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20.5.2019

Tag der offenen Tür am Ostpreußendamm 108
Ein Rückblick

von G.-H. Tarun


Bild: G.H. Tarun

Ende August nahm ich, wie auch Günter-Henning Tarun, GKR-Mitglied der Markus-Gemeinde, die Gelegenheit wahr, "unser neues Containerdorf" zu besichtigen. Seinen Bericht für den eigenen Gemeindebrief und insbesondere für alle, die nicht dabei sein konnten, darf ich hier in gekürzter Form wiedergeben.

Bernd Meyer

Am Sonntag, dem 30. August war es endlich soweit, dass die Containersiedlung für Flüchtlinge der Öffentlichkeit zugänglich war. Hier eine kurze Schilderung der Besichtigung:

Die Container selbst vermitteln meines Erachtens einen gut durchdachten Plan. Die Ausführung macht einen soliden Eindruck, wenngleich vor allem die Außenanlagen längst nicht fertig sind. So ist u. a. noch ein großer Spielplatz für die Kinder geplant.

Bilder: G.H. Tarun

Die Zimmer sind sämtlich mit Sonnenjalousien versehen und haben eine eigene Toilette sowie oft eine Pantry-Küche. Auch eine Gemeinschaftsküche ist vorhanden, in der zusammen gekocht werden kann. Es gibt Doppel- und Einzelzimmer.

Die Aufenthaltsräume vermitteln alle farblich und von der Einrichtung her ein einladendes und freundliches Ambiente.

Es gibt zwei "Häuser".

Im Haus 1 befindet sich unter anderem ein Ärztezimmer, in dem Untersuchungen und Behandlungen durch freiwillige Ärzte durchgeführt werden. Im Haus 2 sind auch rollstuhlgerechte Wohnräume eingerichtet.

Die Qualifikationen der Mitarbeiter sind, so die Aussage während der Führung, auf die speziellen Bedürfnisse der Bewohner ausgerichtet.

Neben traumatisierten Asylbewerbern werden auch Mütter mit Kindern und Behinderte hier untergebracht.

Nach und nach wird das Heim mit 300 Bewohnern belegt werden. Seit dem 31. August ziehen die Asylbewerber mit und ohne Familie hier ein.

Die gemeinnützige GmbH MILaa – "Miteinander leben aber anders" – leitet das Haus und arbeitet eng mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. zusammen. Hier geht es insbesondere um die Koordination der ehrenamtlichen Arbeit der Bürger und Bürgerinnen und den Netzwerken der Willkommenskultur sowie der Zusammenarbeit mit religiösen Gemeinschaften und der politischen Gemeinde.

Soweit mein Eindruck zu diesem Objekt, das nun mit Leben erfüllt wird.

Heißen wir alle, die unsere Hilfe benötigen, willkommen und helfen dort, wo es jeder von uns kann und möchte! Versuchen wir vor allem, aktive Integration in der Form zu versuchen, diese Menschen z. B. zu Festen oder Begegnungen der unterschiedlichsten Art mit einzubeziehen.

Geldspenden können hier auch gezielt und individuell eingesetzt werden. Internetnutzer sollten die Seite www.diakonieverein.de aufrufen, da sie dort unter anderem ihren Wunsch für ihr gespendetes Geld äußern und nachvollziehbar machen können, wofür es ausgegeben wird. Das ist vielleicht besser, als es einer "anonymeren" Organisation zu spenden. Sie können also durchaus stärker beeinflussen, wofür Ihre Spende Verwendung findet.

Sachspenden sollten ohne vorherige Absprache nicht vorbeigebracht werden, da es nur begrenzte Lagerkapazitäten gibt. Auch wenn das widersprüchlich scheint, gilt aber grundsätzlich: Alles was gut erhalten ist, wird auch entgegen genommen!

Machen wir uns täglich klar, dass es uns relativ gut geht in unserem Land.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

G.-H. Tarun

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