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21.1.2019

Feste sind ein rhythmischer Bestandteil unseres Kita-Jahres
Neues aus der Kita Lindenhof

von Ursel Hentschel

Mit viel Aufregung startete am Faschingsdienstag unser Kita-"Alltag". In der Garderobe wurde es enger als normal. Eltern suchten in Tüten und Taschen die letzten wichtigen Utensilien zum Faschingskos-tüm der Kinder zusammen und malten noch wichtige Merkmale der Verkleidung in die Gesichter. Mit Staunen und Bestaunt-werden betraten Kinder und Eltern die Räume. Der Essensbeitrag für das Buffet wurde abgegeben und so füllte sich nach und nach das dafür vorbereitete Sideboard. Nach dem Verabschieden von den Eltern begann das Kita-Faschingsfest. Ein närrisches Verkleidungsfest mit viel Vergnügen und Zeit für verrückte Späße und Lieder.

Feste vorbereiten, Feste feiern ist eine wichtige Säule in unserer pädagogischen Jahresplanung. Nur hat sich im Verlauf der kulturellen Entwicklung altes Brauchtum, oft über Jahrhunderte in Tradition verankert, mit heutigen kommerziellen Interessen verbunden. So haben wir uns in einer kitazentrierten Fortbildung die Frage gestellt: Welche Feste sind uns wichtig? Welche sind uns wichtig vor unserem christlichen Hintergrund und können für das Gemeinschaftsleben der Kinder wichtig sein?

Wir haben uns entschieden, dass unser Sommerfest als Abschluss des Kita-Jahres und das St.-Martin-Fest als christliches Fest (Symbol für das Teilen mit Anderen, ob Essen oder Zeit) zwei Feste sind, die wir mit Kindern und Eltern gemeinsam feiern wollen.

Daneben gibt es Feste, die wir nur mit den Kindern feiern, z.B. das Faschingsfest und, in der Vorbereitung auf das eigentliche Fest, das Osterfest. Die Festtage selbst, wie beim Oster- als auch beim Weihnachtsfest, finden in der Familie statt.

Es gibt aber auch Feste, die wir bewusst nicht in der Kita feiern oder vorbereiten, weil es für uns ein Familienfest ist, z.B. der "Muttertag". Hier soll die Familie entscheiden, welches Brauchtum sie leben möchte.

Feste gehören zum Brauchtum unserer Kulturgeschichte. Sie sind ein Rhythmus des Lebens. Die regelmäßige Wiederkehr der Jahreszeiten, der Rhythmus von Tag und Nacht sind Sinnbild für menschliches Wachsen, Sterben und Neubeginn. Die damit verbundenen Feste vermitteln uns ein Gefühl von Getragen- und Gehaltensein. Bräuche sind gemeinschaftsbezogen. Für Kinder sind Feste, die sie in Familie, Kita und Schule erleben, indem sie mit den Erwachsenen gemeinsam das Fest gestalten, vorbereiten und feiern, prägende Erinnerungen an ihre Kindheit (und zu wünschen als positive Erinnerungen).

Kinder sollen erfahren: Auf die Feste ist Verlass. Sie wiederholen sich jedes Jahr mit den Jahreszeiten. Ein bestimmtes Fest, wie z.B. Nikolaus, geschieht nur einmal im Jahr, aber es kehrt wieder. Das Kind kann sich erinnern, zurückblicken und schon vorausschauen: Was machen wir diesmal? Feste erwarten uns wie alte Freunde. Das gibt Kindern Sicherheit.

In unserer Kita wirft das nächste Fest schon seine Schatten voraus: das Osterfest. Das wichtigste Fest der Christen: der Tod und die Auferstehung Jesus. In der Vermittlung der Osterbotschaft hat das Symbol des Ei seinen Platz gefunden: Alles Leben wandelt sich.

Ursel Hentschel

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