ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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27.3.2019

Gründe für nachhaltiges Selbstbewusstsein
Auszug aus dem Bericht zur Lage Gesamtephorenkonvent am 16. Mai 2012

Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge

Angesichts dieser Großwetterlage bin ich davon überzeugt, dass wir unaufgeregt und nachhaltig, aber auch klar und offensiv öffentlich deutlich machen müssen, was wir Konstruktives in unserer demokratischen, von den Menschenrechten geprägten Gesellschaft und für diese Gesellschaft leisten, und dass unsere rechtlichen Positionen, inklusive dem Recht, Kirchensteuern einzunehmen, deshalb nicht unangemessene "Privilegien" sind, sondern eine faire und angemessene Art unser gesellschaftliches Engagement zu fördern. Ein gesundes evangelisches Selbstbewusstsein tut uns und anderen gut.

Ich nenne einige Themen, mit denen wir Selbstbewusstsein zeigen können und sollen, um der Tendenz zu widersprechen, unsere Kirche sei eine allmählich abnehmende, inhaltlich problematische und über ihre gesellschaftliche Bedeutung hinaus staatlich privilegierte Institution:

Ich plädiere also für ein nachhaltig unaufgeregtes evangelisches Selbstbewusstsein, zu dem wir begründet Anlass haben: Zum einen wegen der guten Botschaft, die wir zu vertreten haben und die unser Selbstbewusstsein begründet und stärkt, und zum anderen wegen der vergleichsweise vielen Ressourcen und Möglichkeiten, die wir haben. Wir tun in der Kirche viel für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und dafür, dass die Menschenwürde in unserem Land geachtet wird. Dafür müssen wir offensiv und selbstbewusst auf allen Ebenen unserer Kirche eintreten. Entweltlichung ist nicht unser Programm.