Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Gemeindezentrum CelsiusstraßeGemeindehaus Ostpreußendamm
Gemeindehaus ParallelstraßeDorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > September 2012

22.9.2019

Durchgeführte Baumaßnahmen an den Bauten unserer Gemeinde

von Norbert Bofinger

Das Gemeindehaus am Ostpeußendamm bekommt ein neues Vordach

Wie auch schon in den vergangenen Jahren, waren und sind an den Kirchen, Gemeindehäusern und an den Kitagebäuden unserer Gemeinde, Baumaßnahmen erforderlich. Einige dieser Arbeiten sind im Laufe dieses Frühjahrs und bis zum heutigen Tage durchgeführt worden.

Das Hauptaugenmerk war in dieser Zeit auf die Bauwerke am Ostpreußendamm gerichtet. Am Gemeindehaus Ostpreußendamm wurde das Dach vom großen Saal mit einer neuen Dachhaut, in Form von Bitumenschweißbahnen, versehen. Stellen, an denen bisher Wasserlachen standen, wurden unterfüttert, so dass ein Gefälle entstanden ist und das Wasser abfließen kann. Die Lichtkuppel über dem Altar, welche an den Rändern auch nicht mehr dicht war, wurde erneuert, ebenso die Dachrinnen und Fallrohre.

Bei allen Baumaßnahmen wird auch danach geschaut, ob, wo und wie Energie gespart werden kann. So wie beim Dachausbau im Gemeindehaus Parallelstraße, und der Neueindeckung am Hauptgebäude Ostpreußendamm 64, wurden auch am Dach des großen Saals hohe Energiestandards angelegt. Als Dämmstoff wurde Recyclingmaterial, nämlich aufgearbeitedes Zeitungspapier mit einem sehr guten Dämmwert und hoher Umweltverträglichkeit verwendet.

Ein zweites Projekt war die Neugestaltung des Seiteneingangs zum großen Saal. Erforderlich wurde diese Baumaßnahme durch diverse Mängel am alten Vorbau. Zum einen waren die unteren Querholme so stark vom Rost zerfressen, dass Wasser von der Seite her, unter den Bodenbelag eindrang und sowohl ihn, als auch den Estrich darunter beschädigten. Die Treppen und das Podest vor dem Anbau wiesen starke Frostschäden auf. Bei starkem Regen lief das Wasser auch im Anbau an den Wänden und Scheiben herunter.

Ein weiteres Problem, welches sich durch immer häufiger auftretende Starkregen einstellte, waren die voll gelaufenen Keller. Die Baumaßnahme "Seiteneingang" sollte auch hier Abhilfe schaffen. Der GKR entschied sich für eine Variante, bei welcher der Eingangsbereich des Saals und die Kellertreppe eine gemeinsame Überdachung bekommen sollten.

Die Umsetzung der Arbeiten begann Mitte Mai mit dem Abriss des Anbaus und der Treppe.

Beim Abriss des Anbaus stellte sich heraus, dass die Dachkonstruktion auf massiven Stahlträgern ruhte, deren Ausbau die Handwerker ganz schön ins Schwitzen brachte. Noch mehr Stahl befand sich in den Betonträgern, welche die Stufen und das Podest vor dem Seiteneingang trugen, wodurch sich die Abrisszeit deutlich in die Länge zog.

Nachdem der Vorbau demontiert war, wurden neue Türen und Fenster eingebaut, wodurch der Saal viel offener und lichter geworden ist. Ein echter Gewinn, auch für den Energieverbrauch!

Von den Fensterbauern wurden in diesen Zusammenhang auch alle anderen Fenster am Gemeindehaus überarbeitet.

Vor den neuen Türen wurden die notwendigen Fundamente erstellt und die Stufen samt Podestplatte eingesetzt, wozu der Erfindungsgeist erfahrener Handwerker nötig war. Eine Potestplatte wiegt um die 400 kg und ein Kranwagen kommt wegen der engen Einfahrt nicht auf das Grundstück. Mit schiefer Ebene, Rollen und viel Ausdauer kamen die Platten dann doch an den richtigen Platz.

Inzwischen hat der Schlosser die neue Überdachung geliefert und montiert. Das Vordach ist nach außen geöffnet, so wirkt der Eingang sehr einladend (anschauen lohnt sich).

Die Geländer sind noch in Arbeit, ohne sie darf die Treppe nicht freigegeben werden.

Die Hauptwasserleitung vom Gemeindehaus zur Kita Lindenhof war eine weitere größere Baustelle. Die alte, an vielen Stellen sehr dünn gewordene Wasserleitung aus verzinktem Stahlrohr, wurde durch ein PE-Kunststoffrohr ersetzt.

Hierzu wurde ein Graben von ca.60 m Länge 0,5 m Breite und 1,40 m Tiefe ausgehoben. Die Leitung erhielt zwei Abzweige mit Absperrschiebern, der eine für Bella, der zweite für das obere Lindenhofgebäude. So können die Gebäude bei notwendigen Arbeiten auch einzeln vom Wassernetz getrennt werden.

In den vorhandenen Graben wurden auch zwei Leerrohre für spätere Verwendung und eine Erdleitung für das Telefon, welche bisher als Hängeleitung verlegt war, eingebracht.

"Vom 11. Juni bis 13. Juli bleibt die Dorfkirche wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Gottesdienste finden im Gemeindezentrum oder im Gemeindehaus OPD statt".

So oder ähnlich haben wir es in Erinnerung, aber was wurde da gemacht?

Die gesamten alten Wandanstriche, ca. sechs Schichten von Dispersionsanstrichen über Latexwandfarbe bis zu Lackanstrichen, wurden entfernt. Ein Teil ließ sich relativ leicht abspachteln, andere Teile mussten mit Abbeizmittel, oder mit einer Oberflächenfräse, bearbeitet werden.

Die Setzungsrisse an den Wänden wurden breitflächig geöffnet, verkeilt, mit Gewebe überspannt und neu mit Kalkputz verputzt. Nun folgte die Grundierung und der Neuanstrich der Wände mit mineralischer Wandfarbe. Der mineralische Anstrich ist atmungsaktiv, verbindet sich gut mit dem Putz darunter und ist auch für eine spätere Überarbeitung gut geeignet.

Die Fenster wurden vom Tischler überarbeitet und von außen neu lasiert. Zudem wurden die alten, vergilbten Schutzverglasungen vor den Fenstern erneuert.

Nun wechseln wir von Giesensdorf nach Petrus.

Hier hielten sich die Arbeiten in Grenzen, sind aber zumindest an der Petruskirche gut sichtbar.

An der Petruskirche und am Gemeindehaus Parallelstrasse bekamen die Außentüren unddie Fenster einen neuen Außenanstrich.

Auch in der Holzkirche fanden im Sommer Erneuerungsarbeiten statt: Nach 25 Jahren war die Ölheizung am Ende. Nun übernimmt ein moderner Gasbrennwertkessel diese Aufgabe.

Norbert Bofinger

Lesen Sie zu diesem Thema auch:

zum Seitenanfang   Übersicht der Themen   blättern