ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Januar 2010

21.5.2019

Abschied von Walburg König

von Pfrn. Susanne Peters-Streu

Sie ist am 4. November, wenige Tage nach ihrem 90. Geburtstag, gestorben.

Dieses Wort aus dem Johannes Evangelium hat Walburg König für ihre Trauerfeier ausgesucht. Es zeugt von ihrem Leben mit seinen intensiven Fragen und ihrem tiefen Vertrauen in Gott.

Ob eine Tagesfahrt, hier in Forst, oder eine Gruppensitzung der "Erinnerungskultur", hier im Gespräch mit Historiker Dieter Fitterling, Walburg König war stets ein engagiertes und sehr interessiertes Gemeindeglied.

Fotos: R. Kolodziej

Geboren ist Frau König 1919 in Canth Kreis Neumark, sie war die mittlere von drei Töchtern. Vater war Beamter, seit 1927 lebte die Familie in Berlin Lichterfelde, ab 1932 im Salzunger Pfad. 1939 macht Walburg König in der Goetheschule in Lichterfelde ihr Abitur, sie wusste dann nicht so recht, was sie von Beruf werden sollte, die Arbeitsmöglichkeit in einer Apotheke in der Kaiser-Wilhelm-Straße führte sie zum Studium der Pharmazie.

Mit ihrer jüngeren Schwester Margret war sie schon während der Schulzeit in der Jungen Gemeinde der Paulus-Gemeinde, Lichterfelde bei Pfarrer Weschke. Als junge Frau ist dann die Bitte an sie herangetragen worden sich um den Aufbau der Kinder- und Jugendarbeit in Lichterfelde-Süd zu kümmern, seitdem war die Kirchengemeinde Giesensdorf ihre Heimat und sie hat über Jahrzehnte hin das Bild der Gemeinde mitgeprägt. Es gibt Erinnerungen an den Kindergottesdienst, den sie hielt. Viele Jahre hat sie Verantwortung als Mitglied im Gemeindekirchenrat getragen. Sie war im Theologischen Gesprächskreis, in der Bibelstunde. In den Jahren, in denen ihr die Moltke-Apotheke direkt neben dem Gemeindehaus am Ostpreußendamm gehörte, war diese der Anlaufpunkt für Gemeindeglieder mit ihren Sorgen.

Die Missionsarbeit, der Kontakt zu den Partnerkirchen war ihr immer ein Anliegen, zu Veranstaltungen konnte man sie regelmäßig im Berliner Missionswerk treffen.

Kraft und Zentrum für ihr Leben war der Sonntägliche Gottesdienst. In allem war sie eine treue Stütze und kritische Begleiterin für die Pfarrer und Pfarrerinnen in der Gemeinde. Sie war resolut, mit Herz und Händen immer beim Nächsten, den Gott ihr über den Weg schickte. Wir danken für ihr Leben, für ihr Zeugnis, sie darf nun schauen, woran sie glaubt und worauf sie vertraut hat.

Pfrn. Susanne Peters-Streu