Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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23.9.2019

Langfristige Freiwilligendienste im Ausland
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Schalom, ich bin Felix Lührs aus Neubrandenburg und bin Freiwilliger der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Seit gut 2 Monaten arbeite ich im Beit Jenny Breuer in Tel Aviv mit Holocaustüberlebenden. Mir sind "meine" Alten schon richtig ans Herz gewachsen und ich bin ebenso Teil der Familie geworden. Oft gehe ich für sie Medikamente holen, oder wir sitzen zusammen im Garten und unterhalten uns über meine offene Abneigung zu gefilltem Fisch.

Bewerbungsfrist

Bewerbungsfrist für den nächsten für den ASF-Freiwilligendienst, der am 1. September 2013 beginnt, ist der 1. November 2012. Alle Bewerbungsinfos und Unterlagen können im Internet unter www.asf.de heruntergeladen werden.

Aussendungsgottesdienst in der Petruskirche

Für die Freiwilligen, die in diesem Jahr ihren Dienst beginnen, veranstaltet unsere Gemeinde wieder einen Aussendungs- gottesdienst. Dieser findet am 14. Sonntag nach Trinitatis, dem 9. September um 11.00 Uhr in unserer Petruskirche statt.

Wir laden dazu herzlich ein.

Pfarrer Michael Busch

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) engagiert sich seit über 50 Jahren für Versöhnung und Frieden. Wir verwirklichen unsere Aufgaben vor allem durch unsere internationalen Freiwilligendienste. Wir nennen unsere Freiwilligendienste auch "Friedensdienste", weil wir mit Verständnis und Solidarität mit unseren Partnern zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihnen für einen gerechten Frieden und die Wahrung der Menschenrechte eintreten.

Zurzeit sind etwa 180 Freiwillige in Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, in den Niederlanden, in Norwegen, Polen, Russland, in der Tschechischen Republik, der Ukraine und in den USA tätig. Die große Mehrheit der Freiwilligen kommt aus Deutschland. In Großbritannien arbeiten und lernen polnische und deutsche Freiwillige zusammen und in Deutschland engagieren sich Freiwillige aus allen Partnerländern von ASF.

Die meisten Freiwilligen sind zwischen 18 und 30 Jahren alt. Es können aber auch ältere Menschen an unserem Programm teilnehmen. Ein Friedensdienst mit ASF dauert in der Regel zwölf Monate (in Norwegen gibt es auch 15-monatige Dienste).

Ein Friedensdienst ist kein Job und er unterscheidet sich sehr vom Au-pair-Aufenthalt im Ausland! Freiwillige stehen nicht in einem Arbeitsverhältnis und sie tun ihren Friedensdienst nicht allein. In den Seminaren treffen sie sich mit anderen Freiwilligen, diskutieren, arbeiten und feiern gemeinsam. Dabei kommen sehr unterschiedliche Menschen zusammen, mit unterschiedlichen Ansichten und verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen. Auch in ihren Projekten arbeiten die Freiwilligen meistens in Teams. Wir suchen deshalb soziale und kooperative Menschen, die offen und kontaktfreudig sind, die fremde Anschauungen und Lebensweisen akzeptieren. Menschen, die bereit sind, zuzuhören, zu lernen und sich und die Welt ein Stück weit zu verändern.

Wir arbeiten vor allem mit Menschen und Organisationen aus den Ländern zusammen, die besonders unter dem Terror des Nationalsozialismus gelitten haben. Für unsere Aufgaben suchen wir Freiwillige, die politisch und geschichtlich interessiert sind und mit Herz und Verstand bei unseren Partnern mitarbeiten. Wir unterstützen die Freiwilligen bei der Vorbereitung auf den Dienst und während der Zeit im Projekt. ASF bietet Gedenkstättenfahrten, Sommerlager und Seminare an, in denen die Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus thematisiert werden.

Eine zentrale Frage ist für uns, welche Auswirkungen die Geschichte auf unsere gegenwärtigen Beziehungen und auf unser heutiges Handeln hat.

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