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22.5.2019

Nachruf
Zum Tod von Theodora Amely Hermine Ferdinande Armgard Freiberg

Am 12. Mai 2015 wurde unser ältestes Vereinsmitglied Theodora Freiberg auf den Friedhof Schmargendorf beigesetzt. „Thea“ wurde 103 Jahre, leider hat sie ihren 104ten Geburtstag ganz knapp verfehlt. Aber während ihres langen Lebens erlebte sie die gesamte nahe Vergangenheit und Geschichte Berlins.

Als Tochter einer Offiziersfamilie erlebte sie die Kaiserzeit, der Erste Weltkrieg und auch der Zweite Weltkrieg zogen durchs Land, sie erlebte die Luftbrücke, die Mauer wurde gebaut und auch wieder eingerissen, der Mond wurde betreten und wieder verlassen, immer wohnte sie in der Bundesalle, ehemals Kaiserallee, zwischen den vertrauten Möbeln ihrer Kindheit, in vertrauter Umgebung mit einem unerschütterlichen Gemüt und anhaltender Fröhlichkeit.

Lutz Poetter hat diese Zeit und ihr Leben in seiner Trauerrede noch einmal für uns alle sehr schön dargestellt.

Seit 2000 war Thea in unserem Verein Mitglied und da sie keine noch lebenden Verwandten hatte, so schrieb sie ihr Testament um und benannte den Holzkirche e.V. als Alleinerben.

"Aber ihr müsst euch um meine Beerdigung und meine Wohnung kümmern" sagte sie.

Und ich kann versichern, das ist nicht so leicht, bei 5 Zimmern mit all den schweren, großen Möbeln aus der Kaiserzeit, aber versprochen ist versprochen.

Damit jetzt nicht falsche Vermutungen aufkommen, es ist nicht die große Menge Geld, die dem Verein vermacht werden konnte, aber es ist der Gedanke, die Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen, der dieses Erbe so einmalig macht. Und es ist das erste Erbe dieser Art für unseren Verein.

Seit mehreren Jahren hatte ich ihre Betreuung, Verwaltung und Begleitung inne, besonders seit der Beantragung der unvermeidbaren Pflegestufen und zuletzt bei den Krankenhausaufenthalten und dem Heimaufenthalt im Seniorenstift. Wir haben viel zusammen erlebt, Lichterfahrten zu Weihnachten, schöne Geburtstage, Spaziergänge und Ausflüge, aber nun haben sich unsere Wege getrennt.

Thea wird uns immer in guter Erinnerung bleiben, ein Bild von ihr aus Kindertagen hängt jetzt im Kinder- und Jugendhaus Holzkirche, somit ist sie weiterhin mit uns verbunden.

Ihr Erbe wird uns begleiten.

Danke für die schöne gemeinsame Zeit.

Constantin T. Huth
und der Holzkirche e.V.

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