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13.12.2018

15 Jahre Förderverein & Babybasar
Aus der Kita Petrusheim


Babybasar April 2013 auf dem Kitagelände hinter dem Gemeindehaus Parallelstraße – Foto: Reiner Kolodziej

Zweimal im Jahr, im April und im Oktober und das jeweils an einem Samstag sieht man in aller Frühe die Anwohner in der Parallelstraße und im kleinen holprigen Zeisigweg, wie sie vor ihren Grundstücken rote Hütchen aufstellen. Damit wollen sie sicher gehen, dass sie noch aus ihrer Ausfahrt herauskommen und nicht zugeparkt werden. Sie wissen sehr gut, dass es mal wieder einen Babybasar im Gemeindehaus Parallelstraße gibt.

In der Kita Petrusheim gibt es einen Förderverein. Er nennt sich "Freunde der Petrusheimer". Wie kam es zur Gründung dieses Vereins?

Die damals beginnenden finanziellen Einsparungen im Kita-Bereich haben die Eltern der Kindertagesstätte Petrusheim zum Handeln und so zur Gründung eines Fördervereins gebracht. Das war 1998, also genau vor 15 Jahren. Die Mitgliedsbeiträge alleine aber reichten nicht aus um alle Projektwünsche zu erfüllen. Um mehr Einnahmen zu erzielen, kam die Idee im Vorstand auf, einen Babybasar ins Leben zu rufen.

Wo fand der Babybasar statt?

Der erste Babybasar wurde rund um die Petruskirche veranstaltet. Dort sollte er auch bleiben, aber schon im folgenden Jahr kamen bedingt durch das schlechte Wetter Probleme auf. Der Basar wurde kurzfristig ins Innere der Kirche verlegt. Die vielen Ba-sarteilnehmer passten aber kaum in die Kirche. Die Inneneinrichtung und die laufende Kunstausstellung konnten nur schwer geschützt werden.

Mit der Hilfe der Gemeindeleitung wurde ein Alternativstandort gesucht. Es wurde beschlossen, den Basar zukünftig im Gemeindehaus Pa-rallelstraße und auf dem dahinter liegenden Kitagelände zu veranstalten.

Second-hand Kleidung ist der große Renner – Foto: Reiner Kolodziej

Du sagtest, Ihr konntet mit den Förderbeiträgen nicht alle Projektwünsche erfüllen. Welche Wünsche waren das und welche konnten letztlich mit der neuen Einnahmequelle Babybasar realisiert werden?

Den Bau des Wintergartens! Die damalige Umstellung zur halboffenen Arbeit erforderte einen Raum, in dem die Kinder ein gemeinsames Frühstück einnehmen konnten. Da es in den bestehenden Räumen keinen ausreichenden Platz gab, kamen wir auf die Idee des Anbaus in Form eines Wintergartens. Durch die Einnahmen des Babybasars, Spenden von unserem "Hänsel und Gretel" Basar und durch unseren Kuchenstand auf dem Ferdinandmarkt zu Ostern und Weihnachten konnte der Bau des Wintergarten bald realisiert werden.

Viele andere Projekte konnten in den letzten Jahren durchgeführt werden, unter anderem der Umbau des Kitaflures und der Bau einer Bobbycar-Bahn im Garten.

Einen solch großen Babybasar zu organisieren erfordert ja eine besondere Logistik. Welche Personen würdest du besonders hervorheben?

Sigrid Mühlenhaupt und Iris Fröhlich. Sie haben durch ihren unermüdlichen Einsatz den Babybasar zu dem gemacht, was er heute ist. Und er ist nicht nur eine erfolgreiche Verkaufsstätte geworden, sondern auch ein gern genutzter Treffpunkt für Jung und Alt, für ehemalige Kitakinder, deren Eltern und sogar auch Großeltern.

Als meine Kinder die Kita Petrusheim vor über 30 Jahren besuchten, da waren Eltern sehr engagiert, halfen beim Renovieren, bauten Schaukeln und Klettergerüste und organisierten das eine, oder ander Picknick oder eine Gemeindefeier. Hat sich da etwas in den vielen Jahren verändert? Welche Rolle übernimmt der Förderverein?

Eltern sind auch heute sehr engagiert, zum großen Teil als Mitglieder des Fördervereins. Auch der Vorstand besteht zum großen Teil aus Eltern. Eltern helfen auch immer noch beim renovieren und organisieren das eine oder andere.

Sie bauen aber nicht Schaukeln und Klettergerüste, wie du es vor 30 Jahren gemacht hast. Damit werden heute Firmen beauftragt und vom Förderverein bezahlt.

Monika, vielen Dank für das Gespräch.

Reiner Kolodziej

Monika Nickel ist die ehemalige Kitaleiterein der evangelischen Kindertagesstätte Petrusheim. Inzwischen im Ruhestand, aber immer noch mit viel Einsatz bei den Babybasaren und Projekten der "Kirche mit Kindern" dabei.

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