ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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24.3.2019

Katastrophenhilfe für Japan
Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe – die christlichen Gemeinden in Japan bitten dringend um unsere Hilfe

Jensen Walker/Getty Images for Save the Children, creative commons (by/nc)

Der 11. März 2011 brachte Verwüstung und unbeschreibliches Leid über weite Teile der japanischen Ostküste. Tausende Menschen verloren durch das Erdbeben und den dadurch ausgelösten Tsunami ihr Leben, Hunderttausende sind ohne Obdach, Millionen von einer Atomkatastrophe bedroht. Eine Zerstörung solchen Ausmaßes ist für ein Industrieland wie Japan bisher kaum vorstellbar gewesen. Die deutsche Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Tokio-Yokohama, Elisabeth Hübler-Umemoto, hat deshalb um Hilfe aus Deutschland gebeten.

Was wird benötigt?

Viele Gemeindeglieder unserer Partnerkirche, der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyodan), haben alles verloren und sind in Notunterkünften untergebracht. Für sie werden dringend Lebensmittel, Decken und Medikamente gebraucht. Ziel ist es außerdem, eine kurzfristige Besserung ihrer Lage zu rschaffen, indem sie zum Beispiel zu Verwandten reisen können. Die Pfarrerin bittet um Spenden für "unbürokratische Hilfsmaßnahmen", das heißt, dass mit dem Geld dringend benötigte Sachspenden vor Ort besorgt werden können. Zahlreiche Kirchen wurden vom Erdbeben zerstört und sollen langfristig wieder aufgebaut werden. Sämtliche Spendengelder werden an den Kyodan weitergeleitet.

In welcher Lage befinden sich die christlichen Gemeinden?

Das Berliner Missionswerk steht in direktem Kontakt mit Pfarrerin Hübler-Umemote und mit Pfarrerin Akiba-Krämer der Berliner japanischen Gemeinde, die sich zurzeit in Japan befindet. Von unserer Partnerkirche, der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyodan), wissen wir, dass in den vom Erdbeben besonders betroffenen Gebieten rund 35 ihrer Gemeinden liegen. So wurde zum Beispiel die Kitakami-Kirche schwer beschädigt und die Shinsei Kamaishi Kirche und die Sen’maya Kirche durch den Tsunami vollkommen zerstört. Leider gibt es von zahlreichen Gemeindegliedern entlang der Küste keine Nachrichten. In der Ofunado-Gemeinde werden Mitglieder vermisst. Die Pfarrerinnen und Pfarrer scheinen überlebt zu haben, aber es gelingt uns nicht, Kontakt zu einigen Gemeinden im Regierungsbezirk von Iwate zu bekommen.

Im Hokkai-Bezirk im Regierungsbezirk Hokaido wurde die Horoizumi-Kirche vollkommen überflutet. Gemeindeglieder aus Urakawa sind erkrankt. Von ungefähr einem Drittel der Kirchen und Gemeinden in diesem Bezirk konnten wir keine Nachrichten bekommen. Schwere Schäden gibt es im Kirchenbezirk Tohoku an acht Kirchengebäuden und einem Kindergarten in den Regierungsbezirken Miyagi, Fukushima und Yamagata. Im Kirchenbezirk Kanto Kyoku wurden zehn Kirchen zum Teil schwer durch das Erdbeben und die Flut getroffen, sowie zwei Kindergärten.

Die Geschichte der deutsch-japanischen Partnerschaft

Erste Beziehungen unserer Landeskirche nach Japan gehen zurück in die 1960er Jahre. Seitdem gibt es persönliche Besuche und Kontakte. Die Deutsche Ostasien Mission (DOAM) ist Mitträgerin des Berliner Missionswerkes. Ihre protestantische Mission begann vor über 150 Jahren im Jahre 1859. Heute hat die Vereinigte Kirche Christi in Japan (Kyodan) ca. 200.000 Mitglieder.

Spenden und Gebete

Pfarrerin Akiba-Krämer und Pfarrerin Hübler-Umemoto berichten uns von weltweiter Fürbitte auch über religiöse Grenzen hinweg, Andachten und Gottesdienste haben den Menschen viel Trost und Kraft gegeben. Wir bitten auch Sie um Ihre Gebete und Ihre Unterstützung der christlichen Gemeinden in Japan. Vielen Dank!

Spendenkonto

Berliner Missionswerk
71 617
Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel, BLZ 210 602 37
Projektnummer: 5311
"Katastrophenhilfe Japan"

Online-Spenden und Informationen

www.berliner-missionswerk.de

Berliner Missionswerk
Georgenkirchstr. 69/70
10249 Berlin
Tel. (030) 243 44-123