Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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17.9.2019

Jugendreise Nautic Almata 2009
Aus dem Reisetagebuch

Am 14. August flogen 18 Jugendliche mit zwei Teamern und Pfarrer Lutz Poetter von Tegel nach Barcelona – für zwei sonnige Wochen am Strand im Aktivcamp Nautic Almata. Ein Bericht mit Bildern und Einträgen aus dem Reisetagebuch.

15. August

Heute erster Tag zum Sonnenbaden; einige Sonnenbrände. Sehr viel Entspannung und allgemeine Bewegungslethargie. Endlich Urlaub!

16. August

Genau so viel Entspannung wie gestern, allerdings ging der Tag schneller vorüber. Baden, Sonnen und Eincremen beherrschten neben Tischtennis und Volleyball das Geschehen. Das Essen war gut, am besten war der Salat. Unser Auftritt abends beim Karaoke war ein voller Erfolg und sollte unbedingt wiederholt werden, vielleicht jedoch mit vorher einstudierten Songs. Auch das Discomobil wird das nächste Mal einen Besuch erhalten. Alles in Allem ein sehr gelungener Tag.

17. August

Ich hasse Busfahren. Aber das Water-Trekking den Fluss hinab war super. Die Sprünge waren echt toll und diejenigen, die letztes Mal auch dabei waren, fanden es dieses Mal besser: Das Wasser ist wärmer. Das Essen war lecker, besonders der Vanillepudding. Alles in Allem ein total cooler Tag!

Wir haben dann am Abend in nahezu voller Besetzung am Strand gechillt. Das hat mich extrem gefreut und war echt lustig. Ich hoffe, dass noch einige solche Abende folgen werden. Vielleicht schaffen wir es ja auch ein paar andere Camps dazu zu holen, die eventuell sogar ein wenig Musik spielen.

Nachdem wir alle eine tolle Flusswanderung hinter uns gebracht haben, haben wir am Abend die Strandbar besucht. Wir haben uns alle gut und viel unterhalten und zum Abschluss etwas getanzt. Danach am Strand haben wir uns viele Witze und Geschichten erzählt, Rätsel gelöst und gegen Ende das Niveau fast vollständig beseitigt. Ein toller Abend!

Ich hoffe, wir können das bald ( mit einer anderen Gruppe?) mit viel Musik wiederholen.

18. August

Heute haben wir fast alle nacheinander in Vierer- Grüppchen eine kleine Kajaktour gemacht. Hat richtig Spaß gemacht, obwohl ich mal wieder feststellen musste, dass Paddel und ich einfach nicht zusammen harmonieren.

19. August

Während die einen noch schliefen, standen die Mountainbike-Extrem-Tour-Fahrer schon um halb acht auf und trafen sich bereits um 8 Uhr früh mit den Sport-Guides zum Frühstück. Nach leckerem Essen und kurzer Einweisung ging es endlich los. In der ersten Pause, die schon nach ca. 1 km war, wurden nochmals die Grundeinstellungen, wie Sattelhöhe etc., gecheckt und überprüft.

Schließlich fing die erste Etappe über 17 km Flachland nach Roses an. Dort pausierten wir ungefähr 15 min und sofort machten uns die ersten Höhenmeter zu schaffen. Wir legten immer wieder neue Treffpunkte bzw. Pausenorte fest. Die ersten Berge waren bezwungen und nun kurz vor der längsten Pause hatten wir die schnellste und amüsanteste Abfahrt. Wir überholten mitunter mit 50km/h Autos und hatten extrem viel Spaß! Die letzte und gefährlichste Abfahrt stand jedoch nach einem relativ langem Aufstieg noch vor uns. Bei dieser riskanten Fahrt habe ich (Freddi) mich mit dem Fahrrad überschlagen und habe die Fahrt freiwillig abgebrochen... Zum Glück kann man mit dem Schiff zurückfahren von Cadaques nach Roses. Die meisten anderen sind per Rad über die Pässe zurück geradelt. 90 km in den Bergen bei der Hitze sind wirklich extrem...

