ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.9.2018

Kirche mit Kindern

von Ulrike Labuhn

Liebe Eltern,

eine etwas ungewöhnliche Einladung kommt aus dem Museum für Kinder im FEZ in der Wuhlheide. Unter der Überschrift "Erzähl mir was vom Tod" lädt das Museum zu einer interaktiven Ausstellung Menschen von 5-99 Jahren ein.

Kaum jemand spricht gerne über das Thema Tod. Sich mit dem Ende des eigenen Lebens oder dem Verlust geliebter Menschen auseinanderzusetzen fällt schwer. Kinder nehmen auf solche Tabus jedoch keine Rücksicht. Sie sind neugierig, wollen wissen, was geschieht, warum wir leben und sterben und was danach kommt. Zum Glück tun sie das, denn der Tod gehört zum Leben – und die Beschäftigung mit ihm heißt auch, sich mit seiner eigenen Existenz auseinanderzusetzen.

In der Einladung heißt es, die Ausstellung sei "eine Konfrontation mit einem Thema, dem wir in unserer Gesellschaft oft mit Sprachlosigkeit und Angst gegenüberstehen. Sie lädt alle Lebenden ein, behutsam und ohne Scheu und sogar mit einem Lächeln einen Schritt auf die 'Andere Seite' zu tun."

Den Schritt auf die andere Seite zu tun, dazu lädt uns nicht nur diese Ausstellung, sondern der bewusste Gang durch die Passionszeit ein. Einmal wöchentlich bin ich in Krippe und Kita Lindenhof und die Kinder erfahren und erleben die Geschichte und setzen sich spielerisch mit existenziellen Fragen auseinander – Verrat, Tod und Auferstehung gehören ganz selbstverständlich dazu. Was passt da besser, als diese ungewöhnliche Einladung anzunehmen und sich auf den Weg zu machen.

18 "Fliegerkinder", die Großen, die in diesem Sommer in die Schule kommen, werden mit Frau Hentschel, Herrn Zander und mir in dieser Woche den Fragen nach dem Woher und Wohin nachgehen, und wir sind alle sehr neugierig.

Eine kompetente Museumsführerin wird uns durch die Ausstellung begleiten und verspricht:

Gleich am Eingang bekommt jede(r) einen Reisepass, mit dem es dann ins Jenseits geht. Das Jenseits wird erfahrbar in 13 begehbaren Rauminszenierungen mit unterschiedlichen Aspekten und Themen, die zum Tod und zum Leben gehören. Die Kinder werden angeregt, Fragen zu stellen und eigene Antworten zu finden. Da gibt es einen Ewigkeitstrank. Man kann im "Wohnzimmer der Erinnerung" stöbern oder sich als Archäologe ausprobieren beim Untersuchen einer Grabstätte. Man kann die Galerie der Lebensalter durchwandern oder sich ins Paradies würfeln. Räume also zum Nachdenken, zum Spielen und Anfassen, Dinge zum Staunen, Weinen und Lachen.

Ich freue mich auf diesen ungewöhnlichen Ausflug mit den Kindern! Wenn auch Sie Lust haben, mit Ihrer Familie dorthin zu gehen, dann können Sie dies gerne tun: Bis zum 1. Juli ist die Ausstellung an Wochenenden, Feiertagen und Brückentagen von 12-18 Uhr für Familien geöffnet. Wagen Sie den Schritt auf die "Andere Seite". Weitere Infos finden Sie unter alice-museum-fuer-kinder.fez-berlin.de/aktuelle-angebote/erzaehl-mir-was-vom-tod-ausstellung/.

Ulrike Labuhn