ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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16.1.2019

Das Altberliner Schmalzstullentheater: "Die verschollene Kirchenchronik"
eine Theaterkritik

von Kerstin Littschwager

Foto: Stefan Liebisch

Unsere Gemeinde deckt eine breite Kulturlandschaft ab. Hierzu gehört auch das "Altberliner Schmalzstullentheater". Es ist längst keine kleine lokale Laienspielveranstaltung mehr. Das Publikum strömt nun dafür aus verschiedenen Stadtteilen zu uns nach Lichterfelde. Keiner wurde enttäuscht. Es wurde das bestens einstudierte Boulevard-Stück "Die verschollene Kirchenchronik" gegeben.

In diesem Stück möchte der Pfarrer sein Gemeindehaus behalten, die Bürgermeisterin möchte wiedergewählt werden und ein Fremder sucht seine Vorfahren.

Nach zwei Stunden voller amüsanter Irrungen, Wirrungen und politischer Halbwahrheiten mit viel Wortwitz lernen wir: Da kannste noch so weit wegziehen, am Ende kommste doch immer wieder nach Hause, weil hier das Chaos ein kleines bisschen schöner ist als z.B. in Amerika.

Als Ersatz für die krankheitsbedingt ausgefallene Heidemarie Bramböck durfte Heidrun Fehrmann als neue Darstellerin begrüßt werden. Ihr schauspielerisches Talent fügte sich gut neben Gerd Heinrich (als Pfarrer), Gabriele Prondzinski (als alles verfeinernde Haushälterin), Wolfgang Bramböck (deren unterdrückter Gatte), Evelyn Kählitz (als vielgestresste Bürgermeisterin, die alles, was nicht "höchste Priorität hat" "papperlapapp" findet) und den Regisseur Detlef Lutze (dieses Mal mit amerikanischem Akzent).

Den vielen stillen Helfern hinter den Kulissen gebührt natürlich auch großer Dank und Anerkennung für die monatelange Vorbereitung, die diese vier Aufführungen zu gelungenen Abendveranstaltungen erstrahlen ließen.