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20.10.2017

"Willkommen, willkommen, ich öffne dir die Tür..." – Musical-Projekt Zachäus
Kirche mit Kindern

von Ulrike Labuhn

Illustration: Adonia Verlag

"Singst du gerne?" "Nöö, keine Lust." "Dann hast du sicherlich Lust zu tanzen?" "Nöö, keine Lust." "Rappen…?" "Keinen Bock." "Du kannst auch gerne mithelfen beim Bühne gestalten!" "Nöö, will ich auch nicht." "Äh…. aber wir machen hier ein Musical, warum bist Du denn dann hergekommen?" "Meine Mutter hat mich hergeschickt…"

So ungefähr der Wortlaut eines Jungen beim ersten Musical-Treffen. Kriegen wir den mit ins Boot? Oder das schüchterne Mädchen, das kein Wort spricht und sich nur an der Hand der Freundin durch den Raum bewegt? Und dann die Kinder, die nun wirklich nicht singen können…. Oh je, klappt das alles? Wird da am Ende der Woche ein Musical draus?

Ja, am Ende der Woche ist tatsächlich ein Musical draus geworden. Und was für eins! Der Null-Bock-Junge fand eine tolle Rolle, die ihn begeisterte, das schüchterne Mädchen bewegte sich von Tag zu Tag sicherer in der Gruppe und gesungen haben alle – manche sogar ganz alleine und so schön, dass man eine Gänsehaut bekam.

18 Kinder waren dabei und so verwandelte sich das Gemeindehaus am Ostpreußendamm vom 6. bis 9. Juni in ein kleines Theater. In jedem Raum wurde gesungen, eine Rolle geprobt, gebastelt, gerappt. Die Stimmung war toll und alle waren begeistert dabei, auch wenn es für die Erwachsenen und die Kinder manchmal recht anstrengend war. Sogar die beiden Jüngsten, unsere Kita-Kinder, hielten gut durch und lernten ihre Rollen und die Lieder unglaublich schnell.

Ein schöner Ruhepunkt war das gemeinsame Mittagessen, das Kerstin Littschwager mit ihren drei Küchenhelferinnen jeden Tag auf den Tisch zauberte. Besondere Highlights waren auch das Bühnenbild und die wunderbaren Kostüme, die Susanne Rybacki und Jacqueline Berg-Harter in stundenlanger Arbeit genäht hatten. 16 Ehrenamtliche waren an dem Projekt beteiligt – Menschen aus verschiedensten Gruppen der Gemeinde von Jung bis Alt, ohne die es gar nicht hätte funktionieren können. Vor allem nicht ohne Susanne Rybacki, die ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt gelegt, unermüdlich gearbeitet und uns alle mitgerissen hat.

Das Ergebnis konnte sich dann auch sehen lassen: Die Aufführung fand im vollgefüllten Saal im Ostpreußendamm statt und die Kinder sangen und spielten ihre Rollen ganz wunderbar berührend. Aber wie das so ist bei solchen Projekten: Wirklich beschreiben kann man es nicht, man muss es einfach erlebt haben. Eines ist jedoch ganz sicher: das war unser erstes Musical – und es wird nicht das Letzte sein!

Ulrike Labuhn