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17.7.2019

Wasserströme in der Wüste
Zum Weltgebetstag am 7. März: Liturgie aus Ägypten

von Lisa Schürmann

Schönheit und Vitalität Ägyptens will das Titelbild der jungen ägyptischen Künstlerin Souad Abdelrasoul zum Thema Wasserströme in der Wüste illustrieren. © WGT e.V.

Ägypten – beim Gedanken an dieses nordafrikanische Land kommen vielen Menschen Pyramiden, Hieroglyphen und Tauchreviere am Roten Meer in den Sinn.

Seit rund drei Jahren steht Ägypten auch für Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz, politische Umbrüche und gewaltsame Unruhen mit vielen Opfern. Das größte arabische Land symbolisiert aber genauso die Hoffnung der Menschen auf Brot, Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit. Genau in diesen Zeiten großer politischer und gesellschaftlicher Veränderungen ist Ägypten auch das Schwerpunktland für den Weltgebetstag 2014.

Als die Frauen des ägyptischen Weltgebetstags-Komitees mit dem Schreiben ihres Gottesdienstes begannen, ereignete sich gerade die Revolution 2011. Ihre Bitten und Visionen sind jedoch bis heute aktuell: Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste! (Jesaja 41,18ff.)

Wege in der Wüste, Wasserströme in der Einöde – diese prophetische Zusage Gottes aus dem Buch Jesaja greift der Weltgebetstag der Ägypterinnen auf. Wie passend für ihr Heimatland, das mit seinen über 90 Prozent Sand- und Steinwüsten eines der wasserärmsten Länder weltweit ist.

Ägyptens Geschichte und Kultur begannen zwar lange vor biblischen Zeiten, sie sind aber auch eng verwoben mit dem Christentum. In Ägypten, wo rund 90 Prozent der Bevölkerung muslimisch sind, gehören zirka zehn Prozent christlichen Kirchen an, als deren Begründer der Evangelist Markus gilt. Die größte unter ihnen ist die Koptisch-Orthodoxe Kirche. Der Weltgebetstag wurde in Ägypten erstmalig 1928 gefeiert und sorgt bis heute für eine lebendige Ökumene.

Gottesdienst zum Weltgebetstag

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten anlässlich des Weltgebetstages. Am Sonntag, den 2. März 2014 feiern wir um 11.00 Uhr in der Petruskirche einen Familiengottesdienst. Am Tag zuvor, Samstag, den 1. März gibt es einen Kinderbibeltag zum Weltgebetstag von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr im Gemeindehaus am Ostpreußendamm 64.

Und dann am Weltgebetstag selber Freitag, den 7. März um 17.00 Uhr in der Dietrich Bonhoeffer Gemeinde Sondershauser / Ecke Geraer Straße Wir werden diesen Gottesdienst zusammen mit Geschwistern der Landeskirchlichen Gemeinschaft und der Katholischen Kirche feiern. Die Gottesdienstordnung kommt in diesem Jahr von Schwestern aus Ägypten. "Wasserströme in der Wüste" mit diesem Thema laden sie uns ein mit ihnen zu beten.

Dass Christen und Muslime, Liberale und Konservative, Arme und Reiche, Frauen und Männer 2011 und auch 2013 gemeinsam protestierten, war wichtig für Ägyptens Gesellschaft. Viele Frauen brechen seitdem vermehrt das Schweigen über sexualisierte Gewalt.

Zwei ägyptische Organisationen, die sich für Mädchenbildung und die Mitbestimmung von Frauen bei gesellschaftlichen Entscheidungen einsetzen, sind Partnerinnen der Projektarbeit des Weltgebetstags. Diese unterstützt mit den Kollekten der Gottesdienste weltweit Frauen- und Mädchenprojekte.

Lisa Schürmann, Deutsches WGT-Komitee e.V.

www.weltgebetstag.de