ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Juni 2016

21.1.2019

Von der Holzkirche bis nach Griechenland: 90 PCs und etliche Laptops an griechische Schulen ausgeliefert.
Neues aus der Holzkirche

von Constantin T. Huth

Mit den "guten" PCs kann es jetzt losgehen! – Foto: Constantin Huth

Von unserem 2014 gestarteten Projekt zur Unterstützung griechischer Schulen habe ich hier im Schlüssel bereits zweimal berichtet. Angefangen von unserer Kooperation mit dem Opferdorf DRAKIA, wo die ersten 10 PCs an die Dorfschule gingen, kamen mehr und mehr Anfragen, denen wir bisher allen nachkommen konnten.

In diesen Osterferien habe ich PCs an zwei Schulen ausgeliefert und einige der von uns belieferten Schulen in der Region Magnesia/ Pilion aufgesucht und die mittlerweile in Funktion stehenden PCs besichtigen können. Leider konnte ich noch nicht alle Schulen betreten, da meine Spontanbesuche zufällig auf die letzten Schultage vor den griechischen Osterferien fielen. Im Sommer werde ich aber wiederkommen und dann geht's weiter.

Nunmehr haben also 14 Schulen und ein Krankenhaus unsere Spenden erhalten. Ich konnte mich vergewissern, dass wirklich ein Bedarf gedeckt wurde, der von staatlicher Seite niemals bedient werden könnte, wo doch teilweise sogar Bastelmaterial nicht finanziert wird. Viele Lehrer, gerade auch die Computerfachleute, sind hochengagiert und versuchen dem Fortschritt nur wenig hinterherzurennen, doch meist vergeblich. Das Arbeiten mit Windows XP Software auf langsamen Rechnern sollte nun allerdings ein Ende haben.

Zitat eines Lehrers: "Wir waren doch sehr überrascht, wie gut die PCs sind, das hätten wir nicht erwartet". Anscheinend spricht hier eine Erfahrung, dass die Spenden oftmals nur in Menge, aber nicht in Qualität daherkommen.

Leider denken manche Spender auch hier vor Ort, sie tun noch Gutes mit ihrem aussortierten Ballast, der doch von den Bedürftigen immer mit Dank entgegengenommen werden sollte. Das ist nicht immer richtig. Auch vor der Holzkirche finden wir öfter einmal nächtliche "Spenden" in Form von alten Röhren TV oder alten Monitoren aus den Anfängen des Computerzeitalters, Stereoanlagen und andere Elektrogeräte ohne Funktion oder andere interessante Gaben. Das ist zwar die Ausnahme, aber ich erwähne dies hier doch einmal, nicht um die vielen gutwilligen Spender zu verprellen, sondern auch einmal die schwarzen Schafe zu benennen, die den Weg zur BSR zu weit finden, den wir dann aber trotzdem fahren müssen.

Natürlich sind wir weiterhin auf jegliche Form von Spenden angewiesen, doch unsere Überflussgesellschaft produziert leider auch viel zu viele unnütze, wenig haltbare Produkte, eben Masse statt Klasse. Denken Sie nur an das viele Plastikspielzeug und wer kauft schon gern gebrauchte Kuscheltiere aus China und Korea?

Darum sind wir auch als Filter (Wegwerfen oder Weitergeben) immer die richtige Anlaufstelle. Nur nachts sind wir nicht anwesend, sonst könnten wir sicherlich auch eine Antwort geben, ob die Spende Müll oder Gebrauchsgegenstand ist.

Im Jahr 2015 erhielten wir eine Zuwendung von über 100 PCs der Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen, die ihren Bürobestand umrüsteten, für unsere laufende Aktion war das natürlich ein riesiger Schub. Diese ruhigen, schnellen Rechner, sogar jeweils mit Software Lizenzen, hat unser Bundesfreiwilliger Denis mit einigem Aufwand einzeln gecheckt, um alles für den Versand nach Griechenland fertigzustellen. In unserem Fall wurden den formatierten "Windows 10"-fähigen Rechnern zuerst "Windows 7"-Software neu aufgespielt, bis sie dann als versandfertig galten. Der erste Transport sollte zwar zu Weihnachten in Griechenland ankommen, es wurde allerdings erst Januar, aber mittlerweile ist auch der zweite Transport angekommen und verteilt worden.

Eine Fotopräsentation ist bereits in Vorbereitung und kann bei uns in der Einrichtung nachgefragt werden.

Ich freue mich, diese europäische Hilfe initiiert zu haben, denn ich wünsche mir viel mehr direkte Initiativen und Hilfen, denn Sie kennen sicherlich das Motto des Holzkirche e.V.:

"Meckern kann jeder – tun muss man was"

In diesem Sinne

Ihr Constantin T. Huth

zum Seitenanfang

Lesen Sie zu diesem Thema auch: