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15.12.2017

Eine Stunde den Kindern zugeschaut
Aus der Kita Petrusheim


Foto: privat

Welch ein Gewusel! 50 Kinder tummeln sich im Bewegungsraum. Auf dem Boden sind 5 Tücher ausgebreitet, auf ihnen liegen die Symbole der fünf Kerngruppen. Und alle Kinder finden ihren Platz. Die Kinder schwatzen aufgeregt durcheinander. Doch nun steht Silke, eine Erzieherin auf und zeigt mit den Fingern in die Luft: "Was mach' ich hier?" Die Kinder schauen, sie werden leise und versuchen auch mit den Fingern in die verschiedenen Richtungen zu zeigen. "Nach links, nach rechts". Bis zu allerletzt die Finger auf die Erzieherin Angela mit der Gitarre zeigen. Und nun wird gesungen, laut, fröhlich – so wie es jeder kann.

"Hallo Gudrun, bist Du aus deinem Urlaub wieder zurück? Soll ich mal gucken, wer noch alles da ist? Ich sehe neue Leute, die ich gar nicht kenne!" Eine junge Frau steht auf und begrüßt uns alle: "Hallo, ich bin Annika. Ich bin Praktikantin und bleibe zehn Wochen." Das freut uns sehr! Doch noch ein neues Gesicht ist in unserer Runde: "Ich heiße Jane". "Ja", nun nickt sie fröhlich mit dem Kopf und "Ne", nun schüttelt sie den Kopf. Das macht uns allen viel Spaß – so ein lustiger Name. "Kommst du jetzt öfter zu uns?" "Ja, wenn ihr wollt. Es ist schön bei euch zu sein. Ich mache gerne Theater. Ihr auch?" Doch das erzählen wir später. Bitte sagt laut "JA" wenn ihr hier seid." Und wir hören ein lautes "Ja" oder "Yes", und ganz mutige Kinder sagen sogar: "Guten Morgen, liebe Gudrun", doch da müssen wir Großen immer lachen. Wenn ein Kind nicht da ist, überlegen wir, wo es denn ist.

Plötzlich dringt ein Rumpeln aus einem kleinen roten Koffer. "Ist hier noch jemand da? Wer rumpelt denn im roten Koffer? Soll ich mal nachsehen?" Angela öffnet vorsichtig den Koffer und Bella Rosa, unsere Theaterpuppe aus dem TUKI Projekt, kommt aus dem Koffer. "Ich war lange nicht bei euch! Hallo liebe Kinder! Oh, oh, oh, wer bist denn du?" Neugierig schaut Bella Rosa zu Jane. "Ich bin Jane". " Ja oder Ne, oder beides? Willst du Theater mit uns machen? Nehmen wir Kinder mit? Oder nur wir zwei?" Die Kinder sind begeistert. Doch es gibt noch mehr Angebote am heutigen Vormittag. Eva und Rike, zwei Erzieherinnen, laden alle Dreijährigen ein mit ihnen Sport zu machen. Und Gudrun hat Draht mitgebracht, mit diesem möchte sie Ton schneiden um mit den Kindern zu töpfern. Die Erzieherin Beatrix wird eine Bilderbuchgeschichte erzählen. Serach öffnet einen Raum zum Spielen.

Jedes Kind sucht sich nun aus wohin es gehen möchte. 12 Kinder stürmen zum Theaterspiel mit Bella Rosa und der Theaterpädagogin Jane, 9 Kinder gehen zur Geschichte, 12 Kinder sind 3 Jahre alt und freuen sich auf den Sport, spielen möchte heute keiner, doch oh Schreck, 17 Kinder wollen töpfern – so viel Platz ist nicht in der Werkstatt! Ich bin gespannt, was passiert.

Leise schaue ich in die einzelnen Gruppen. Die Theatergruppe steht im Kreis und wacht erst mal auf. Sie rekeln sich, machen sich ganz groß und dann auch wieder ganz klein um als Vogel wieder aufzuwachen. Dann werden die Vögel wieder ganz groß und klein, um sich wieder in ein neues Tier zu verwandeln.

Ich schleiche mich in das nächste Zimmer und höre Eva: "Ach, die Trommel ist weg. Mhmm, da nehmen wir einfach die Glöckchen. Wenn das Glöckchen bimmelt, laufen wir, ist es still, bleiben wir stehen." Und es ging los, mit viel Spaß und Gewimmel. "Jetzt laufen wir alle zum gelben Punkt, und jetzt zum roten …" Ein Mädchen fand das alles ziemlich blöd. Sie wollte lauthals ihren Protest zeigen, aber Rike nahm sie bei der Hand und suchte mit ihr einen guten Beobachtungsposten.

Noch saßen alle 17 Kinder auf dem Boden und hatten noch keine Einigung wie viele Kinder nun töpfern können. Gudrun meinte, zur gleichen Zeit können nur acht Kinder arbeiten. "Na, ich weiß, da arbeiten eben einige am Tisch und die anderen auf dem Boden." Das Mädchen hatte eine gute Idee, doch so hatte das Gudrun nicht gemeint. Nach langer Diskussion wurde abgezählt. 1, 2, 1, 2, jeder sollte sich seine Zahl merken. Alle mit der Zahl 1 sollten in den Nebenraum , dort können sie kneten und morgen töpfern, die Kinder mit der Zahl 2 bleiben in der Werkstatt. Seltsam nur, es behaupteten alle, die Zahl 2 bekommen zu haben. Nun wurden die Kinder von Gudrun aufgeteilt, mit dem festen Versprechen es gibt noch eine spätere Töpferrunde.

Zum Schluss besuchte ich die Kinder der Bilderbuchgeschichte. Das Kamishibai – ein Erzähltheater aus Holz, die einzelnen Bildkarten werden von oben hineingeschoben, ist sehr beliebt bei den Kindern. Die Bilder sind groß und jeder kann etwas sehen. Heute die Geschichte "Die Heilung des Gelähmten". Markus 2, 1-12

Annekatrin Herzog

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