Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.9.2019

Verliebt in Oppurg – seit zehn Jahren
Eine 35-köpfige Reisegruppe der evangelischen Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf aus Berlin macht derzeit und bereits das zehnte Jahr in Folge Urlaub in Oppurg – und ist nach wie vor begeistert.

Von Sandra Hoffmann


Bildunterschrift:Die Reisegruppe der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf aus Berlin ist seit zehn Jahren immer wieder gern im Schloss Oppurg und in der Orlaregion zu Gast – Bild: Sandra Hoffmann

Oppurg. "Wir suchen nicht mehr nach einem neuen Ziel für unsere Gruppe. Es ist nicht mehr zu toppen", ist Gisela Meyer überzeugt. Die Begeisterung für das CJD Schloss Oppurg als Unterkunft, für die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen in der Orlaregion und die schöne Gegend Thüringens ist in der Reisegruppe der evangelischen Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf aus Berlin-Lichterfelde auch im zehnten Jahr ungebrochen. Und so erleben derzeit 35 Berliner erneut und noch bis Sonnabend unvergessliche Tage in Oppurg und Thüringen.

Auf der Suche nach einem Reiseziel, das nicht zu weit weg von Berlin gelegen, aber behindertengerecht sein sollte, hatte sich Gisela Meyer vor gut zehn Jahren an das Landhotel in Oppurg gewandt. Dieses war allerdings zu der Zeit kein Landhotel mehr, sondern wurde zur Wohnstätte für werkstattfähige Menschen mit Behinderung umgebaut. Die Anfrage aus Berlin wurde aber an das CJD Schloss Oppurg weitergereicht, das sich bei der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf meldete.

Gisela Meyer sowie Runhilt Dallmann und ihr Mann schauten sich daraufhin im Frühjahr 2005 das Schloss in Oppurg an und verliebten sich auf Anhieb. "Wir haben das Schloss gesehen, es fand gerade ein Jugendorchestertreffen statt und aus allen Fenstern klang Musik. Das Haus wurde angestrahlt, Fledermäuse flatterten – es war wie im Märchen", erinnert sich Gisela Meyer.

Im Sommer 2006 verbrachte die Reisegruppe aus Berlin ihren ersten Urlaub in Oppurg "und es war so, wie wir es an dem einen Tag und der einen Nacht erfahren hatten. Es war sogar noch schöner", schwärmt Gisela Meyer, die gemeinsam mit Runhilt Dallmann und Karin Reuter die Reisen organisiert. Viele Mitglieder der Kirchengemeinde sind bereits zum vierten oder fünften Mal bei dieser jährlichen vierzehntägigen Ausfahrt dabei und für sie alle sei es wie ein Nachhausekommen. "Wir duzen uns inzwischen mit fast allen Mitarbeitern des Hauses und es ist hier so herzlich, wie man es in so großen Häusern sonst nicht kennt", sagt Gisela Meyer. Um alles werde sich gekümmert, jeden Morgen stünden die Stühle für die Gymnastik bereit, das Essen sei gut und reichlich und die Zimmer seien behindertengerecht. Auch einen Fahrstuhl gibt es im Haus.

"Es ist immer eine große Freude, wenn wir kommen", bestätigt Runhilt Dallmann und zum zehnten Empfang hatten die Mitarbeiter des CJD Schloss Oppurg extra einen Grillabend mit Programm organisiert. Dazu schenkten sie eine Bildcollage mit Fotoeindrücken der vergangenen Jahre, die in der Kirchengemeinde in Berlin einen Platz finden soll.

Doch nicht nur im Schloss sind die Berliner gut bekannt. Auch im Dorf kommen sie bei Spaziergängen mit den Einwohnern ins Gespräch "und wenn wir eine schöne Blume sehen, klingeln wir und fragen, ob wir einen Ableger bekommen können", erzählt Runhilt Dallmann.

Vertraut ist ihnen ebenso die örtliche Kirchgemeinde. "Wir telefonieren vorab mit dem Pfarrer und bitten ihn, dass er während unserer Urlaubszeit einen Gottesdienst in Oppurg und einen in der Nähe hält", berichtet Gisela Meyer. Pfarrer Wilfried Stötzner kommt dem gern nach und so feierten die Berliner dieses Mal einmal in Rehmen und einmal in Oppurg mit den hiesigen Kirchengemeinden einen Gottesdienst.

Gern gesehene Gäste sind die Berliner auch im Gasthaus "Zum Bären" in Kolba. Obwohl die Wirtin montags Ruhetag hat, öffnete sie jetzt erneut am Montag ihr Gasthaus und hatte wie stets extra Kuchen gebacken. Und in Saalfeld hat sich die Reisegruppe, die in jedem Urlaub an einem Tag zum Shoppen in die Saalestadt fährt, ebenfalls schon einen Namen gemacht. "Die Berliner kommen", heiße es dann und inzwischen kenne die Gruppe viele Händler, schildert Gisela Meyer.

Darüber hinaus unternehmen die Urlauber, die mit dem Bus anreisen, mehrere Ausflugsfahrten in die Umgebung. Dieses Mal haben sie die Schwarzbierbrauerei in Bad Köstritz, den Lehmhof in Lindig und Ilmenau besucht. In den Vorjahren sind sie in Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Naumburg und Oberweißbach, auf den Dornburger Schlössern, im Morassina-Schaubergwerk in Schmiedefeld und zum Schifffahren auf dem Hohenwartestausee gewesen. "Es gibt noch genug Ziele und manche kann man auch wiederholen", sagt Gisela Meyer. Den Transport für die kleinen Ausfahrten übernimmt Koll Touristik aus Unterwellenborn.

Mit Spaziergängen, gemütlichen Runden unter freiem Himmel oder Spieleabenden im Rokoko-Saal lassen die Berliner ihre Tage in Oppurg ausklingen. Außerdem wird stets ein Bergfest gefeiert, so auch am Sonnabend mit einem Konzert des – passenderweise – Berliner Pianisten Johann Gottlob von Wrochem.

P.S. Der Termin für 2016 steht schon fest: 2. bis 16 Juli.

Dieser Abdruck erfolgt mit der freundlichen Genehmigung der OTZ (Ostthüringische Zeitung) 23.07.2015

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