ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Januar 2015

18.3.2019

Die Schöpfung bewahren
Kreissynode Steglitz befasst sich mit Umweltkonzept


Gemeindehaus Ostpreußendamm

"In Sachen Umweltschutz ist Kirche als Teil der Zivilgesellschaft gefordert, ihren Beitrag zu leisten."

Dr. Eckhard Zemmrich, theologischer Referent und Mitglied der landeskirchlichen Arbeitsgruppe Umweltkonzept, warb in seinem Referat vor der Kreissynode Steglitz für die Ausrufung eigener Klimaschutzprojekte in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen.

Am 21. und 22. November traf sich das Parlament der Steglitzer Protestanten in der Gemeinde Petrus-Giesensdorf in Lichterfelde, um unter anderem das neue Umweltkonzept der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zu beraten. Es ist das erste einer deutschen Landeskirche. Erst kürzlich hat die Landessynode erste Umsetzungsschritte dazu beschlossen, unter anderem die Einrichtung eines Umweltbüros, die Schulung von Energiebeauftragten und den Austausch von Heizungspumpen in kirchlichen Gebäuden.

Wie selbstverständlich wird die Kirche als Partnerin wahrgenommen, wenn es um Kooperationen im Engagement für die Umwelt geht, steht sie doch für die Bewahrung der Schöpfung. Dabei nehme sie unterschiedliche gesellschaftliche Rollen ein, wie Zemmrich verdeutlichte: Ob als Unternehmen, als Forum, als Bildungsträgerin oder Gottesdienstgemeinde – Kirche verfüge über Gestaltungsräume, die es zu nutzen gelte. Die überkomplexe Problematik der Umweltkrise könne zu Reaktionen zwischen Aktionismus und Überforderung führen. Es sei daher wichtig, dass jede Gemeinde aus dem vorgeschlagenen Katalog die für sie passenden Maßnahmen auswähle, sagte Zemmrich.

Im Anschluss an das Referat arbeiteten die Kreissynodalen in Gruppen unter der Leitung von Fachleuten zu den Themen "Gebäudeertüchtigung und Energieeffizienz", "Verbrauchsmaterialien für Büro, Reinigung, Großveranstaltungen" und "Mobilität". Die Experten kamen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, vom Verkehrsclub Deutschland und von der KEBAB gGmbH für Energiesparprojekte. Eine temporäre Arbeitsgruppe wird nun die Ergebnisse der kreissynodalen Arbeitsgruppen auswerten und Handlungsempfehlungen für die Steglitzer Kirchengemeinden formulieren.

Ulrike Bott