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16.1.2019

"Zugewandte medizinische Begleitung" notwendig
Bischof Dröge warnt vor Legalisierung von Sterbehilfe

17. August 2012. Berlin (epd).

In der Debatte über das geplante Sterbehilfe-Gesetz hat der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge vor einer Legalisierung der Beihilfe zum Suizid gewarnt. Es bestehe die Gefahr, "dass es durch eine solche oder ähnliche Gesetzgebung schleichend zu einer Normalisierung der Sterbehilfe kommen könnte", schreibt Dröge in der Berliner Wochenzeitung "Die Kirche" (Ausgabe vom 19. August).

Statt Beihilfe zum Suizid zu gestatten, sei eine "zugewandte medizinische Begleitung" notwendig, "die Schwerstkranken ein so weit wie möglich schmerzfreies Leben ermöglicht", betonte der Bischof. Aktive Maßnahmen, die bewusst die Lebensverkürzung zum Ziel haben, seien nicht verantwortbar.

Ärzte wiesen zu Recht darauf hin, dass eine Legalisierung der Sterbehilfe durch Ärzte und Pfleger, die den Patienten nahestehen, dem Berufsethos des Heilens und Linderns widerspreche, schreibt Dröge. Wenn bei der Behandlung Schwerstkranker jedoch eine hohe Dosis von Schmerzmitteln nötig sei, die auch lebensverkürzend wirke, sei dies unvermeidbar und mit dem Berufsethos vereinbar.

Die "schlagzeilenträchtige Arbeit einer Schweizer Sterbehilfeorganisation" stelle die Frage der Selbstbestimmung des eigenen Lebensendes zwar immer wieder "wie unter einem Blitzlicht in die Öffentlichkeit", schreibt Dröge weiter. Offen bleibe jedoch, wie verhindert werden könne, dass Schwerstkranke das Gefühl bekommen, ihrem Leben ein Ende setzen zu müssen, um niemandem zur Last zu fallen.

Die Gesellschaft dürfe nicht in eine "Haltung abgleiten, die den Menschen nur dann als wertvoll erachtet, wenn er leistungsfähig ist und niemandem zur Last fällt", betont Dröge.