Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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13.11.2019

Vorstellungen

Pfarrer Roland Wicher

Liebe Gemeinde,
viele Vorstellungen haben Sie in den vergangenen Monaten erlebt, in Gottesdiensten, im Gemeindebrief und in Gemeindeveranstaltungen. Sie stehen für viele Veränderungen, die anstanden und anstehen. Ich habe mich Ende des vergangenen Jahres schon einmal vorgestellt – unter anderen Vorzeichen, als Vertreter für die freien Pfarrstellen. Inzwischen wurde ich auf die zweite freie Pfarrstelle in Petrus – Giesensdorf gewählt, und dafür danke ich allen, die mich hier bestärkt und unterstützt haben. Dass es so viel Zuspruch gab, hilft mir in den Anfangsgründen.

Bewahren und erneuern – das steht an. Dafür gibt es in meinen Augen ein gutes Team, mit Michael Busch, der genaue Gemeindekenntnis und viel Erfahrung einbringt, Björn Sellin Reschke und mir, mit neuen Mitarbeiterinnen in der Arbeit mit Familien und Kindern und in der Flüchtlingsarbeit, die Energie und Ideen mitbringen, und mit einem motivierten, fähigen Team von Mitarbeiterinnen in den unterschiedlichsten Bereichen. Es wird gut vorwärtsgehen.

"Kerngeschäft" sind Gottesdienst und Lebensbegleitung der Gemeinde von den Jüngsten bis zu den Ältesten, Impulse für den Glauben, Seelsorge und soziale Arbeit. Für mich wird das Hauptaugenmerk auf der Kultur liegen. Die Begleitung der Konzerte und Ausstellungen, die Frage nach der Zukunft dieser Arbeit, nach Bewahrung und Erneuerung in beiden Bereichen, Zusammenarbeit mit Kulturgruppe und Kunstbeirat, und nicht zuletzt mit Frau Kürschner, die vieles trägt und koordiniert, werden in den ersten Monaten viel Raum einnehmen. Wenige Gemeinden haben eine so lange währende, so bewährte und erfolgreiche Kulturarbeit, auf die sie zurückblicken können. Auch die regelmäßige offene Kirche ist etwas Besonderes. Mit großen Respekt sehe ich, was hier geleistet wird – und frage danach, was gebraucht wird. Was wünschen sich die, die hier arbeiten. Und wohin sollte die Reise gehen? Wie entwickeln wir das Profil der Kulturarbeit in Petrus weiter?

Kunst, Kultur, und die sie begleitende Geselligkeit, die soziale Dimension von Musik und Malerei, Bildhauerei, Grafik – sie sind nichts Nebensächliches, sondern wesentliche Formen der Gestaltung unseres Miteinanders. Lebensfragen und Ausdruck von Freiheit – beides hat Raum in der Kunst.

Das spürbar zu machen, die spirituelle Dimension mit im Blick zu haben und hier immer mal Experimente zu wagen und Höhepunkte zu setzen, ist mir wichtig.

Ich freue mich, Ihnen allen in vielfältigen Zusammenhängen zu begegnen. Lassen Sie uns daran arbeiten, ein Segen für Lichterfelde und darüber hinaus zu sein – mit Gottes Hilfe.

Ihr Roland Wicher

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Flüchtlingsbeauftragte Vanessa Stein

Liebe Gemeinde,
seit dem 1. August arbeite ich in der Gemeinde Petrus-Giesensdorf, als Flüchtlingsbeauftragte.

Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in der Thermometersiedlung.

Als Polizeischülerin, bin ich später auf dem Abschnitt 46 in der Gallwitzallee eingesetzt worden und kenne somit auch die problematischen Seiten, die dieser Bezirk mit sich bringt.

Nach beruflichen Stationen, wie dem Landeskriminalamt und durch stetige Fort- und Weiterbildungen u.a. Multiplikatoren-Ausbildung im Bereich der Sucht- und Gewalt Prävention von Kindern und Jugendlichen (in Kooperation des LKA München und keine Macht den Drogen), auf dem Bereich der Erlebnispädagogik, sowie Schulungen der Kommunikation, Trauma- und Stressbewältigung etc., wechselte ich 2007 gänzlich den Pfad des Berufsweges und absolvierte am Sozialpädagogischen Institut mein Fachschulstudium.

Nach der gemeinsamen Taufe unseres Sohnes und mir, im Jahre 2011, folgte im Jahr 2014 dann die Taufe unseres zweiten Sohnes und die Trauung von meinem Mann und mir in der Dorfkirche. Zu meiner Familie gehören ebenbürtig unsere zwei Hunde und Kater.

Die Landschafts- aber auch Portraitfotografie gehören neben dem Zeichnen zu meiner Leidenschaft.

Mit Dienstbeginn als Flüchtlingsbeauftragte wird die Gemeinde Petrus-Giesensdorf in eine enge Kooperation mit dem Bus Stop e.V. und der Flüchtlingsunterkunft am Ostpreußendamm 108 gehen.

So gilt es Ehrenamtliche zu koordinieren, sich mit der aktuellen kommunalen politischen Situation auseinander zu setzen, eine effektive und nachhaltige Kommunikationsstruktur zu schaffen, sowie bedarfsorientierte Angebote, die der Integration in unsere Gesellschaft dienlich sind, zu entwickeln und zu verwirklichen.

Sehr wohl sind mir, im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingspolitik, die Ängste, Vorurteile, Verunsicherungen nicht verborgen geblieben (auch ich trage sie, gerade als Mutter, zum Teil in mir).

Im Zeitalter der medialen Verbreitung von Nachrichten, sind viele Themen dabei, die durchaus Anlass zu Beunruhigung bieten.

Mit Engagement, Einfühlungs- aber auch Durchsetzungsvermögen, werde ich für die Gemeinde in den nächsten 2 Jahren einen integrativen Grundstein legen können, auf dem sich weitere Dinge aufbauen lassen.

Ich freue mich auf diese Herausforderung und danke der Gemeinde für das Vertrauen in meine Fähigkeiten und die Chance, die sie mir geben.

Haben Sie Ängste, Sorgen, oder haben Sie Ideen und wollen einen Beitrag zur Integration von Geflüchteten beitragen? Sprechen Sie mich an, schreiben Sie mir: Telefon: 755 19 726, E-Mail: E-Mail (Mo: 9-14 Uhr, Do: 12-17 Uhr)

Integration bedeutet auch, eher sich zusammen zu setzen und miteinander zu sprechen, als schweigend getrennte Wege zu gehen und übereinander zu reden.

In diesem Sinne freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit.

Vanessa Stein

Foto: Privat

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