ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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20.1.2019

Gibt es Wale im Wattenmeer?
Ein Rückblick auf die Sommerreise nach Dänemark

von Anna Gieschler (Jugendarbeiterin) und Alicia Nürnberger


Bild: privat

Gibt es Wale im Wattenmeer? – Eine Frage, welche uns auf unserer Reise, zu Beginn der Sommerferien auf die dänische Insel Rømø, ständig begleitete. Wir, Jugendliche aus der Gemeinde Petrus-Giesensdorf, machten uns gemeinsam mit einer Jugendgruppe aus Marienfelde auf, das Rätsel zu lösen.

Unsere Unterkunft konnte sich, ausgestattet mit Pool und Sauna, durchaus sehen lassen. Aber das war nebensächlich. Denn wie genau sollten wir nun vorgehen? Wie sollten wir die Wale finden? Ein Plan musste her...

Wir dachten, eine gute Partie Minigolf könnte uns dabei helfen, unsere Gedanken zu ordnen und uns die entscheidende Idee zu liefern. Und wirklich! Da war sie... Doch wollten wir die schwierige Mission erst am nächsten Tag starten und begaben uns zunächst zurück zu unserer Unterkunft.

Früh am nächsten Morgen schnappten wir uns unsere Fahrräder, um die Umgebung der Insel zu erkunden und uns einen genauen Überblick zu verschaffen. Dabei kamen wir der Antwort auf unsere Frage erstaunlich nah: Die örtliche Attraktion, ein Zaun aus Walknochen, ließ uns hoffen. Der Zaun allein war uns jedoch nicht genug. Wir wollten mehr und beschlossen, an einer Wattwanderung, geführt von örtlichen Experten teilzunehmen. Wir erfuhren viel über alles, was sich im, am und um das Wattenmeer befindet. Doch die Frage nach Walen konnte uns auch hier nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Aufgeben kam für uns jedoch nicht in Frage. Voller Tatendrang stiegen wir auf unsere Räder und fuhren auf die andere Seite der Insel. Unser Ziel: der breiteste Sandstrand Europas. Begeistert von der uns umgebenden Natur und dem Radeln im Sand, vergaßen wir für einen Moment fast, warum wir hierhergekommen waren.

Aber halt! Was war das? In der Ferne schimmerte und glitzerte es grau. Konnte es wirklich sein? Sollte dort in der Ferne die Antwort auf unsere Frage liegen? Leider war es zu weit entfernt um genau erkennen zu können, was es war. Wir beschlossen, am nächsten Tag mit der Fähre nach Sylt überzusetzen um näher an das Glitzern heranzukommen. Zufrieden beendeten wir den Tag mit einer Runde Schwedenschach.

Die Sonne war auch an diesem Tag unser Begleiter, als wir voller Tatendrang die Fähre betraten. Auf Sylt angekommen, teilten wir uns in kleine Gruppen auf um schneller das mysteriöse, glitzernde Grau vom letzten Tag finden zu können, denn die Zeit war knapp! Mit der Abenddämmerung mussten wir zurück sein. Als wir den Strand entlang liefen, entdeckten wir unser Glitzern wieder. Es stellte sich heraus, dass es sich lediglich um die Spiegelung der Sonne im Meer handelte. Wir hatten versagt. Was sollten wir nur tun? Doch da kam uns die rettende Idee!

Wir zückten unsere Handys und taten das einzig Richtige: Googlen! Internetrecherche. Und siehe da. Nach nicht einmal fünfminütigem Suchen hatten wir Grund zur Freude. Es gibt wirklich Wale im Wattenmeer. Schweinswale, um genau zu sein. Glücklich und zufrieden ließen wir den Abend mit einem großen Grillspektakel und ein, zwei Werwolfrunden ausklingen. Die Reise war ein voller Erfolg. Einen lebendigen Wal hatten wir zwar nicht gesehen, dennoch waren wir um einige Erfahrungen reicher, hatten neue Freundschaften geschlossen und wussten alle, dass wir im Stande sind, ein leckeres Menü für 18 Leute zu kochen.

Wenn ihr Lust habt, uns nächstes Jahr zu begleiten, dann macht euch bereit. Denn uns beschäftigt schon die nächste Frage: Kann man auf polnischen Bisons reiten...?

Anna Gieschler (Jugendarbeiterin) und Alicia Nürnberger