Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.9.2019

Martin Niemöller
Vor 30 Jahren starb der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer

© epd-bild / Hephata-Archiv/Hephata-Archiv

Nur wenige Gestalten des Protestantismus haben im vergangenen Jahrhundert die Menschen so bewegt wie Martin Niemöller.

Der U-Boot-Kommandant, Pastor, persönliche Gefangene Hitlers und Pazifist starb vor 30 Jahren in Wiesbaden. Niemöller verkörperte wie kein zweiter das vergangene Jahrhundert mit all seinen Sprüngen, Brüchen und Widersprüchen. Preußisch bis zur Halskrause, kaisertreu, militaristisch, deutschnational, provokativ, versöhnungsbereit, revolutionär und zuletzt mit seiner Verdammung des "schnöden Mammons" auch ein wenig prophetisch.

Mit seinen Wendungen stieß er die Autoritäten immer wieder vor den Kopf. Andererseits lehrte er der jungen Generation Demokratiebewusstsein und Kritikfähigkeit.

Foto: Vor 50 Jahren, bei der ersten "Treysaer Kirchenkonferenz" vom 27.-31. August 1945, wurde die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründet. In den Behindertenanstalten "Hephata" im nordhessischen Treysa trafen sich zum ersten Mal nach Kriegsende mehr als 100 Kirchenführer aus Deutschland, um die Neuordnung der Kirche zu beschließen.

Zum ersten Ratsvorsitzenden der EKD wurde der 76jährige Theophil Wurm (li.) gewählt, damals württembergischer Landesbischof. Rechts sein Stellvertreter, der 53jährige Martin Niemöller. Foto vor der Hephata-Kirche, dem Tagungsort.

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