Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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23.9.2019

Burkina Faso: Kostbares Nass
Brot für die Welt – Projektbeispiel

Wasser ist in vielen Dörfern des Landes ein rares Gut: Bislang konnten viele Kleinbauern-Familien nur einmal im Jahr nach der Regenzeit Hirse oder Mais ernten. Brunnen und Rückhaltebecken ermöglichen jetzt den Anbau von Gemüse auch in der Trockenperiode.

Die Bäuerin Bibata Kindo weiß, wie wichtig ausreichend Wasser für die Landwirtschaft ist: "Mit Setzlingen ist es wie mit Kindern. Wenn sie ganz klein sind, brauchen sie am meisten Zuwendung." Deswegen ist die 27-Jährige schon morgens um 5 Uhr mit zwei Gießkannen auf dem Feld, um die jungen Pflanzen mit dem lebensnotwendigen Nass zu versorgen.

Die junge Frau kennt auch andere Zeiten – als es an Wasser mangelte und von Vielfalt auf dem Acker keine Rede sein konnte. Doch die Dürre ist erst einmal vorbei.

Die Bäuerin erklärt: "Zwiebeln, Kartoffeln, Mais, dazu Tomaten und anderes Gemüse: Seitdem wir Wasser haben, wächst hier alles." ARFA, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, trug zu dieser neuen Vielfalt auf dem Feld bei.

Mathieu Savadogo, der Direktor von ARFA, fasst es für sein Land so zusammen: "Ob es den Menschen hier gut geht oder schlecht, hängt vor allem vom Wasser ab." Burkina Faso liegt in der Sahelzone - sie ist bekannt für wiederkehrende und andauernde Dürren. Der meisten Menschen leben auf dem Land. Dort bauen sie vor allem Hirse und Mais an. Doch der Klimawandel macht den Bauern immer häufiger einen Strich durch die Rechnung.

Früher fiel in der Regenzeit genug Niederschlag - nun häufen sich Dürren. Für Mathieu Savadogo ist es wichtig, jetzt das Richtige zu tun: "Wir müssen den Regen besser nutzen. Und wir brauchen Brunnen, damit die Menschen auch in der Trockenzeit genügend Wasser für Haus und Hof zur Verfügung haben."

Stichwort Wasser

Rund 700 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Trinkwasser. Die Wasserknappheit trifft vor allem die Länder des Südens. In den Slums Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sind viele Arme vom städtischen Versorgungsnetz abgekoppelt.

Noch schlimmer ist die Situation in ländlichen Regionen: Das knappe Trinkwasser muss dort oft von weit entfernten Quellen geholt werden. Die Frauen, die meist für die Wasserversorgung zuständig sind, benötigen oft Stunden, um ihre Familien mit dem kostbaren Nass zu versorgen. Dort, wo die Bewohner keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, greifen sie notgedrungen auf verschmutztes Wasser zurück. Etwa acht Millionen Menschen sterben jährlich an Krankheiten, die durch verunreinigtes Trinkwasser ausgelöst wurden.

Brunnen, Tanks und Zisternen bauen

Genau das setzen Savadogo und sein Team von ARFA jetzt auf dem Land in Burkina Faso um: Sie unterstützen Bauernfamilien beim Bau von Brunnen und Regenwassertanks. So auch im Dorf Diamdiara. Der nächste Brunnen liegt weit entfernt, und wer den langen Weg auf sich nimmt, wird oft enttäuscht: Der Wasserspender ist oft kaputt oder ausgetrocknet.

Dank des Tatendrangs des Teams sitzen nun die Mädchen und Jungen, die die Grundschule besuchen, nicht mehr auf dem Trockenen. Das Gebäude verfügt nun über drei 20.000 Liter fassende Regenwasserspeicher. Die Kinder können sich jetzt das ganze Jahr über sauberes Wasser abfüllen.

Sie können Ihre Spende in allen Weihnachtsgottesdiensten in die Kollekte geben oder direkt überweisen auf das Spendenkonto

Brot für die Welt
(500 500 500, BLZ: 1006 1006)
IBAN: DE101006 10060 500500500
Bank für Kirche und Diakonie

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