Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Gemeindezentrum CelsiusstraßeGemeindehaus Ostpreußendamm
Gemeindehaus ParallelstraßeDorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > März 2013

6.12.2019

Gemeindewahlen 2013: "Soll ich, soll ich nicht …?"

von E-Mail


Foto: Banjamin Thorn@pixelio.de

Gemeindewahlen 2013

Termin: Die Kirchenleitung hat den Termin der Ältestenwahl festgelegt. Die Ältestenwahl findet am 20. Oktober 2013 statt.

Auszüge aus dem ÄWG (Ältestenwahlgesetz)

Amtsdauer: Die Ältesten werden von der Gemeinde für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Sie können ihren Dienst erst nach Abgabe des Ältestenversprechens ausüben und bleiben Älteste bis zur Einführung ihrer Nachfolgerinnen oder Nachfolger.
Die Amtszeit der Ersatzältesten beträgt drei Jahre, im Fall des § 2 Abs. 2 sechs Jahre, und endet, sofern sie nicht als Älteste nachgerückt sind, mit Ablauf des Tages der nächsten Ältestenwahl.

Wahlturnus: In den Kirchengemeinden finden alle drei Jahre Ältestenwahlen statt. Neu gewählt werden jeweils die Hälfte aller Ältesten und alle Ersatzältesten. Wahlberechtigung Wahlberechtigt sind alle zum Abendmahl zugelassenen Mitglieder der Kirchengemeinde, die mindestens 14 Jahre alt sind.

Sie überlegen, ob Sie in Ihrer Kirchengemeinde für die Wahl zum Gemeindekirchenrat kandidieren wollen? Die Evangelische Kirche freut sich, wenn Sie sich dazu entscheiden, an verantwortlicher Stelle mitzuarbeiten.

Denn im Gemeindekirchenrat

Kurz: Sie wachsen mit Ihrer Verantwortung.

Was ist ein Gemeindekirchenrat?

Der Gemeindekirchenrat (GKR) ist das Gremium, das die Kirchengemeinde leitet. Er besteht zum einen aus den so genannten "Gemeindeältesten", die als Gemeindeglieder auf sechs Jahre von den Gemeindemitgliedern in dieses Amt gewählt werden. Zum anderen gehören die Pfarrer und Pfarrerinnen zum GKR. Gemeinsam verantworten sie die Planung und Gestaltung des Gemeindelebens: von den Gottesdiensten bis zur Öffentlichkeitsarbeit, von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bis zur Seniorenarbeit, vom Besuchsdienst bis zum Bibelgesprächskreis.

Der GKR stellt berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, beauftragt die Ehrenamtlichen, und nimmt deren Begleitung und Dienstaufsicht wahr. Er ist zuständig für die Verwaltung der kirchlichen Gebäude und Grundstücke sowie für den Haushaltsplan der Gemeinde. Er entscheidet über gemeindliche Veranstaltungen und Aktivitäten. Demokratische Strukturen und Aufgabenteilung sind wichtige Prinzipien der Evangelischen Kirche. Deshalb sollen gerade die gewählten Mitglieder des GKR und nicht die Pfarrer und Pfarrerinnen den Vorsitz übernehmen.

Wie arbeitet ein Gemeindekirchenrat?

Die meisten Gemeindekirchenräte tagen einmal im Monat. Gemeindekirchenräte größerer Gemeinden bilden in der Regel Ausschüsse, die die Hauptsitzung in bestimmten Teilbereichen – zum Beispiel Personal, Finanzen, Bau, Kindertagesstätte, Öffentlichkeitsarbeit – vorbereiten und entlasten. Daneben hat es sich bewährt, wenn im GKR Ansprechpartner oder -partnerinnen für die einzelnen gemeindlichen Arbeitszweige benannt werden. Sie halten den persönlichen Kontakt zum Beispiel zur Jugendarbeit oder zur Kindertagesstätte und kümmern sich in besonderem Maße um die Anliegen, Sorgen und Freuden der berufl ich und ehrenamtlich Mitarbeitenden in diesem Arbeitszweig.

Worum geht es bei der Leitungsarbeit?

Was viele nicht wissen: Der GKR ist die geistliche Leitung einer Gemeinde, auch wenn er im Alltag mehr wie ein Verwaltungsorgan erscheint. Denn verlässliche und verantwortungsbewusste Leitung braucht nachprüfbare und allgemein vergleichbare Verfahrensregeln, die Verwaltungsaufwand nach sich ziehen. Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre ist der Umgang mit zurückgehenden Kirchensteuermitteln. Dieser zwingt zur Besinnung auf das Wesentliche, eröffnet aber auch die Chance der inhaltlichen Konzentration und Profilierung. Gemeinden weiten ihren Blick über die Gemeindegrenzen hinweg in die Region und prüfen gemeinsam mit Nachbargemeinden, was mit den verbleibenden Kräften und Kompetenzen beruflich und ehrenamtlich geleistet werden kann.

Resignation überwinden, Hoffnung wecken, Spielräume nutzen, Menschen ansprechen und gewinnen, das werden ihre wichtigsten Aufgaben als mögliches neues Mitglied im GKR sein.

Reiner Kolodziej (aus dem EKBO-Flyer zur Gemeindewahl)

zum Seitenanfang   Übersicht der Themen   blättern