ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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17.1.2019

Abschied

von Pfarrerin Susanne Peters-Streu

Liebe Menschen in der Gemeinde,
mit diesem Liedanfang möchte ich mich von Ihnen als Pfarrerin der Gemeinde verabschieden.

So manch eine/r ist in den vergangen Wochen auf mich zugekommen, mit dem Satz auf den Lippen: "Sie wollen uns verlassen?" und ich stand dann vor ihnen, erst schweigend und dann mit der Antwort: "Nein, verlassen möchte ich Sie nicht, aber ich möchte mich gern noch einmal einer neuen Aufgabe zuwenden in den acht Berufsjahren, die noch vor mir liegen".

Ich werde ab dem 1. November im Kirchenkreis Steglitz in einer neu eingerichteten Stelle in der Altenheimseelsorge tätig sein. Hier in der Gemeinde heißt es Abschied nehmen, Vertrautes und Gewohntes loslassen, "lebt wohl" sagen nach 17 Jahren. Viele Erinnerungen sind lebendig, und ich schaue mit Dank zurück auf die Jahre gemeinsamen Wanderns in der Gemeinde.

Am 1. Advent 1998 bin ich im Gottesdienst in die Pfarrstelle eingeführt worden. Die Fusion von Giesensdorf und Petrus stand schon vor der Tür, formal war die Einführung noch in die Gemeinde Giesensdorf, ich habe mich aber von Anfang an als Pfarrerin für die ganze große Gemeinde Petrus-Giesensdorf empfunden.

Manche Familiengottesdienste habe ich besonders in Erinnerung, z.B. einen, bei dem alle GKR-Mitglieder als Jünger/Jüngerin in schlichten einfachen Kostümen am Abendmahlstisch mit Jesus versammelt waren im Gemeindehaus in der Parallelstraße oder die Osterfamiliengottesdienste mit dem gemeinsamen Abendmahl im großen Kreis in der Petruskirche.


Taufgottesdienst im Juli 2014


Familiengottesdienst zum Erntedank 2008

Ich erinnere mich mit Dank an die Arbeit im Familiengottesdienstteam, im Kindergottesdienstteam und bei den Kinderbibelwochen. Wie viele kreative Ideen habt ihr zusammengetragen und haben wir dann gemeinsam umgesetzt an den verschiedenen Standorten in unserer Gemeinde. Vielen biblischen Personen und Erzählungen sind wir begegnet: Jakob und Esau, Josef, Ruth, dem Prophet Elia, Petrus, Samuel, Jesus und dem Heiligen Geist und Herr Malig-einmalig hat uns erzählt und erfahren lassen, wie wichtig jeder einzelne für Gott ist, und andere Themen mehr. Manche von denen, die bei den Kinderbibelwochen waren, sind nun schon lange konfirmiert, andere sind jetzt gerade im Konfirmandenunterricht.

Was soll ich sagen, es war schön mit euch vielen, im Konfirmandenunterricht, in den Kindertagesstätten, bei den Kindergottesdiensten und Familienfreizeiten, in der Bibelstunde und in Gottesdiensten. Das gemeinsame Suchen, Fragen und Entdecken wie das ist mit Gott und unserem Leben und dem Glauben, dies hat mich immer wieder berührt.

Es war für mich ein Geschenk, Menschen in Freude und Trauer begleiten zu können und so viel Anteilnehmen zu dürfen an Lebensgeschichten anderer.

Das Taizé-Treffen über den Jahreswechsel 2011/2012 gehört für mich zu den schönsten Erfahrungen in den letzten Jahren. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Eben Ezer und die große Gastfreundschaft in so vielen Haushalten in unserem Gemeindegebiet, das war eine tolle Erfahrung. Jeden Morgen zur Andacht einen vollen Gemeindesaal am Ostpreußendamm, Stille und Gebet, intensive Gespräche und Austausch über den Pilgerweg des Vertrauens empfand ich stärkend und so viel Bereitschaft mitzuwirken war großartig.

Herzliche Einladung

zur Verabschiedung von Pfarrerin Susanne Peters-Streu

Wir freuen uns mit ihr, dass Sie noch einmal eine neue berufliche Herausforderung annimmt und bedauern es gleichzeitig, sie als Gemeindepfarrerin zu verlieren!

Die Freude über Ihren Neubeginn soll aber überwiegen, und so wollen wir allen die Möglichkeit geben, sie am Sonntag, 1. November 2015 im 11.00 Uhr Gottesdienst in der Petruskirche mit Superintendent Thomas Seibt gemeinsam dankbar zu verabschieden!

Nach dem Gottesdienst wird Zeit für Gespräch und persönliche Verabschiedung bei einem kleinen Imbiss in der Winterkirche sein.

In der November-Ausgabe wird es einen ausführlichen Artikel als Rückblick zu ihrem Wirken in der Gemeinde geben.

Ich danke euch in der Gemeindeleitung, die ihr in vielen GKR-Sitzungen dafür Sorge tragt, dass in unserer Gemeinde so vielfältiges Leben sich entfalten kann und meinen beiden Pfarrkollegen, dass wir uns immer wieder auf den Weg gemacht haben danach zu suchen, was hier am Ort Gemeinde baut.

Seit der eigenen familiären Erfahrung mit meinem Vater im Jahr 2000 liegt mir persönlich die Altenheimseelsorge besonders am Herzen. Was ist wichtig für Menschen an ihrem letzten Lebenswohnort und in der letzten Lebensphase. Das völlige Angewiesensein auf andere, der Blick auf das, was im eigenen Leben war, verändert den Blick auf das Menschsein auf Sinn und Ziel. Ich freue mich auf die neue Aufgabe, in der viele Aspekte zusammentreffen, Gottesdienste, Gespräche, Kontakte zu Angehörigen, zu den Heimleitungen und Mitarbeitern/innen in den Altenpflegeheimeinrichtungen und Kontakt zu den Gemeinden im Kirchenkreis, deren Unterstützung in diesem Arbeitsbereich zu meinen neuen Aufgaben gehört.

Am 1. November um 11.00 werde ich im Gottesdienst in der Petruskirche verabschiedet und werde mich verabschieden und am 6. November um 18.00 Uhr in der Pauluskirche (Hindenburgdamm) im Gottesdienst zur Kreissynode werde ich in meine neue Aufgabe eingeführt.

Ich wünsche der Gemeinde Gottes reichen Segen!

"Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit."

In Verbundenheit

Pfarrerin Susanne Peters-Streu