20. August

Der heutige Tag war laut Abendrunde für alle ziemlich entspannt und wurde mit Pool- und Strandgängen verbracht. Besonders die Extremtour-Fahrer betonten, dass sie sich gut vom anstrengenden Vortag erholt haben. Ab 12 Uhr mittags wurde gepokert mit hoher Ausscheiderate in der ersten halben Stunde, dafür aber umso längere Zeit mit nur vier bis zwei Spielern. Jonas ging als Sieger aus dem Turnier hervor. Ab 15 Uhr sollte eigentlich eine Gruppe von sieben Leuten in den nächsten Supermarkt fahren, welche sich allerdings auf drei reduzierte, da das gemietete Auto hinten keine Sitzgelegenheiten hatte. Asja und Franzi waren die Glücklichen, die mitfuhren mit Lutz und sie haben alle Bestellungen komplett und kompetent erfüllt. Danke dafür! Der Rest blieb im Camp, spielte Uno oder ging zum Pool. Nachmittags entstanden lustige Zeitvertreibe wie z.B. das Herumrollen einer Klebebandrolle auf dem Tisch mit allen Teilen des Gesichts. Definitiv ein Anwärter auf den Titel "Olympische Kategorie". Das Abendessen war ein Highlight der Tage, es gab Grillfleisch und -würste, ungewürzten Nudelsalat und Gurkensalat, Baguette und Melone zum Nachtisch. Auch wenn noch einiges übrig blieb, wurde das Essen äußerst positiv bewertet. Ein Dank natürlich auch an unsere Grillmeister! Nach der Runde wurde dann wieder geduscht oder sportlichen Aktivitäten nachgegangen und dann geduscht oder Baden gegangen oder... das übliche halt. Das Treffen am Strand blieb leider unmusikalisch. Für einige endete der Tag mit einem kleinen Mitternachtsimbiss und dann Ausschalten der Lampen.

21. August

Wie immer wurden wir morgens von Lutz mit der Mundharmonika geweckt, nur dass es diesmal nach dem Frühstück nicht zum Strand ging. Um 11 Uhr sind wir mit zwei anderen Gruppen Richtung Barcelona losgefahren. Die Fahrt ging ungefähr zwei Stunden. Dort angekommen hatten wir 30 Minuten Pause, um uns die Kirche Sagrada Familia anzugucken. Dann gings weiter im Bus mit einer zweistündigen Stadtrundfahrt. Diese handelte vor allem von Gebäuden und berühmten Architekten, was wir zumindest ziemlich interessant fanden. Auf Wunsch hielten wir zwischendurch beim FC- Barcelona- Stadion an, wo es z.B. den ersten Spielerbus zu sehen gab. Wir machten dort ein Gruppenfoto.

Dann gings weiter Richtung "Les Rambles", wo alle vier Stunden Zeit hatten, um sich die Stadt auf eigene Faust anzuschauen. Die meisten gingen shoppen, zu McDonalds oder in kleine Seitengassen, wo eine andere Welt herrschte. Danach trafen sich alle, um zu den berühmten Wasserspielen am Nationalpalast zu gehen. Diese waren sehr beeindruckend, mit Musik und Farbenspielen. Zum Schluss gings zurück zum Camp, wo wir so gegen halbeins ankamen. Als wir dort waren, gingen die meisten erstmal duschen oder genossen einen Mitternachtssnack oder sogar beides. Dann gingen fast alle schlafen, bis auf ein paar Strandgänger. Alles in allem war es ein sehr anstrengender, beeindruckender und superschöner Tag.

22. August

Es ist gerade sehr früh. Uns ist kalt und langweilig, aber wir haben großen Hunger. Jetzt kommt gerade Lutz aus seinem Zelt und guckt in die Zelte. Nun sitzen wir auf einer Bank und schreiben immer noch in das Buch. Wir werden bald frühstücken. Lecker!

23. August

Heute fand die Fahrrad-Schnorchel-Tour statt, auf die wir uns alle gefreut hatten. Wir (Vanessa und Luisa) waren bei der Nachmittagstour dabei, was seine Vor- und Nachteile hatte. Der Vorteil war, dass das Wasser nicht so kalt wie morgens war. Der Nachteil war eindeutig die Hitze bei der Hinfahrt mit dem Fahrrad.

