Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.9.2019

Wie viele Brote habt ihr?
Weltgebetstag 2011 aus Chile

von Renate Kirsch


Bildtitel: Wie viele Brote habt ihr? Las Bordadoras de Copiulemu.
Bildrechte bei: Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Weltgebetstag 2011 aus Chile

Herzlich laden ein die Gemeinden Petrus-Giesensdorf, Mater Dolorosa und Eben-Ezer zum Gottesdienst am Freitag, 4. März 2011 um 17.00 Uhr bei Eben-Ezer in der Celsiusstr. 46

Am Dienstag, den 8. Februar, trifft sich die Vorbereitungsgruppe um 17.30 Uhr in der Cafeteria bei Eben-Ezer.

Wir werden Informationen erhalten von der Werkstatt zum Weltgebetstag (WGT), die am 15. Januar im Amt für kirchliche Dienste stattfand. Es ist immer bewegend, was wir von dem Land lernen können, aus dem die Gottesdienstordnung kommt. Wir sind eine offene Gruppe und freuen uns über jeden, der dabei sein und sich beteiligen will. Männer gehören von Anfang an selbstverständlich dazu – und waren immer sehr gut, Danke!

Wer mehr über das Land Chile und die WGT-Arbeit erfahren möchte, hat dazu die Gelegenheit am Mittwoch, den 16. Februar um 16 Uhr in der Cafeteria in der Celsiusstraße 46.

Noch zwei Hinweise für unsere Kinder: Am Samstag, 26.Februar findet zu dem WGT-Thema ein Kinderbibeltag statt von 10-14 Uhr im Gemeindehaus am Ostpreußendamm und am Sonntag, 27.Februar dann der Familiengottesdienst um 11 Uhr in der Petruskirche.

Der Weltgebetstag 2011 kommt aus "dem letzten Winkel der Welt", wie die Chileninnen und Chilenen selbst ihr Land nennen. Er geht mit der Titelfrage "Wie viele Brote habt ihr?" sogleich "zur Sache":

Ihr Christinnen und Christen weltweit – was habt ihr zu bieten? Was tut ihr gegen den Hunger in der Welt? Was und wo sind eure Gaben und Fähigkeiten, die ihr dort teilen und einsetzen könnt, wo sie gebraucht werden?

So direkt ist uns schon lange kein Weltgebetstag mehr "zu Leibe gerückt". In der Gottesdienstordnung ist vorgesehen, dass die Gaben und Fähigkeiten aller Teilnehmenden im Gottesdienst aufgeschrieben, in Körben gesammelt und auszugsweise am Altar verlesen werden.

Wie viele Brote habt ihr?, fragte Jesus seine Jünger, die ratlos vor den 5000 Hungrigen standen, und ermutigte sie zum gesegneten Teilen der geringen Brotvorräte. Und alle wurden satt. Diese Mutmachgeschichte aus dem Markus-Evangelium stellen die Weltgebetstagsfrauen in den Mittelpunkt ihres Gottesdienstes.

Auch wenn bereits 1936 schon einmal eine Gottesdienstordnung aus Chile kam, ist die diesjährige Weltgebetstagsbewegung in Chile jung. Denn erst im Jahr 2000 haben Frauen, die in verschiedenen Fraueninitiativen engagiert waren, eine Gruppe gebildet, aus der heraus das Weltgebetstags-Komitee erwachsen ist.

Ein Zeichen für ökumenische Tatkraft, die für das überwiegend römisch-katholische Chile (gut 70 Prozent) etwas Neues ist. Auch unter den zirka 15 Prozent protestantischen Christinnen und Christen war Ökumene bisher kaum ein Thema. In der Weltgebetstagsliturgie werden die Teilnehmenden nicht nur in der Landessprache Spanisch begrüßt, sondern auch mit Worten aus den indigenen Sprachen. Ein Hoffnungszeichen, dass unter Christinnen und Christen die ethnischen Grenzen überwunden werden sollen.

Als die Liturgie schon fertig geschrieben war, erschütterten das Land das Erdbeben und die Flut vom Februar 2010. Aber das Thema der Liturgie: Wie viele Brote habt ihr? wurde für die Verfasserinnen zur aktuellen Überlebensfrage und zur dringenden Bitte nach Solidarität an alle Christinnen und Christen weltweit.

Renate Kirsch

www.weltgebetstag.de

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