ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.7.2019

Wie immer, Oppurg!
Seniorenreise vom 9. bis 23. Juni zum siebenten Mal ins schöne Orlatal

Ein Rückblick von Diedrich de Vries

Wie immer wohnten wir im Schloss Oppurg. Oppurg liegt in Thüringen, in der Nähe vom Ort Pößneck und nicht weit von Jena. Ja, ich kenne mich im Schloss Oppurg aus. Ich habe das besondere Flair des Hauses bereits im vorigen Jahr genießen können und habe mich deshalb voller Vorfreude auch für dieses Jahr angemeldet, denn ich wusste genau, was mir "blüht": "Keiner darf verloren gehen – jeder soll sich wohl fühlen."

Wer sich fragt, was heute eine gute Kirchengemeinde ausmacht, was sie prägt und ihr Gestalt verleiht, wird wahrscheinlich auf vier Merkmale stoßen:

Ich habe erlebt, in der Petrus-Giesensdorfer Gemeinde findet man diese Merkmale, und dort ist besonders der Punkt der "Ehrenamtlichen Arbeit" hervor zu heben.

Als wir am 9. Juni in Oppurg eintrafen, wurden wir wieder besonders herzlich vom Schloss-Team begrüßt. Ich spürte deutlich, dass sich beide Seiten auf das Wiedersehen freuten. Hervorzuheben ist für mich das Küchen-Team. Sie servieren uns täglich Essen, was nach meiner Meinung mindestens einen "Stern" verdient. Das Essen wird liebevoll zubereitet, ist abwechslungsreich, gesund und schmeckt sehr gut.

Unsere Gruppe besteht in diesem Jahr aus 33 Personen im Alter zwischen 59 und 91 Jahren. In der letzten Woche ist Pfarrerin Peters-Streu dazu gekommen. Wir haben mehrere Teilnehmer, die durch Einschränkungen auf einen Rollstuhl angewiesen sind, außerdem müssen andere einen Rollator benutzen. Diese Gruppenmitglieder fühlen sich bei uns nicht als "Bremsschuh" oder als Belastung für die Gruppe, denn es wird ihnen immer, wenn es nötig ist, mit großer Selbstverständlichkeit geholfen. Und weil es so ist, können alle an Spaziergängen im Ort oder an den Tagesausflügen teilnehmen. Zum Beispiel.:

Ein Ausflug war zum Dom in Naumburg. Dort konnten wir uns entscheiden zwischen einer Dombesichtigung, einer sachkundigen Stadtführung (Leitung Benjamin Langner) oder einem Cafè-Besuch.

An einem anderen Tag war unser Ziel die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, Station Obstfelderschmiede. Der Erbauer dieser Bergbahn war Ing. Dr. Wolfgang Bäseler. Am 19.8.1900 war die Eröffnung. 1949 übernahm die deutsche Reichsbahn die Betriebsführung. 1993/94 verschmilzt die Deutsche Reichsbahn zu einem Unternehmen der deutschen Bahn AG. Nach dem Umbau im Okt. 2001 auf der Steilstrecke war am 14.12.02 Wiederinbetriebnahme der Bergbahn. Dieses technische Denkmal hat uns allen sehr gefallen. Der Abschluss des Tages war ein Besuch im Café "Zum Meuraberg" in Meura. Wer diese Gegend mal besuchen möchte, muss sich Zeit für die vielen Ausflugsziele mitbringen, es ist eine wundervolle Umgebung.

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Thalbürgel ins Museum Zinsspeicher, in die Klosterkirche und zum Kaffee in die "Kanone".

Der vierte Ausflug führte uns nach Saalfeld zum Einkaufsbummel.

So sieht ein Tag in Oppurg aus:

8.30 Uhr Andacht (Inka Langner) – Frühstück – Stuhl-Gymnastik (Gisela Meyer) – Volkstanz (Gisela Meyer) – 12.00 Uhr Mittagessen – bis 15.00 Uhr Mittagsruhe – 18.00 Uhr Abendbrot – danach Spielen und Quatschen oder sich etwas im Fernsehen ansehen.

Die Hin- und Rückfahrt mit dem Bus hat natürlich wieder das Busunternehmen "Potsdam-Tours" übernommen, der Fahrer war der uns vertraute Herr Taubert.

Die Tagesausflüge ins Umland machte mit uns wieder das Reiseunternehmen Böhme.

Ich weiß heute schon, dass ich mich auch im nächsten Jahr für diese Reise anmelden werde, denn es gibt noch viele Orte in der Umgebung, die besucht werden können. Ebenso gibt es viele Kirchen und Schlösser, die restauriert wurden oder wo man gerade dabei ist, sie wieder im ursprünglichen Glanz leuchten zu lassen.

Jeden Leser möchte ich auffordern, es mir gleich zu tun und mal nach Oppurg zu fahren, Sie werden es selber merken, Schloss Oppurg lohnt sich. Hoffentlich bleibt es uns noch lange erhalten!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich ein paar Worte zu Willi Roggenbuck schreiben, den ich im letzten Jahr hier kennen gelernt habe. Da Willi in einer ganz besonderen Weise einmalig war, hat er bei allen, die ihn kannten, SPUREN hinterlassen. Willi hat uns gezeigt, dass man trotz schwerer Krankheit mit Freude und Humor am Leben teilnehmen kann. In diesem Jahr war er nicht mehr dabei, denn er ist am 24. März gestorben.

Nicht nur in Oppurg werden wir Willi nie vergessen.

Diedrich de Vries