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27.5.2012

"Gerecht genießen – Gemeinden trinken fair"
Eine Aktion von "Brot für die Welt"

Herzliche Einladung zu einer Tasse fair gehandelten Kaffees am Sonntag, dem 13. Februar, im Anschluss an den Gottesdienst in der Petruskirche.

Auch in der Gemeinde Petrus-Giesendorf wurde einmal beschlossen, dass bei Veranstaltungen, zu denen die Gemeinde einlädt, ausschließlich Kaffee aus Bezugsquellen des Fairen Handels ausgeschenkt wird, auch Gastgruppen in unserem Haus wurden und werden gebeten, ebenso zu verfahren. Die Gemeinde möchte so einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit im Welthandel leisten und ein Zeichen gegenüber der örtlichen Öffentlichkeit setzen. Die Gemeinde beteiligt sich damit an der Initiative "Gerecht genießen – Gemeinden trinken fair" der Aktion "Brot für die Welt".


Pressefoto: Fairer Kaffee

Hier in Kürze alle wichtigen Gründe an dieser Aktion teilzunehmen:

  • Kaffee ist und bleibt das umsatzstärkste Produkt im internationalen Agrarhandel. Viele Millionen kleiner Leute müssen vom Kaffee leben.
  • Hungerlöhne im buchstäblichen Sinn des Wortes sind ein bisher nicht überwundenes Übel bei der Kaffeeproduktion. Der Faire Handel, wesentlich von den Kirchen ins Leben gerufen, kann in Teilen des Kaffeemarktes für mehr Gerechtigkeit sorgen: überall dort, wo sich Kleinbauern zu Kooperativen zusammenschließen und zu Vertragspartnern des Fairen Handels werden.
  • Unsere Kirchen als "Erfinder" des Fairen Handels sollten der Gesellschaft ein besonders gutes Beispiel geben, aber leider ist es bisher nur eine kleinere Minderheit der mindestens 16.000 Evangelischen Gemeinden, die das selbst praktiziert, was sie Behörden, Unternehmen und Verbrauchern empfiehlt. Der Anteil von fair gehandeltem Kaffee am Gesamtverbrauch beträgt in Deutschland 1,5% und ist verglichen mit EU-Nachbarn wie z.B. Großbritannien (20%) peinlich gering.
  • Großunternehmen der deutschen Kaffeebranche, die wir alle aus der Werbung kennen, sind in der Weihnachtszeit 2009 zu Kartellstrafen in dreistelliger Millionenhöhe verurteilt worden. Sie hatten über Jahre Preiserhöhungen zur Steigerung ihrer Gewinne und zu Lasten der Verbraucher untereinander abgesprochen. Natürlich hat kein Plantagenarbeiter und keine Kleinbauernfamilie davon auch nur einem Cent gesehen.

Im Fairen Handel werden ebenfalls Absprachen getroffen. Aber nicht in Hinterzimmern, sondern so, dass alle davon wissen sollen.

Die vertraglichen Vereinbarungen des fairen Kaffeehandels wollen zuerst Existenz und Entwicklungsmöglichkeiten für die Menschen sichern, die unser Genussmittel Kaffee im Schweiße ihres Angesichtes produzieren.

Alle Verbraucher, alle Gemeinden, die genau wissen wollen, was der faire Kaffeehandel vereinbart, können es erfahren. Besuchen Sie die homepage www.brot-fuer-die-welt.de

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