Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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15.11.2019

ParksRange – Ein neuer Stadtteil entsteht
Ein Bericht

von Wolfgang Kornau

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im Jahr 2010 die Nachricht, dass auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Parks Range ein Golfplatz entstehen sollte.

Daraufhin erwachte der Bürgerprotest und führte im Januar 2011 zur Gründung eines, sogar vom BUND ausgezeichneten, Aktionsbündnisses, das initiiert wurde von betroffenen Anwohnern und Nutzern mit dem Ziel, das Gelände so zu erhalten wie es seinerzeit bestand. Viele Interessierte haben durch Führungen das von Frau Loba mit Pferden geführte offene Weideprojekt zwischenzeitlich besucht und unterstützen auch heute noch dessen Erhaltung.

Mehrmals wechselten die Eigentümer des ca. 115 ha großen Geländes. Nun ist es die Groth-Gruppe, die einen Teil des Geländes erworben hat und die Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen im Bezirk umsetzen soll, das mit den geplanten ca. 2500 Wohnungen und der Thermometersiedlung die Größe eines neuen Stadtteils hat. Hierbei ist es erfreulich, dass gegenüber früheren derartigen Planungen schon in der Phase der ersten Nutzungsüberlegungen mittels Infoveranstaltungen und Workshops Anwohner, Nutzer und Institutionelle Vertreter eingeladen wurden. Verschiedene Architektengruppen haben im April des Jahres bei einem Treffen in unserem Gemeindezentrum Celsiusstr. den Auftrag erhalten, Konzepte und Ideen zu entwickeln, welche bis zum September dieses Jahres in einem nächsten Verfahrensschritt sortiert, analysiert und bewertet werden. Darin soll es Antworten zu den vielen Fragen geben, die zur Zeit noch offen sind zur Verkehrsbelastung, zum Lärmschutz, für Sport- Kita- und Bildungseinrichtungen, zur Nahversorgung und den Umweltbelangen.

Neben Ideen zum Wohnungsbau und der Infrastruktur wird erwartet, dass genügende Beachtung der Erhaltung der schützenswerten Lebensräume, der Biotope und dem Naturraum gewidmet wird. Denn gebaut werden darf lediglich auf ca. 39 ha und das heißt, dass 57 ha im mittleren Teil des Geländes zwecks Nutzung von Erholungssuchenden als "Grüne Mitte" erhalten bleiben werden. In einem ersten Entwurf für ein Leitbild Masterplan wurden durch das bezirkliche Stadtentwicklungsamt verschiedene Eckwerte zusammengefasst, die für Interessierte zum Download auf den Bezirksamtsseiten zu finden sind (siehe auch Foto).

Wenn sich nun die Planungen realisieren, bedeutet es, dass sich unsere Gemeinde stark vergrößern wird. Um zu erfahren, in welcher Weise wir als Kirchengemeinde in dem neuen Stadtteil aktiv werden können, haben Pfarrer Michael Busch, der GKR Vorsitzende Detlef Lutze und Wolfgang Kornau die zuständige Leiterin Frau Lappe im Bezirksbauamt besucht. Dabei wurde deutlich, dass noch vieles offen und gestaltbar ist und Vorschläge jederzeit gerne aufgenommen werden, die dem Bebauungsplan oder dem Gesamtkonzept hinzugefügt werden können.

Erste Anregungen gibt es dazu schon, die in weiteren Gesprächen vertieft oder erweitert werden können. Z.B. die Einrichtung einer zentralen Begegnungsstätte für soziale Zwecke oder zu den drei bis fünf Kitastandorten, wobei dabei interessanterweise eine themenbezogene Waldkita angedacht ist. Zum Anderen auch für Erinnerungsstätten, dem gemeinschaftlichen Wohnen oder einem Wirken in anderen sozialen Bereichen. Freuen können wir uns in jedem Falle auf neue Gemeindemitglieder, die wir gern aufnehmen werden.

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