ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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18.3.2019

1982–2012: 30 Jahre Kulturarbeit in der Petruskirche

Nachdem Anfang der 80er Jahre durch entsprechende Umbauten in der Petruskirche zwei getrennte Veranstaltungsräume zur Verfügung standen, nahm 1982 die Kulturgruppe ihre Arbeit auf. Das Projekt entwickelte sich aus eher bescheidenen Anfängen zu einer festen Institution im kulturellen Leben des Bezirkes. Obwohl heute jährlich ca. 80 Veranstaltungen durchgeführt werden, hat sich an den ursprünglichen Rahmenbedingungen und Zielen nicht viel geändert. Im Laufe der Jahre haben sich die Bereiche Jazz, Blues und Folk zu den Schwerpunkten im Kulturangebot der Petruskirche entwickelt. Diese Musik fristet in Deutschland ein Nischendasein und vielen Künstlern ist dies auch bewußt. Indem sie konsequent ihren eigenen Weg gehen und nicht in populäre musikalische Bereiche abwandern, verschließen sie sich teilweise dem kommerziellen Markt und finden nicht das ihnen eigentlich zustehende Medieninteresse. Wer den Verlockungen des Mainstream widersteht, muß fi nanzielle Abstriche in Kauf nehmen, behält aber die Kontrolle über sein künstlerisches Schaffen und wird dafür von einem kleinen, aber kompetenten Publikum belohnt und verehrt. Aus diesem Umfeld kommen die Künstler, die den Weg in die Petruskirche finden.

Jazz, Blues und Folk gehören nicht in ein modernes Theater oder einen mondänen Konzertsaal, die Winterkirche entspricht da schon eher einem Ort, an dem sich diese Musikrichtungen einmal entwickelt haben.

Das vom Künstler Stefan Kraft gestaltete Schild für die "Offene Kirche".

Hier trennen keine sichtbaren oder unsichtbaren Grenzen den Vortragenden vom Publikum, der Künstler stellt sich seinen Zuhörern, die unmittelbar am Geschehen teilhaben und wenn der Funke überspringt, verschmelzen beide Seiten zu einer Einheit, in der die Beteiligten spüren, was sie aneinander haben und wie sehr sie aufeinander angewiesen sind.

Hier steht nicht die Show im Vordergrund, sondern die Musik. Musik, die man live erleben muss.

Die Grundlage der Kulturarbeit ist die "Offene Kirche", unser Kirchencafé, das immer mittwochs und samstags besucht werden kann. Sie öffnet die Kirche, macht sie begehbar und gesellig. Darüber hinaus ist sie noch eine wesentliche finanzielle Einnahmequelle der Kulturarbeit.

Eine weitere große finanzielle Hilfe ist der Förderkreis der Kultur, der von Anfang an die Arbeit unterstützt hat.

Nach fast 30 Jahren ist aus dem einstigen Projekt längst Alltag und gute Gewohnheit geworden. Selbst die härtesten Kritiker dürften inzwischen den Gewinn erkennen: Die multifunktionale Nutzung unserer Kirche brachte eine Bereicherung des Gemeindelebens durch die Vielfalt der Kulturveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten. Die Kulturarbeit ist aktuell ein integraler Bestandteil von Petrus-Giesensdorf und wird es auch in Zukunft bleiben.

Kulturgruppe
www.petrus-kultur.de

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