ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.3.2019

Ewigkeitssonntag


Foto: GEP

In allen Kulturen, Religionen und Konfessionen nimmt das Totengedenken einen wichtigen Platz ein und gehört zum menschlichen Zusammenleben. Allerdings lehnten die Reformatoren den katholischen Seelenkult ab und schafften das Allerseelenfest (2. November) in den evangelischen Kirchen ab.

Natürlich sollte es weiterhin einen Tag geben, an dem aller Toten gedacht wird. König Friedrich Wilhelm III. Von Preußen ordnete 1816 an, jeweils am letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent, der Verstorbenen zu gedenken. Anlass waren möglicherweise die vielen Gefallenen der Befreiungskriege 1813, förderlich sicher auch die Welle der Empfindsamkeit im Zeitalter der Romantik, die das Gedenken an die Verstorbenen verstärkt in Mode brachte.

Das geistliche Totengedenken wurde außerhalb Preußens von anderen protestantischen Kirchen später übernommen und sehr populär.

Bräuche am Totensonntag

Am Ewigkeitssonntag besuchen die Menschen die Friedhöfe und schmücken die Gräber ihrer Angehörigen. Die Verstorbenen des ausgehenden Kirchenjahres werden namentlich im Gottesdienst genannt und zusammen mit ihren Angehörigen in das Fürbittengebet mit aufgenommen. Der Dank für das Leben und der Trost für die Trauernden verbinden sich in der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten.

Simone Assmann

Gottesdienste am Ewigkeitssonntag, 20. November, finden in unserer Gemeinde um 09.30 Uhr in der Dorfkirche Giesensdorf und um 11.00 Uhr in der Petruskirche statt.

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Foto: Bernd Meyer

Zum Ewigkeitssonntag

Letztes Blatt am Baum,
ich erfreue mich an Dir.
Du bist nicht allein,
Blicke und Gedanken
hüllen Dich ein.

Jetzt, wo Dich alle verlassen haben,
zur Erde gefallen sind,
selbst wieder Erde geworden,
ziehst Du mich an wie ein Magnet.

Bin selbst ein Blatt am Baum meines Lebens,
alt und "gezeichnet", dankbar ergeben.
Sag, wenn Du fällst – dann falle ich mit!
Mensch und Natur – zeitloses Glück.

H. S., 28.12.2009
(Helga Schwincke, 1925–2010)

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