Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.11.2019

Radreise 50 Plus Wörlitzer Winkel
Ein Rückblick

Die Anreise erfolgte mit dem eigenen Auto und dem Rad. Um 15.30 Uhr begann die Tour, um in den Wörlitzer Park, den als Kulturerbe eingestuften Park Gartenreich Dessau-Wörlitz, zu radeln. Ein perfekt nachempfundener englischer Park mit kleinen Kulturdenkmälern und landschaftlichen Höhepunkten. Die anderen fuhren eine Strecke über Vockerode, durch das Biosphärenreservat. Hier im Biosphärenreservat leben viele seltene und außergewöhnliche Tier- und Pflanzenarten z. B. der Biber. Wir hatten nicht das Glück, einen zu sehen.

Stadtansicht von Coswig mit Radlern – Foto: privat

Der zweite Tag startete mit der Fahrt nach Dessau, der Stadt des Bauhauses und der Kunst. Eine Führung war für 12 Uhr bestellt. Ein wunderschöner Radweg verlief immer an der Elbe entlang. Durch die Führung lernten wir viele Details über die Bauhauszeit. Der Rundgang durch das Bauhausgebäude führte uns durch historische Räume des 1926 entstandenen Schulgebäudes. Wir kamen in die Aula/ Bühne, in das ehemalige Direktorenzimmer von Gropius und in das Marianne Brandt Zimmer, ein historisch erhaltenes früheres Studentenzimmer. Danach radelten wir zum Technikmuseum "Hugo Junkers" im Dessau-Roßlauer Stadtteil Kleinkühnau. Im Museum werden alle Themen und Gegenstände dargestellt, die für Junkers' Forschungen maßgeblich waren. Dies sind die Gasgeräteentwicklung sowie der Motoren-, Flugzeug- und Stahlbau. In einer lichtdurchfluteten, sehr warmen und schlecht gelüfteten Halle wurden uns viele Sachen des Erfinders und Ingenieurs Junkers erklärt und gezeigt. Das Kalorimeter ist z. B. ein Messgerät zur Bestimmung der Wärmemenge. Zur damaligen Zeit sensationell.

3. Tag Wittenberg. Die Elbfähre Coswig-Anhalt setzte uns ans andere Ufer der Elbe. Den großen Strom immer wieder im Blick, ging es durch kleine Straßen an Gärten und Häusern vorbei bis zur Flämingkirche in Apollensdorf, die zwischen 1200 und 1230 sorgsam aus geschichteten Feldsteinen gebaut wurde. Der nächste Halt war die historische Wassermühle Griebo. Weiter ging es, bis wir wieder den Blick auf die Elbe hatten. Wir kamen an den Elbauen und dem Agro Chemie Park Piesteritz, einem Stickstoffwerk vorbei, bis wir vor 12 Uhr den größten Turm Europas, den Schlosskirchenturm zu Wittenberg, erreichten. In der Lutherstadt, dem Ort der Reformation, finden sich nicht nur Originalschauplätze, sondern eine faszinierende Fülle an herausragenden geschichtsträchtigen Gebäuden, Kirchen und Museen wieder. Die Schlosskirche, der Ort des Thesenanschlags, mit den Gräbern von Luther und Melanchthon, die prachtvollen Cranachhäuser am Marktplatz, Luthers Predigtkirche St. Marien und die einstigen Wohnhäuser von Philipp Melanchton und Martin Luther. Letzteres beherbergt heute das größte reformationsgeschichtliche Museum. Um 16 Uhr radelten wir zurück zum Hotel. Nach dem Abendessen blieben wir noch lange zusammen und sprachen immer wieder über die gelungene und sehr gut vorbereitete Radtour im Wörlitzer Winkel. Am Sonntag, bei sommerlichen Temperaturen, verabschiedeten wir uns herzlich mit den Wünschen einer guten Heimreise. Was kann schöner sein, als eine Radreise 50 plus? Wir danken, dass wir alle zusammen starten durften und gemeinsam dieses wunderbare Erlebnis durch liebevolle Achtsamkeit und Anerkennung gemeistert haben. Besonders danken wir Angelika und Karin für ihre tolle Organisation, Geduld und Freude, die sie jeden Morgen ausstrahlten.

Monika Rödel

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