearing any man!

Mine eyes have seen the glory of the coming of the Lord!

"Nun, ich weiss nicht, was jetzt geschehen wird. Schwierige Tage liegen vor uns. Aber das macht mir jetzt wirklich nichts aus. Denn ich bin auf dem Gipfel des Berges gewesen.

Ich mache mir keine Sorgen.

Wie jeder andere würde ich gern lange leben. Langlebigkeit hat ihren Wert. Aber darum bin ich jetzt nicht besorgt. Ich möchte nur Gottes Willen tun. Er hat mir erlaubt, auf den Berg zu steigen. Und ich habe hinübergesehen. Ich habe das Gelobte Land gesehen. Vielleicht gelange ich nicht dorthin mit euch. Aber ihr sollt heute Abend wissen, dass wir, als ein Volk, in das Gelobte Land gelangen werden. Und deshalb bin ich glücklich heute Abend. Ich mache mir keine Sorgen wegen irgend etwas. Ich fürchte niemanden.

Meine Augen haben die Herrlichkeit des kommenden Herrn gesehen."

Mit diesen Worten beendete Martin Luther King Jr. am 3. April 1968 im "Bishop Charles Mason Temple" in Memphis, Tennessee, seine letzte Rede.

Seine Befürchtungen, die in der Rede zu erkennen sind – "Wie jeder andere würde ich gern lange leben. Langlebigkeit hat ihren Wert. Aber darum bin ich jetzt nicht besorgt." – wurden dann am darauf folgenden Tag Realität. Martin Luther King wurde auf dem Balkon des "Lorraine Motels" von James Earl Ray erschossen.

Das berühmte Foto vom damals 22-jährigen Fotografen Richard Copley: "I am a man", Protestmarsch Ende März 1968 in Memphis, Tennessee – Foto: Richard Copley

Memphis war seit zwei Monaten praktisch im Ausnahmezustand, nachdem über 1.000 schwarze Müllarbeiter ihre Arbeit niederlegt hatten, um für bessere Arbeits- und Sicherheitsbedingungen und einen gerechteren Lohn zu streiken. Ausschlaggebend war aber letztlich ein tragisches Unglück zweier Müllmänner. Sie hatten während eines Regensturms Schutz im Inneren ihres Müllwagens gesucht. Durch das elektrische Versagen der Greiferkonstruktion wurden sie erfasst und zerquetscht.

King war nach Memphis gekommen, um seine Solidarität mit den Demonstrierenden auszudrücken und sie von einem gewaltfreien Protestmarsch zu überzeugen. Dieser wurde dann auf den 8. April festgelegt.

Reverend Dr. Martin Luther King Jr., der in den 1960er-Jahren zum Führer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung wurde, progagierte stets den zivilen Ungehorsam als Mittel gegen die Rassentrennung in den Südstaaten.

Es war auch sein Wirken, das schließlich dazu führte, dass die Rassentrennung gesetzlich aufgehoben wurde und das uneingeschränkte Wahlrecht für die schwarze Bevölkerung der US-Südstaaten ermöglichte.

Für sein Engagement erhielt er 1964 den Friedensnobelpreis. Das Preisgeld in Höhe von 54.000 US-Dollar spendete er für einen Fond seiner Bewegung. Das US-Nachrichtenmagazin Time ernannte den Bürgerrechtler zum "Mann des Jahres 1963".

James Earl Ray wurde als Todesschütze identifiziert, da seine Fingerabdrücke am Tatort gefunden wurden. Er konnte fliehen, wurde aber dann zwei Monate später auf dem Flughafen London-Heathrow in England gefasst.

Um ein Todesurteil zu vermeiden, bekannte er sich schuldig und wurde zu 99 Jahren Haft verurteilt.

Reiner Kolodziej

I have a dream

"I have a dream
that one day this nation will rise up, and live out the true meaning of its creed: We hold these truths to be selfevident: that all men are created equal.

I have a dream
that one day on the red hills of Georgia the sons of former slaves and the sons of former slave owners will be able to sit down together at a table of brotherhood.

I have a dream
that one day even the state of Mississippi, a state sweltering with the heat of injustice and sweltering with the heat of oppression, will be transformed into an oasis of freedom and justice.

I have a dream
that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin, but by the content of their character.

I have a dream today!"

28th August, 1963, Washington, D.C.


Foto: gemeinfrei

Ich habe einen Traum

"Ich habe einen Traum,
dass sich eines Tages diese Nation erheben wird und die wahre Bedeutung ihrer Überzeugung ausleben wird: Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: Alle Menschen sind gleich erschaffen.

Ich habe einen Traum,
dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.

Ich habe einen Traum,
dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und in der Hitze der Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt wird.

Ich habe einen Traum,
dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt.

Ich habe heute einen Traum!"

28. August 1963, Washington, D.C