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16.1.2019

Alt-Berliner Schmalzstullentheater: "Frau Pahlke räumt auf"
Eine Theaterkritik

von Irmelind Göbel-Daum

Bild: Privat

Seit vielen Jahren wird die Lichterfelder Kulturszene durch das "Altberliner Schmalzstullentheater" bereichert. Die Lichterfelder Fan-Gemeinde freut sich jedes Jahr auf den Mai, wenn mit Wonne ein bestens einstudiertes Boulevard-Schmunzelstück im Gemeindehaus aufgeführt wird. Erwartungsfroh fanden sich auch in diesem Jahr zahlreiche Theaterbesucher an vier Abenden ein, um nicht nur deftige Schmalzstullen und perlende Getränke, sondern auch "Lügen und andere Wahrheiten" aufgetischt zu bekommen.

Ein ganz besonderer Reiz dieses Theaterspiels liegt darin, dass alle Laienschauspieler den Lichterfeldern gut bekannt sind und diese uns Zuschauern eine neue Seite ihres Lebens aufführen. Sie zeigen nicht nur ihr schauspielerisches Talent, sondern auch ihr Können und gestalterische Ideen beim Bau des Bühnenbildes und bei der Regieführung.

Die Rollenverteilung war in diesem Jahr besonders gut gelungen. Die Charaktere der handelnden Personen wurden von den "Schauspielern" in besonderen Maße gut getroffen, sprich die Rollen waren perfekt besetzt. Es war ein großes Vergnügen, die uns aus dem "richtigen Leben" vertrauten ehrlichen Zeitgenossen in den Fallstricken der Unwahrheiten zu erleben. Die Spielfreude und Amüsiertheit der Schauspieler übertrug sich zunehmend auf das Publikum, das nach der Pause aus dem Lachen nicht mehr herauskam.

Besonders Ernst Benrath (Detlef Lutze) der aus dem Ideenreichtum für geflunkerte Lebensentwürfe nur so übersprudelte und Frau Pahlke (Heidi Bramböck), die mit ganz besonders spitzem, gewitztem und hintersinnigem Wort-Spiel Dr. König (Wolfgang Bramböck) mit dem Staubwedel durch Gesicht und Ausrede fährt, hatten die Lacher auf ihrer Seite.

Uns Zuschauern haben die Lichterfelder Laienspieler einen rundum unbeschwerten und lustigen Abend präsentiert, für den wir uns sehr herzlich bedanken. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Wonnemonat!

P.S.: Weshalb ich hier an dieser Stelle schreibe liegt an Dr. König, der letztens auf dem Sommerfest unserer Schule mit der jungen attraktiven Souffleuse des Stückes aufkreuzte (wenn das Frau Pahlke wüsste...). Bild: Privat