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22.7.2019

20 Jahre Ehe sind geschafft...

Constantin T. Huth

Am 1. September 1991 begann mein Arbeitsverhältnis bei der damaligen Petrusgemeinde mit der Aufgabe, Jugendarbeit am Standort HOLZKIRCHE anzubieten. Die HOLZKIRCHE und ich sind nun bereits seit diesem Zeitpunkt durch dick und dünn gegangen. Auch bei Feuer und Wasser, Stürmen und Gefahren haben wir stets zueinander gehalten.

Manchmal stelle ich mich auch bereits als Herr Holzkirche vor, da diese Institution und ich seit so vielen Jahren nicht voneinander zu trennen sind. Also eben ganz wie ein altes oder auch mehr oder weniger junges Ehepaar.

Bereits zum 50-Jahr-Fest der HOLZIRCHE, im Jahr 2006, haben wir zwei längere Artikel über unsere Erfahrungen und Ereignisse im "Schlüssel" veröffentlicht. Diese sind noch immer auf der Website der Gemeinde nachzulesen.

In den vielen Jahren haben sich die Beziehung und das Zugehörigkeitsgefühl zu dieser Einrichtung immer mehr verstärkt. Nicht nur durch die Gründung des HOLZKIRCHE e.V. – Verein für soziale Arbeit, Kinder- und Jugendarbeit haben sich völlig neue Aufgaben entwickelt. Die Kinder und Jugendlichen haben in der Zeitspanne von 20 Jahren ganz neue Interessenfelder für sich erschlossen, ein Beispiel dafür ist das Internet und der Gebrauch von sogenannten "neuen Medien", wie Handy, I-Pod und Co. Wo früher handschriftlich Briefe und Anträge verfasst wurden, ist heute ein Büro und auch eine Jugendarbeit ohne den neuesten Stand der Informationstechnik nicht mehr möglich. Unser www.facebook.com/haus.holzkirche ist unsere aktuelle Aktivität, um immer in Kontakt zu bleiben. Email, Website, Fax, mobile Telefone haben Schreibmaschinen, Wählscheiben und starre Verabredungen ersetzt. Unsere Öffnungszeiten sind nur eine Selbstverpflichtung und ein Garant für unsere Anwesenheit, Jugendarbeit findet jedoch manchmal erst nach Feierabend statt, denn bei einem wichtigen Gespräch werden Angebotszeiten meist nicht beachtet und im worldwideweb ist immer jemand wach. Umso schöner ist es, mit der Fahrradreparatur noch immer ein Angebot zu haben, das all die Jahre Bestand hatte, mein Steckenpferd Bücher und Schallplatten hat sich glücklicherweise auch ganz wunderbar in die Arbeit eingefügt.

Viele Jugendliche von früher besuchen uns nun mit ihren Kindern und nutzen die Angebote. Die Holzkirche und ich können uns schon richtig als Großeltern fühlen, auch wenn ich mich altersgemäß noch gar nicht so sehe. Aber meine werte Partnerin mit ihrem Baujahr 1956 ist ja auch schon etwas älter als ich. Dass ich in diesem Jahr auch schon 50 Jahre geworden bin, mich aber doch viel jünger fühle, liegt bestimmt an den vielen unterschiedlichen Herausforderungen bei der Arbeit.

Ich glaube, nur wenige Arbeitsplätze bieten eine solche Fülle von Möglichkeiten, ob Holz- und Metallbau, Bücher und Fahrräder, Bandraumtechnik und Computer, Gartenarbeit und Hausinstandhaltung, Verwaltung und Personal, Kinder- und Jugendprojekte, regionale und berlinweite Gremien und Planungsfragen, soziale Beratung und 1000e Gespräche.

Immer Schritt zu halten, ist ein Anreiz, selber immer aktiv zu sein, und das habe ich durchaus schätzen gelernt. "Chronia pola" wünschen die Griechen, was da heißt "Viele Jahre".

In diesem Sinne erhoffe ich für unsere Beziehung weitere gute und interessante Jahre und für die flankierende Hilfe und Unterstützung danken wir natürlich allen Beteiligten. Denn was wäre unser kleines Glück ohne die unterschiedlichen Kontakte mit den vielen Menschen.

So freut es uns, am Freitag den 02.09. in der Holzkirche mit unserer "Verwandtschaft", Ehemaligen und Freunden einmal mehr auf die vergangenen Jahre zurückzublicken, aber auch einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Mit besten Grüßen von der HOLZKIRCHE und von

Constantin T. Huth

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