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15.12.2017

Kirche mit Kindern

von Ulrike Labuhn

Liebe Eltern,
nun geht das Jahr zu Ende und es war eine Menge los. Viel könnte ich da erzählen, doch ein Ereignis klingt noch ganz besonders in mir nach, zu dem ich gerne zwei Kinder zu Wort kommen lassen möchte, mit denen Elisabeth Schaller (Arbeit mit Kindern im Kirchenkreis Steglitz) ein Interview geführt hat. Es sind Nora (9) und Emma (9), die in den Herbstferien mit uns unterwegs waren auf der kreiskirchlichen Kinderreise nach Schloss Mansfeld. Insgesamt 26 Kinder im Alter von 8-12 Jahren waren dabei, und eine Woche lang gingen wir auf Entdeckertour auf den Spuren Martin Luthers.

Unser Ferienabenteuer in Schloss Mansfeld

Feuerstelle in der Burg – Foto: privat

Liebe Emma, liebe Nora, was war das aufregendste für Euch:
Emma: Das Lagerfeuer, beim Burgfest am Schluss der Reise. Es war schon spät und dunkel und aufregend in der Ruine des Schlosses.

Fiel es euch schwer 5 Tage ohne die Familie nur mit anderen Kindern zu verreisen?
Nora: Nein, eigentlich nicht. Manche Kinder hatten aber auch Heimweh, wie eine unserer Freundinnen. Sie bekam von den Betreuern einen Heimwehtee, und das Telefonieren mit den Eltern hat ihr geholfen.

Ihr wart ja mit Freundinnen aus eurer Klasse zusammen dort. Und gab es auch neue Freundschaften?
Emma: Ja, wir waren zu fünft im Zimmer. Wir haben auch neue Freundschaften geschlossen und mit ihnen gespielt.

Ihr habt auf einer Burg in einem Schloss gewohnt, das war sicher beeindruckend?
Nora und Emma: Wir haben geheimnisvolle Sachen gemacht, das Schloss ist sehr alt und lädt zu Abenteuern ein.

Und was habt ihr über Martin Luther und seine Zeit erfahren?
Emma: Es ist z.B. nur eine Vermutung, dass er die 95 Thesen angeschlagen hat.
Nora: Er hieß eigentlich "Luder" und hat später mit seinem Bruder den Namen Luther angenommen.

Ihr habt Workshops gemacht, wo ihr wie im Mittelalter gelebt habt. Erzählt mal!
Nora und Emma: Man konnte jeden Tag sich von vier Workshops zwei aussuchen. Wir haben z.B. mit der Feder geschrieben, Kostüme genäht, Armbänder und Girlanden für das Burgfest gebastelt, Öllampen getöpfert, duftende Salben hergestellt und Spiele gespielt, die man früher gespielt hat.

Gab es auch etwas, was nicht so toll war?
Emma: Ja, abends haben uns die Jungs genervt. Unser Busfahrer war leider sehr unfreundlich zu Kindern und ließ uns nicht im Bus unser Lunchpaket essen.

Und wie fandet ihr eure Betreuer?
Emma und Nora: Sehr nett, sie haben uns immer geholfen und mit uns gespielt.

Was würdet ihr zum Ganzen sagen? Hat es sich gelohnt?
Nora: Ich würde sagen, wenn es nochmal so eine Fahrt gibt, würde ich es anderen Kindern empfehlen mitzufahren – es macht Spaß, ist spannend, man hat eine tolle Zeit. Probiert es doch mal aus!

Ebenso wie Nora und Emma sage auch ich: Ja, es hat sich gelohnt, mit solch wunderbaren Kindern unterwegs zu sein. Bis zur nächsten Kinderreise wird es allerdings noch etwas dauern. Erst einmal lassen wir das Jahr zur Ende gehen und ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und danke Ihnen und Ihren Kindern für viele wunderbare Begegnungen in diesem Jahr,

Ihre

Ulrike Labuhn