ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.7.2019

Bericht aus dem Gemeindekirchenrat
von der Sitzung am 3. November 2009

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Liebe Gemeindemitglieder,
hier ist mein Bericht der Novembersitzung, Schwerpunkt: der neue Altarraum in der Petruskirche.

Auftrag der Jury und des GKR war es, den ersten Entwurf mit dem Künstler Lukas Derow weiter zu entwickeln, die künstlerischen und bauseitigen Aspekte abschließend zu behandeln, eine terminliche Vorgabe für den Finanzierungs- und Terminplan zu finden. Auch die späteren Anmerkungen von Gemeindemitgliedern bei der Ausstellungseröffnung und der Gemeindeversammlung sind bereits in die Gespräche mit dem Künstler eingeflossen.

Folgende Themen waren insbesondere durch Jury/GKR vorgegeben:

Herr Lutze erläutert in dem Gespräch mit dem Künstler die Absicht der Gemeinde, vom Altarraum ausgehend die Innenräume der Petruskirche nach und nach stimmig und harmonisch neu zu gestalten, s. Beschluss der GKR-Rüste 2009. Allen ist klar, dass deshalb mit der Neugestaltung des Altarraums zunächst auch erst gestalterische Brüche zum Vorhandenen entstehen, die erst durch die spätere Aufarbeitung geheilt werden können.

Die folgenden wichtigsten Einzelthemen aus der geplanten Neugestaltung des Altarraums wurden angesprochen.

  1. Rosette
    Die Rosette wird erstellt wie entworfen. Die Blendwirkung wird durch opales Glas ausreichend, aber unterschiedlich intensiv, reduziert. Der Künstler empfiehlt bereits jetzt vom Dach der Sakristei aus die Rosette auch während der Dunkelheit von außen beleuchtbar zu machen.
  2. Altar
    Der Altar wird wie vom Künstler vorgeschlagen aus hellem Naturstein gefertigt. Seine Position wird deutlich mittiger zur Treppe hin von der Rückwand weg verlagert. Er ist damit nicht transportabel, bietet aber Gelegenheit einen Kreis um ihn zu bilden (z.B. beim Abendmahl). Er bleibt in der vorgeschlagenen filigranen schwebenden kelchartigen Form. Seine Stellfläche wird imprägniert. Er behält die gleiche Höhe wie der bisherige Altar. Eine Vorrichtung zum Aufhängen der vorhandenen Antependien wird berücksichtigt.
    Im Nachgang sind noch folgende Themen angesprochen worden:
    • Gewicht des neuen Altars und die Statik des Kellersgewölbes
    • Die Kontrastierung des Altars vor der farbähnlichen Wand
    Beides kann in der Konsequenz zu der alternativen Auswahl eines anderen Steines/Materials führen.
  3. Kreuz und Reflektionselemente aus Holz/Paladium
    Das Kreuz wird im vorgestellten Entwurfscharakter realisiert, ebenso wie die aus dem Altarkelch aufströmenden einzelnen Reflektionselemente.
    Die Ausschreibung benennt ausdrücklich eine Neugestaltung des Raumes. Herr Derow prüft deshalb die Möglichkeit in das Verströmen der Reflektionselemente auch den Raum (Seitenwände) mit einzubeziehen.
  4. Sanierung der Rückwand/Streichen der Wände
    Der Vasenschrank ist auszubauen, die Wand entsprechend zu verfüllen, zu verputzen, zu spachteln und vorzustreichen. Desgleichen sind die versehentlich verbliebenen alten Trägerhaken tiefgrundig abzuflexen.
  5. Fußbodensockel/Neuer Fußboden
    Der Altarsockel wird abgetragen, so dass sich künftig oberhalb der Treppenstufen eine Fläche, auf einem einheitlichen Niveau ergibt. Um den Altar herum entsteht eine "Insel" aus dem gleichen Material wie der Altar, die den kelchförmigen Altar trägt. Eine Insel im "Backsteinmeer". Diese Insel wird größer als die Deckfläche des Altars, aber kleiner als die Umrisse des bisherigen Sockels.
  6. Türen
    Die Türen werden in das Farbkonzept mit einbezogen. Es bleiben die alten Türen erhalten. Einzige Vorgabe ist ein heller Gesamteindruck. Ob natur oder hell gestrichen wird durch Herrn Derow vorgegeben. Die Originalschlösser sind ebenfalls zu sanieren (Farbe runter und sichtbar machen des ursprünglichen Zustands). Die Türen verlassen damit das Konzept der alten Leitfarbe dunkellila.
  7. Heizkörper
    Die seitlich angebrachten Heizkörper stützen den Charakter eines ringsum laufenden Sockels durch eine dunklere Farbgebung. Sie sollten deshalb nicht hell werden. Ob sie den vorliegenden dunkellila Farbton behalten oder einen neuen bekommen, obliegt dem Farbkonzept von Herrn Derow.
  8. Liedanzeige
    Die Liedanzeigen bleiben in veränderter Form erhalten. Der Zeilenaufsatz oben wird ebenso entfernt wie die Rückwand. Anzubringende Leisten statt der geschlossenen Rückwand erhalten die Steckbarkeit der vorhanden Zifferntafeln bei gleichzeitigem möglichen Durchblick auf den Raum dahinter.
  9. Beleuchtung
    Die Beleuchtung rechts und links ist leicht zu verändern. Die Gitter sind ersatzlos zu entfernen. Sie waren die Möglichkeit manueller Dimmbarkeit. Als Beleuchtung sind nunmehr rechts und links getrennt dimmbare Leuchtstoffröhren einzubauen. Der eine Hängespot im Altarraum entfällt komplett.
  10. Kerzenhalter
    Herr Derow wird gebeten den Entwurf passender stimmiger Kerzenhalter für den Altar in sein Konzept mit einzubeziehen.

