Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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24.9.2019

Aus der Kita Petrusheim

Welch ein besonderer Tag!

Der 9. November 1989 war für so manch einen von uns ein ganz besonderer Tag. Wir in der Ev. Kita Petrusheim wollten den Kindern davon erzählen. So machten wir uns auf den Weg zum ehemaligen Grenzstreifen. 25 Kinder und drei Erzieherinnen mit drei ganz unterschiedlichen Mauergeschichten suchten nach Überresten der Grenze. Und wir fanden den Weg, den Gerda als junge Frau immer an einer hohen Mauer entlangspazierte. Hier war ihre Stadt zu Ende – weiter konnte sie nicht gehen. Und hinüberschauen konnte sie schon gar nicht. Wir liefen weiter in den Waldstreifen und fanden einen schnurgeraden Weg. Hier fuhren immer die Soldaten und passten auf. Keiner durfte hinübergehen. Wir sind noch weiter gelaufen und fanden die Stelle, wo Annekatrin stehen durfte. Das war ganz weit weg. Und dort stand auch eine Mauer. Annekatrin konnte auch nicht hinübersehen. So konnten sich Gerda und Annekatrin nie sehen, obwohl sie doch so nah beieinander lebten. Das war sehr schade, fanden wir alle. Gabi erzählte uns, wie das Leben in Berlin war. Heute kann sie mit dem Fahrrad nach Teltow oder Potsdam fahren. Heute kann sie über die Felder laufen. Das alles ging damals nicht.

Als wir weiter durch das Wäldchen streiften, sahen wir ein altes Stück Mauer stehen. Heute ist sie ganz bunt angemalt. Das sieht lustig aus. Und hier haben wir gelbe Ballons aufgehängt – als Erinnerung. So manch ein Kind fragte am Abend seine Eltern: wo habt ihr damals gewohnt?

Es ist die Geschichte unserer Stadt und unsere Kinder sollten sie kennen.

Annekatrin Herzog

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Pop up Cranach

Um Kindern die alten Meister nahe zu bringen, eröffnete in der Galerie am Kupfergraben am Kulturforum eine Aktions-Ausstellung zu Lukas Cranach.

Bei unserem Besuch dort mit zehn fünf- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen konnten wir nicht nur die Bilder unter fachkundiger Führung betrachten, sondern selbst in einem begehbaren Bild Figuren mit Symbolcharakter in die Hand nehmen und diese, wie in einem Puzzle, an die entsprechende Stelle setzen. Die Cranachs in Wittenberg waren nicht nur Maler, sondern auch Apotheker, Händler, Politiker, Winzer und Familienväter. Einige typische Utensilien dieser Berufe konnten die Kinder dort ansehen und sogar anfassen. Auf einem Marktplatz konnten die Mädchen und Jungen im Schein der Taschenlampen Ritter, Bürger der Stadt Wittenberg "tanzen" lassen. In einem Schloss gab es historische Kleider in Kindergröße, und ein Vortänzer lehrte uns eine mitteralterliche Weise.

Die Kinder sind erfüllt von der Menge der "begreifbaren" Informationen wieder in die Kita zurückgekehrt.

Annekatrin Herzog

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Endlich wieder Weihnachten!

Auch in der Kita herrschte rege Aufregung und emsiges Basteln. Unser Bewegungsraum verwandelte sich, wie jedes Jahr in der Adventszeit, in ein Weihnachtszimmer. In diesem Jahr kamen drei Astronomen und erforschten den Himmel. Und was sahen sie? Einen neuen Stern – erst leuchtete er nur wenig –, dann wurde er immer größer, bis er über dem Stall hell strahlte. Aber die weisen Männer entdeckten noch mehr am Himmel. Sie beobachteten den Mond – wie er zu- und abnahm. Sie zählten die Planeten und entdeckten Galaxien. Und sie entdecken ein dickes Buch mit einer Geschichte von einem Stern über einem Stall…Diese Geschichte wurde jeden Tag ein Stückchen weiter erzählt. Dabei schlüpften die Kinder in die Rollen von Maria, Josef und den Hirten. Sie sahen die Szenen der Herbergssuche in der Stadt Bethlehem, der Hirten auf dem Feld, der Familie im Stall und das Kommen der drei Könige.

Am Abschluss bekam jedes Kind einen kleinen Stern mit nach Hause.

Annekatrin Herzog

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