ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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21.1.2019

Kolumbien: Ein Zuhause für die Ausgestoßenen
Brot für die Welt – Projektbeispiel

Im Süden der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá leben drei Viertel aller Familien in Armut. Die Zahl der Schulabbrecher ist hoch, viele Jugendliche wachsen ohne Perspektive auf. Die Fundación Creciendo Unidos (FCU) hilft denen, die am staatlichen Schulsystem gescheitert sind.

Die Fundación Creciendo Unidos ("Stiftung Gemeinsam Wachsen") gibt es seit 1986. Ursprünglich wurde sie gegründet, um arbeitenden Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Heute unterhält die Stiftung neben Einrichtungen für Nachhilfeunterricht, Musik, Tanz und Fotografie auch eine Schule für Kinder, die von den staatlichen Schulen ausgeschlossen wurden. Viele der Schüler kommen aus zerrütteten Familien, alle aus einem armen Elternhaus.

Vom Straßenkind zur Studentin

Der Traum vieler Schüler ist es, einmal Arzt zu werden. Doch dazu müssen sie erst einmal das Abitur schaffen. Dass das auch für ein Mädchen aus den Armenvierteln Bogotás möglich ist, zeigt das Beispiel von Lina Martínez. Die 21-Jährige verkaufte als kleines Kind im Zentrum der Hauptstadt Süßigkeiten. Als sie acht war, begann sie bei FCU Lesen und Schreiben zu lernen. Inzwischen studiert sie Erziehungswissenschaften. An den Wochenenden engagiert sie sich ehrenamtlich für die Organisation: "Ich will erreichen, dass die Kinder genauso wie ich die Chancen ergreifen, die ihnen die Stiftung bietet."

David Ballén lebt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in beengten Verhältnissen. Zur Finanzierung des Lebensunterhalts stellt die Familie zu Hause Lumpen zum Reinigen von industriellen Maschinen her.

Als David zehn Jahre alt war, wussten die Lehrerinnen der staatlichen Schule "Gran Colombia" nicht mehr, was sie noch mit ihm machen sollten. David ärgerte unaufhörlich seine Mitschüler, störte den Unterricht und weigerte sich beharrlich, lesen und schreiben zu lernen. In der Schule von FCU lernt er lesen und schreiben und wird langsam an naturwissenschaftliche Fächer herangeführt. Nach nur einem Jahr findet David sich in der Welt der Buchstaben und Worte gut zurecht. Sein soziales Verhalten hat sich positiv verändert. Und FCU löst eines seiner größten Probleme: Er erhält ein Pausenbrot und ein Mittagessen.

Heute unterhält die Stiftung auch drei Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche Nachhilfeunterricht bekommen, sich mit Musik, Tanz und Fotografie beschäftigen oder eine Ausbildung zum Bäcker oder zum Tischler absolvieren. Mit dem gelernten Handwerk können die Absolventen Geld verdienen und sich damit aus dem Kreis von Armut, Gewalt und Kriminalität befreien.

Sie können Ihre Spende in allen Weihnachtsgottesdiensten in die Kollekte geben oder direkt überweisen auf das Spendenkonto

Brot für die Welt
(500 500 500, BLZ: 1006 1006)
IBAN: DE101006 10060 500500500
Bank für Kirche und Diakonie