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22.3.2019

Schmalzstullentheater
Theaterkritik

von Pamela Liebisch


Ensemble "Alt Berliner Schmalzstullentheater" – Foto: Reiner Kolodziej

Auch in diesem Jahr hat uns das Altberberliner Schmalzstullentheater ein ganzes Wochenende mit seinen drei Aufführungen erfreut. Die Zuschauer durften Zaungast bei einem Treffen des Damenclubs von Marquis Crossing sein und mussten sich sehr darüber wundern, womit sich die schrulligen, naiven, nach Männern Ausschau haltenden und überhaupt sehr speziellen Damen in ihrer Freizeit beschäftigen. Ein Mordsstück sollte entwickelt werden. Dass sie dabei selbst beinahe Opfer eines solchen wurden, konnte anfangs noch keiner ahnen. So nimmt das Stück seine spannende Wende, als die drei Männer, Terry, Jack-der-Irre-Parker und der kauzige Wachtmeister Kerns den Schauplatz betreten und das beschauliche Vorstadtleben der Damen gewaltig stören.

Die Darsteller haben mit sehr großer Spielfreude, Tempo und Wortwitz wieder einmal bewiesen, dass ein Theaterbesuch – und sicher nicht nur wegen der beliebten traditionell bereit gestellten Schmalzstullen – für die Besucher jedes Jahr ein Highlight im Lichterfelder Gemeindeleben bietet, das man nicht verpassen sollte.

Es waren drei Abende voller Verdacht, Spannung und Überraschung und wieder einmal Beweis dafür, dass eben doch "drei Dinge auf einmal gehen". Vielleicht auch ein Grund dafür, dass trotz des Champions-League-Endspiel-Abends die Fans des Altberliner Schmalzstullentheaters zahlreich erschienen und mit großer Begeisterung und Applaus die Aufführung und das wie immer liebevoll und detailgetreu gestaltete Bühnenbild honorierten. Ich denke, sie haben ihren Besuch nicht bereut.

Das Einzige, was man nächstes Mal wirklich verbessern könnte, wäre das Wetter. Aber dafür ist Petrus zuständig und vielleicht hat er ja ein Einsehen, zumal er doch Namensgeber unserer Gemeinde ist.

Dem gesamten Team gebührt große Anerkennung und Dank nicht nur für dieses gelungene Wochenende, sondern ganz besonders für die monatelange Vorbereitung und das nötige Engagement bei den zahlreichen Proben.

Man darf schon jetzt auf das neue Programm im Mai nächsten Jahres gespannt sein. Bitte weiter so!

Pamela Liebisch