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18.3.2019

Der ehemalige Nähtreff im Gemeindezentrum und die Handarbeitsgruppe in der Petruskirche
Streifzug durch die Gemeinde

von Kerstin Littschwager

Sie alle kennen die Rückseite unseres Gemeindebriefs "Der Schlüssel". Hier findet einiges von dem Erwähnung, was unsere lebendige Gemeinde zu bieten hat. Ich habe die Gruppen besucht und möchte sie in den nächsten Ausgaben kurz vorstellen.

Heute stellen sich der ehemalige Nähtreff im Gemeindezentrum und die Handarbeitsgruppe in der Petruskirche vor.

Ehemaliger Nähtreff im Gemeindezentrum

"Ja, die Gruppe läuft noch unter 'Nähtreff', aber …", so werde ich lachend begrüßt.

Seit über 40 Jahren treffen sich 8 bis 10 Frauen - man darf wohl ältere Damen sagen - aus dem Kiez zu einer fröhlichen Runde. Man kennt sich über die Schule der Kinder, aus der eigenen Schulzeit oder dem Sportverein. Ein Platz wurde sogar „vererbt“, einen anderen Zugang gibt es mittlerweile nicht mehr zu dieser festen Gruppe.

Es gibt keine Leitung, deshalb erzählen mir alle auf einmal: Im Zuge der Familienbildung wurde mit Frau Lüdkemeyer eine Schneiderin bestellt und bezahlt. Später entstand daraus eine selbstständige Gruppe: Ikebana, Sticken, Nähen, Hosen abstecken und Stricken stand auf dem Programm. Einige Damen haben Handarbeit noch in der Schule oder von der Mutter gelernt.

"Früher haben wir auch noch ordentlich gehandarbeitet. Inzwischen wollen die Augen und die Hände nicht mehr so, wie sie sollen". Deshalb wird sich seit ca. 2 Jahren zum Reden, Kuchenessen und sehr viel Lachen getroffen. Für alle Beteiligten ist es zum "heiligen Donnerstag" geworden, dem alle anderen Termine nachstehen.

Es gibt eine kleine Spardose, aus der Nebenbei-Veranstaltungen wie Ausflüge, ein Dezember-Frühstück, Busreisen, Schiffstouren und runde Geburtstage – mal mit und mal ohne Partner – bestritten werden.

Schön, dass eine solche Verbundenheit aus den Gruppen entstehen kann!

Haben Sie Lust auf richtiges Handarbeiten, gehen Sie zum Handarbeitskreis

Gestartet wird mittwochs nach dem "2. Frühstück" in der "Petrus-Winterkirche" bei einer gemütlichen Tasse Kaffee, danach "fliegen die Nadeln" über die Wolle.

Ingeburg Werner ist seit 1996 im Kreis dabei. Nach dem Tod von Frau Ramm hat sie die Leitung übernommen. Ihre sieben Mitstreiterinnen haben, genau wie sie, das Stricken, Häkeln und Sticken noch in der Schule gelernt.

Fünfmal im Jahr findet an einem Samstag nach der Kurzandacht der kreiseigene Basar statt. Hier werden selbstgestrickte Handschuhe, Mützen, Schals, Kinderpullis, Stirnbänder, Hausschuhe in verschiedenen Größen, Stulpen, Socken in den Größen 14/15 (ab 2,50 €) bis 46/47 (ab 9,50 €) in bunten Farben angeboten. Außerdem gibt es selbstgehäkelte Topflappen, Kindersommerhüte, Ansteckbroschen und bestickte Grußkarten.

Die Gruppe sieht sich als aktiven Teil der Gemeinde, denn mit dem Verkauf von ca. 75 Paar Socken im Jahr erwirtschaften sie ca. 1300 € für die Gemeindearbeit.

Einige Kleidungsstücke werden auf Vorrat gestrickt und in der Sakristei gelagert, andere, wie zum Beispiel Stulpen und Westen, auch auf Wunsch. Die reine Handarbeitszeit für ein Paar Socken beträgt ungefähr 12 Stunden. Um den Überblick zu behalten wird ein Kassenbuch geführt.

Haben Sie auch noch ein paar Nadeln seit Jahren unbenutzt im Schrank liegen, gehen Sie mittwochs in die Petruskirche und treffen sich mit Gleichgesinnten. Sollten Sie übriggebliebene Wollknäuel zu Hause haben, geben Sie diese gern dort ab, denn: Garn- und Wollspenden werden gerne angenommen!

Kerstin Littschwager

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