Für einige war die Hintour ziemlich anstrengend, manche waren eher unterfordert. Das Schnorcheln war für alle sehr erfrischend und aufregend. Die Rückfahrt war wesentlich entspannter, aber leider gab es auch einen Unfall bei der Fahrt durch die Obstplantagen, bei dem Melanie und Saskia sich verletzt haben. Der frische Obstsaft von dem Laden war sehr lecker und wir haben erstmal ein Eis genossen. Nach der Tour haben sich die meisten noch im Meer erfrischt. Es war ein gelungener Tag.

24. August

Habe heute nochmal als Gruppenleiter mit Andreas, dem Küchenchef gesprochen: Ob wir ein zweites Mal grillen könnten? Wir haben ihm angeboten, uns weniger Fleisch zu geben. Das lehnt er aber ab! Es gehört zu seinen Prinzipien als Küchenchef, dass jeder einen Spieß, ein Stück Fleisch und eine Wurst zum Grillen bekommt – ohne Aufpreis oder so. Das hat er drin in seiner Kalkulation, sagt er. Was er nicht sagt: Wir Berliner genießen bei ihm echte Vorzugsbehandlung. Wie im letzten Jahr übrigens auch schon. Andreas ist ein toller Camp-Koch.

26. August

Hier schreibt Dustin. Ich fand die Strandolympiade sehr schön, die Spiele haben viel Spaß gemacht, besonders das Trieselspiel, bei dem einem vom vielen Drehen ganz schön schwindlig wird. Auf dem Markt habe ich viele Geschenke für meine Eltern gefunden, die sich hoffentlich darüber freuen werden. Die Drahtesel waren simpel ausgestattet (nur mit Bremsen).

27. August

Der gestrige Tag hat uns echt gut gefallen, wir waren mit auf dem Markt in Sant Pere Pescador und haben uns viele schöne Sachen gekauft. Nachdem wir mit unseren Rädern wieder ins Camp gefahren waren und Freddy sein Hinterrad demoliert hatte, haben wir uns an den Strand in die Sonne gelegt. Wo wir bis zum frühen Abend Sonne tankten. Das Abendessen wurde dank Lutz mit den Pellkartoffeln vom vorigen Tag verfeinert (es gab Chili con Carne). Die "Psycho"- Runde fand diesmal am Strand statt, was mal eine gelungene Abwechslung war. Anschließend waren wir wieder tanzen, was uns jedes Mal aufs neue Spaß macht. Diesmal haben wir Grundschritte und Figuren des Tangos gelernt. Zum Schluss haben wir dann alles nochmal wiederholt (Discofox/Rumba). Unser Tanzlehrer Matteo sagt, dass wir uns gar nicht mal so doof angestellt haben. Gerade waren wir noch am Pool und haben uns gebräunt, einige haben sich jetzt auch noch Sonnenöl gekauft, um noch „bräuner“ zu werden. Jetzt geht es wahrscheinlich nochmal an den Strand, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und Schnorcheln zu gehen. Die schöne Zeit hier ist leider so schnell vergangen... Wir – Valerie und Tobi – wollen nicht nach Hause.

28. August

Heute ist der Abreisetag. Nachdem ein Großteil der Gruppe am Strand geschlafen hat, haben wir nach dem Frühstück festgestellt, dass einer der schoko- und kekssüchtigen Igel ein stinkendes Geschenk auf Jonas' Hose hinterlassen hat.

Der gestrige Abend war nochmal wirklich schön, wenn auch etwas traurig. Basti und ich – Jonas – haben uns bei der Braunheits-Wette auf ein Unentschieden geeinigt. Das bedeutet, wir werden beide "gedemütigt": Wir müssen in der Wartehalle des Flughafens Tango tanzen...

Beim Aufräumen habe ich statt meines vermissten Handys räudigen Igelkot unter meinem Bett gefunden – guter Ausgleich.

Abreise ist für mich immer etwas seltsam. Man freut sich auf zu Hause, erinnert sich aber gleichzeitig an die coole Zeit und ist ein wenig nachdenklich.

P.S. Im Juli 2010 geht es nach Italien – Näheres bei Lutz Poetter!

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