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15.12.2017

Kuba: Mittendrin statt außen vor
Brot für die Welt – Projektbeispiel


Rosalía und ihre Betreuerin Yanet basteln gerne zusammen.

Die kubanische Gesellschaft öffnet sich für Inklusion

Menschen mit Behinderungen haben auf Kuba kaum Perspektiven. Der kubanische Kirchenrat hilft ihnen mit Unterstützung von Freiwilligen, mehr teilzuhaben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Lange Zeit lebten Menschen mit Behinderungen auf Kuba am Rande der Gesellschaft. Viele von ihnen wurden ausgegrenzt und vergessen. Dass sich das geändert hat, ist auch der Verdienst des Kubanischen Kirchenrats (CIC). Der Consejo de Iglesias de Cuba initiierte vor einigen Jahren die Behindertenpastorale in fünf der besonders armen Ostprovinzen Kubas. Aufgrund der dichten kirchlichen Strukturen erreicht das Programm auch Menschen in entlegenen Gegenden.

Ausbildung von Promotoren

Ein Schwerpunkt des Programms ist die Ausbildung von "Gemeindepromotoren", deren Anzahl zuletzt von 72 auf 125 erhöht werden konnte. Sie betreuen die Betroffenen, kümmern sich um ihre gesundheitliche Versorgung und fördern den Aufbau von Selbsthilfegruppen, in denen sie Schutz und Hilfe finden. Darüber hinaus steht auch die Integration von Suchtkranken und HIV-Infizierten im Vordergrund. Diese werden in der kubanischen Gesellschaft aufgrund von Unwissen und Vorbehalten stark ausgegrenzt. Das staatliche Gesundheitssystem deckt ihre Behandlung nicht ab, eine psychologische Betreuung gibt es nicht.

Speziell von CIC ausgebildete Helferinnen klären Suchtkranke darüber auf, dass Alkoholismus eine Krankheit ist und wie man sie behandelt. Sie sprechen auch über die psychischen Folgen und das Thema Gewalt mit ihnen. Eine weitere Randgruppe sind alleinstehende ältere Menschen. Die hohen Preissteigerungen der letzten Monate, ausgelöst durch die wirtschaftliche Öffnung Kubas, sind für viele ältere Menschen ein Problem. Mit ihrer kleinen Rente können sie sich einige Lebensmittel nicht mehr leisten und leben, zunehmend verarmt, am Rande der Gesellschaft. Insgesamt können dank CIC 1.440 Familien sozialer Randgruppen betreut werden.

Rosalía leidet an der schweren Muskelerkrankung Polymyositis

Unterstützung für RosalÍa

Auch Rosalía und ihre Familie haben bereits davon profitiert. Das inzwischen 10-jährige Mädchen leidet an der schweren Muskelerkrankung Polymyositis. Rosalía kann nicht laufen und ist auf ständige Hilfe angewiesen.

Inzwischen nimmt sie regelmäßig an den von der Gemeinde in Palma Soriano organisierten Aktivitäten teil. Die Handarbeitskurse und Bastelarbeiten machen ihr besonders Spaß. Während sie früher alleine zu Hause saß, hat sie heute neue Freundinnen gefunden und ein besseres Selbstbewusstsein entwickelt.

So dienen die Kirchen als Zentren für Inklusion und Rehabilitation – ein Hoffnungsschimmer für ausgegrenzte Menschen im Osten Kubas.

Sie können Ihre Spende in allen Weihnachtsgottesdiensten in die Kollekte geben oder direkt überweisen auf das Spendenkonto

Brot für die Welt
IBAN: DE101006 10060 500500500
Bank für Kirche und Diakonie

Fotos: Brot für die Welt