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22.11.2017

2. Frühstück in der "offenen Kirche"
Streifzug durch die Gemeinde

von Kerstin Littschwager

Sie alle kennen die Rückseite unseres Gemeindebriefs "Der Schlüssel". Hier findet einiges von dem Erwähnung, was unsere lebendige Gemeinde zu bieten hat. Ich habe die Gruppen besucht und möchte sie in den nächsten Ausgaben kurz vorstellen. Heute stellt sich die Gruppe "offene Kirche – 2. Frühstück" vor.

Auch bei der 35-Jahrfeier der Kulturarbeit war das Team der "offenen Kirche" im Einsatz. Hier Ingrid Roschat. Foto: mediaray

Heute habe ich nur mit "dem Samstags-Team" gesprochen.

Die ehemalige Filialleiterin einer Hilbig-Bäckerei in Lankwitz Ingrid Roschat und die ehemalige Hauswirtschaftsleiterin Barbara Brose können hier bei der Führung des "2. Frühstück" noch mal ihr gelerntes Wissen einsetzen.

Die offiziellen Öffnungszeiten sind an beiden Tagen 10-13 Uhr, aber damit ist es ja nicht getan. Die Vorbereitungen beginnen schon Tage vorher mit dem Kühlschrank-Check und dem nötigen Einkauf von frischen Lebensmitteln. Am Samstag selbst stehen sie bereits ab 7 Uhr in der Winterkirche und bereiten saubere Tischdecken, Brötchenkörbe (helle und Körner-Brötchen), Blumendekoration, Gedecke und ca. 6 l Kaffee vor. Es werden Eier gekocht, Aufschnitt drapiert, Obst und Gemüse geschnippelt. Verschiedene Marmelade-Sorten dürfen auch nicht fehlen. Das Highlight für alle ist der selbstgebackene Kuchen. Hinterher wird natürlich auch wieder "klar Schiff" gemacht, damit die Kulturgruppe ihre Angebote vorbereiten kann.

Interessierte, die das hören, sind meistens abgeschreckt, wenn sie hören, dass hier fast ein ganzer Arbeitstag freiwillig geleistet wird.

Frau Brose steht seit 2011 und Frau Roschat steht bereits seit 2008 voller Elan hinterm Tresen. Beiden Damen ging es ähnlich: "nach dem Arbeitsleben wollte ich weiterhin was machen" und "nach dem Tod meines Mannes wollte ich wieder unter Leute."

"Wenn Not am Mann ist", helfen sie auch gerne bei anderen Veranstaltungen wie eben der Eröffnung der Luther-Ausstellung oder der Feierlichkeit zu "35 Jahre Kultur in der Petruskirche". Hier wurde auch lobend erwähnt, dass es das "offene Frühstück" seit gleicher Zeit gibt – natürlich nicht ohne die Hilfe von Ehrenamtlichen.

Über ¾ der ca. 20 Gäste sind Stamm-Frühstücker. Sie kommen schon so lange, dass sie gar nicht mehr genau wissen, was der Grund für den ersten Besuch war. Mal war es eine Nachbarin oder eine Bekannte vom Turnen, die auf das Angebot aufmerksam gemacht hat und dann ist man einfach dabei geblieben. Es ist die Mundpropaganda, die dieses Angebot auch über die Grenzen von Lichterfelde Ost bekannt macht. Selbst nach dem Wegzug nach Rudow oder Tempelhof oder in die Nachbar-Gemeinde, trifft man sich jeden Mittwoch und Samstag an liebevoll gedeckten Tischen, um sich mit anderen Lichterfeldern auszutauschen. Eine Gruppe aus Spandau trifft sich monatlich zum Frühstück in der Kirche. Es sind die netten Kontakte und das Lachen in Gemeinschaft, was ein Stück gegen die Einsamkeit hilft. Und wo erhält man sonst für 3€ die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Frisch gestärkt dreht man dann gerne noch eine Runde über den Wochenmarkt.

"Die sollen schön so weitermachen!", heißt es von den Besuchern – besser kann man kaum ausdrücken und anerkennen, was die Damen leisten. Herzlichen Dank für dieses ehrenamtliche Engagement.

Kerstin Littschwager

"Offene Kirche – 2. Frühstück"; Mi und Sa 10-13 Uhr mit Ingrid Roschat, Barbara Brose, Ingrid König und Marion Lindenberg