ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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20.1.2019

Pfarrerin Susanne Peters-Streu hat eine neue Aufgabe im Kirchekreis in der Seniorenarbeit

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Bild: Reiner Kolodziej

Ihre pfarrdienstliche Arbeit hat Susanne Peters-Streu im benachbarten Lankwitz begonnen. Dort wirkte sie als junge Pfarrerin in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde bis 1998.

Von Lankwitz nach Lichterfelde war es ein kurzer Weg, die benachbarten Kirchengemeinden Petrus und Giesensdorf gehörten zu demselben Kirchenkreis Steglitz. 1998 lag zwei Jahre vor deren späterer Fusion. In den Gemeinden Petrus und Giesensdorf war damals jeweils nur eine Pfarrstelle besetzt. Es gab also zu wenig Pfarrdienst für so viele Gemeindeglieder. Deshalb sollte Susanne Peters-Streu als dritte Pfarrerin zur Unterstützung von Dr. Peter Neumann und Lutz Poetter hinzukommen. Die beiden Gemeindekirchenräte Petrus und Giesensdorf stimmten dieser Entscheidung zu.

Am 1. Advent, am 29. November 1998 wurde Susanne Peter-Streu in einem Gottesdienst durch den damaligen Superintendenten Friedrich Gülzow in ihr Amt als Giesensdorfer Pfarrerin eingeführt. Der Gottesdienst fand im Gemeindesaal des Gemeindehauses Ostpreußendamm statt. Susanne Peters-Streu hielt als gerade eingeführte Pfarrerin die Predigt zum 1. Advent über Jeremia 23, 5 – 8 (Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird…)

Neben dem Grunddienst einer Pfarrerin sorgte Susanne Peters-Streu insbesondere für die Kinder- und Familienarbeit in der Gemeinde und übernahm Aufgaben in der Geschäftsführung. Zusätzlich zum Gemeindedienst übernahm sie Leitungsaufgaben im Kirchenkreis als Älteste im Kreiskirchenrat und als Stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Steglitz. Ferner engagierte sie sich ganz besonders für die ökumenische Partnerschaftsarbeit in Steglitz.

Im Januar 2000 feierten wir dann die Fusion der beiden Einzelgemeinden zur neuen Doppelgemeinde Petrus-Giesensdorf. Pfarrer Peter Neumann ging in den Ruhestand, seine Pfarrstelle wurde nachfolgend mit Michael Busch besetzt, der als neuer Jugendpfarrer in die Gemeinde kam. Seit mehr als dreizehn Jahren bilden nun Michael Busch, Lutz Poetter und eben Susanne Peters-Streu das Pfarrerteam in unserer Gemeinde.

Die Arbeit mit Kindern und Familien hat sich dabei unter der Leitung von Susanne Peters-Streu kräftig entwickelt, so in den Kinder- und Familiengottesdiensten, in der gemeindlichen Kinderarbeit, in unseren beiden Kindertagesstätten, bei Familienfreizeiten und in der Familienbildung. Aber auch das gemeinsame Wachsen mit Konfirmanden lag ihr am Herzen. Sie leitete jedes Jahr eine Konfirmandengruppe und fuhr gerne mit auf Konferfahrt. Zusammen mit Lutz Poetter startete sie 2005 die erste Jugendreise, die nach Schweden zum Paddeln und Zelten führte. Weitere Reisen folgten.

Zu Beginn ihrer Pfarrtätigkeit in unserer Gemeinde wohnte Susanne Peters-Streu noch in Lankwitz. Als ihr Haus auf ihrem Grundstück am Pfarracker fertiggestellt war, zog sie mit ihrem Ehemann in die Gemeinde nach Lichterfelde Ost.

Im Kirchenkreis gab es eine mehrmonatige Vakanz in der Superintendentur: Friedrich Gülzow wurde in den Ruhestand verabschiedet, ein neuer Superintendent musste erst gefunden werden. In dieser Zwischenzeit war Susanne Peters-Streu amtierende Superintendentin des Kirchenkreises Steglitz und nahm diese Aufgabe mit 50 Prozent ihres Dienstumfangs wahr.

Der Pfarrdienst in der Kirchengemeinde und die Leitungsaufgaben im Kirchenkreis können in ihrer Summe zur Überlastung führen. Diese schmerzliche Erfahrung musste Susanne Peters-Streu leider auch machen. Sie brauchte mehrere Monate Erholungspause und eine Auszeit, um wieder zu neuem, alten Tatendrang zu kommen.

Nach dieser Pause spürte Susanne Peters-Streu den Wunsch, als Pfarrerin noch einmal eine neue berufliche Aufgabe zu erfüllen. Da ihr die Seelsorge sehr am Herzen lag, schärfte sie ihre Kompetenzen in diesem Aufgabengebiet durch eine kirchliche Zusatzausbildung, berufsbegleitend über einen längeren Zeitraum.

So bewarb sie sich dann auch folgerichtig für die neugeschaffene Funktionspfarrstelle im Kirchenkreis für die Seelsorge in den zahlreichen Seniorenheimen in Steglitz. Der Kreiskirchenrat hat sie mit dieser neuen Aufgabe ab dem 1. November 2015 betraut.

Der Gemeinde bleibt die Grundlage erfolgreicher Arbeit, auf die ein Nachfolger gut aufbauen kann. Dafür gilt es Susanne Peters-Streu Dank auszusprechen. Sie hat sich im Leitungsgremium und in der gemeindlichen Arbeit als engagierter, leidenschaftlicher, verlässlicher und vor allem herzlicher Mensch erwiesen. Ich persönlich habe die Arbeit an gemeinsamen Aufgaben mit Susanne Peters-Streu stets als wohltuend und angenehm empfunden.

Es ist kein Abschied. Es ist ein Wechsel in eine neue Aufgabe. Wir werden uns bestimmt nicht aus den Augen verlieren, ihr Wohnsitz bleibt in unserer Gemeinde und etliche Seniorenheime liegen ja tatsächlich auf unserem Gemeindegebiet und damit in ihrer neuen Zuständigkeit.

Für diese Aufgabe, auf die sich Susanne Peters-Streu gut vorbereitet hat, auf die sie sich mit dem lachenden Auge freut, wenn sie auch mit einem weinenden Auge auf die nun zurückliegende Gemeindearbeit blickt, wünschen wir, wünsche ich, ihr alles erdenklich Gute und Gottes Segen.

Detlef Lutze