Damit sind sehr detaillierte und konkrete Einzelmaßnahmen bereits erörtert worden.

Anschließend wurde über die einzelnen Gewerke/Maßnahmen ein einvernehmlicher Kostenträgerplan erstellt und als Orientierung zwei Entwürfe einer Terminleiste festgehalten.

Nach der Zustimmung durch den GKR ist es nun Aufgabe des Geschäftsführenden Ausschusses eine konkrete Terminplanung unter Einbeziehung der Gottesdienstplanung zu erstellen. Die bauseitigen Maßnahmen werden auf dem üblichen Weg in der AG Immobilien behandelt.

Dies zum Thema Petruskirche und der neue Altarraum.

Veränderungen in der Küsterei. Frau Mewis wird ihre Arbeit als Küsterein der Gemeinde aufgeben und in den Ruhestand gehen. Die Küstereistelle war ausgeschrieben. Das Auswahlverfahren läuft zur Zeit.

Aufgrund des Scheiterns der Wahl eines neuen Superintendenten auf der letzten Kreissynode wird mit dem Ausscheiden von Herrn Gülzow das Amt des Superintendenten vakant. Als derzeit stellvertretende Superintendentin hat der Kreiskirchenrat beschlossen, Pfrn. Peters-Streu mit der Wahrnehmung dieses Amtes zu beauftragen.

Für diese Vertretung wird der Kirchenkreis 50% des Pfarrgehaltes an die Gemeinde erstatten.

Pfr. I. R. Jungnickel – ehemals Dreifaltigkeit – wird ab 1.1.2010 bis zum Ende der Vakanzvertretung durch Pfrn. Peters-Streu die Pfarrtätigkeit in der Gemeinde unterstützen.

Marika Klingenberg-Klemke soll ab 1.Januar 2010 zunächst befristet bis zum 31.Juli 2010 die Vertretung in der Kindergottesdienstarbeit übernehmen.

Nun einige Bauthemen:

Nach dem Berliner Nachbarrechtsgesetz ist die Gemeinde verpflichtet die gemeindlichen freien Grundstücke Am Wienroder Pfad gegen das Nachbargrundstück durch einen Zaun einzufrieden. Der GKR hat eine entsprechende Beauftragung beschlossen.

Der Zaun der Kita Lindenhof zur benachbarten Grundschule ist teilweise in einem lückenhaften Zustand, durch den Kinder auch entschlüpfen können. Dieser Zaun ist fachgemäß zu reparieren. Der GKR hat auch hier eine entsprechende Beauftragung beschlossen.

Der GKR beauftragt die Sanierung der Abwasserleitung von der Kita Petrusheim zum Gemeindehaus. Ein Antrag auf Bezuschussung beim Kirchenkreis ist gestellt.

Der GKR beschließt für die Kita Lindenhof Schränke und Regale für die Gruppe der Tanzmäuse als Ersatzbeschaffung für das alte Mobiliar zu beschaffen. Ein Zuschussantrag wird an den Kitaausschuss des Kirchenkreises gestellt.

Das strategisches Konzept der Gemeinde zur Ausrichtung seiner Jugendarbeit ist zu aktualisieren und mittelfristig und für die nächsten zehn Jahre auszurichten.

Der GKR gründet dazu einen Arbeitsgruppe, die zunächst mit externer Moderation die zu erarbeitenden Themen zusammentragen wird.

Der GKR erwägt anstelle des Sonntagsgottesdienstes am 27.Dez. ein besinnliches Gemeindefrühstück zu veranstalten, als Orte werden die Gemeindehäuser Parallelstr. oder Ostpreußendamm oder die Petruskirche diskutiert. Inzwischen steht die Petruskirche als Ort fest.

Das waren die wichtigsten Informationen aus dem GKR und drum herum. Lassen Sie es sich gut gehen, bleiben Sie gesund und der Gemeinde gewogen ...

Liebe Grüße

Ihr Detlef Lutze