ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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17.1.2019

Jesus und die Frau am Sabbat – Neue Perspektiven auf eine biblische Heilungsgeschichte
Rückblick auf den Gottesdienst zum Mirjamsonntag am 22. September

von E-Mail und Annette Pohlke

Sich gemeinsam auf den Weg machen zu einer gerechten Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche, dazu lassen auch wir uns in unserer Gemeinde anspornen und feiern seit einigen Jahren einen speziellen Gottesdienst.

Vorschläge für diesen Gottesdienst werden im Referat Frauenarbeit im Amt für kirchliche Dienste der EKBO in jedem Jahr neu erarbeitet. Meist folgt man gern diesem Entwurf, aber in diesem Jahr haben wir mutig viele Ideen aus dem Vorbereitungsheft neu zusammengefügt.

Wir, das waren Sibylle Mewis, Annette Pohlke und Sonja Wagner. Aus Psalm 71 wurde eine Reise durch unseren Körper, die Predigt ein Dialog zu den handelden Personen aus der Heilungsgeschichte, die bei Lukas 13, 10-17 nachzulesen ist. Neue Texte zu bekannten Melodien älterer Kirchenlieder, zwei neuere Lieder, Bibeltexte aus der Übersetzung in gerechter Sprache und selbst formulierte Gebete, ein schwungvolles Vor- und Nachspiel durch Herrn Julian Heigel an der Orgel machten einen ungewöhnlichen Gottesdienst komplett. Mit der Vorbereitung und den Proben waren wir zwar vorher sicher mehr als 12 Stunden beschäftigt, aber es hat sich wohl gelohnt …

Ausgehend von dem Evangeliumstext machten wir uns Gedanken über unseren Körper in Gesundheit und Krankheit. Wir führten uns vor Augen, welch wunderbare Gabe unser Körper mit seinen vielen Fähigkeiten ist, wie schnell wir aber dabei sind, dies zu vergessen. Stattdessen sehen wir oft nur das Negative – an uns selbst und an anderen. Zu alt, zu dick, zu häßlich, zu langsam, zu ungeschickt – schnell lassen wir andere fühlen, wenn wir sie so sehen. Und schnell fühlen wir uns von den anderen, ja vom Leben selbst ausgeschlossen, weil wir uns in eine dieser Kategorien sortieren. Dagegen sollten wir uns gegenseitig ermutigen. Die Liebe Gottes kennt kein zu alt oder zu ungeschickt. Sie nimmt jeden an, wie er ist. Und so sollten wir es auch tun. Dabei dürfen wir uns dann auch mal danach sehnen, perfekt zu sein: Stark, schön, fit. Wer möchte das nicht? Aber wir müssen es nicht sein, weil wir auch als die unperfekten Menschen, die wir sind, wundervolle Gaben haben. Jede von uns …

Falls Sie diesen Gottesdienst selber nicht erlebt haben, fragen Sie doch beim nächsten Besuch in der Petruskirche ihren Banknachbarn, lesen ein wenig im Vorbereitungsheft www.akd-ekbo.de/files/Mirjamheft_2013.pdf, besuchen den Gottesdienst am 10. November in der Paul-Schneider Kirchengemeinde in Lankwitz oder lassen sich im nächsten Jahr direkt ansprechen, wenn wir hier wieder zum Mirjamsonntag einladen...

Sonja Wagner
Annette Pohlke